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Fußball: Landesligist VfL Kurpfalz Neckarau blickt optimistisch nach vorne / Teammanager Paschaloglou will einstelligen Tabellenplatz

„Können es mit jedem Gegner aufnehmen“

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 13.02.2013

Von unserem Mitarbeiter Reiner Bohlander

Kickt fortan nicht mehr für Neckarau: Timo Endres wechselte nach Viernheim.

© Nix

MANNHEIM. In eineinhalb Wochen startet Fußball-Landesligist VfL Kurpfalz Neckarau in die zweite Saisonhälfte und es wird gleich brisant. Auf den aktuellen Tabellenzehnten wartet am 24. Februar das Derby zu Hause gegen Titelkandidat VfB Gartenstadt. "Das ist natürlich gleich eine schwere Aufgabe. Gartenstadt hat sich mit Ioannis Babas in der Winterpause noch einmal kräftig verstärkt", sagt Wassilios Paschaloglou. Der Neckarauer Teammanager betont aber: "Wir kennen den VfB nun ja schon seit mehreren Jahren. Und in den letzten Spielen haben wir nicht verloren. Unser Ziel ist es deshalb auch, das nächste Aufeinandertreffen zu gewinnen."

Der Saisonauftakt verlief für den Ligasechsten der vergangenen Runde alles andere als gut. Nach neun Spieltagen belegte der VfL Kurpfalz Rang 15, einen Abstiegsrang. Erst dann kamen die Neckarauer in Fahrt. In den letzten fünf Spielen vor dem frühen Wintereinbruch blieb das Team von Coach Richard Weber ungeschlagen. Mit 22 Punkten ging die Mannschaft schließlich als Zehnter in die Winterpause.

Der Vorsprung auf den 14. Tabellenrang, der als Relegationsplatz gilt, beträgt vor dem Rückrundenstart sieben Zähler. "Der Start war nicht gut. Doch gerade gegen Ende der ersten Saisonhälfte hat die Mannschaft gezeigt, dass sie es durchaus mit jedem Gegner in der Liga aufnehmen kann", sagt Paschaloglou. "Die frühzeitige Winterpause war schlecht für uns. Wir hatten einen guten Lauf, als die für 2012 noch angesetzten Partien ausgefallen sind."

In der Winterpause mussten die Neckarauer zwei Abgänge hinnehmen. Timo Endres wechselte zum Ligakonkurrenten TSV Amicitia Viernheim. "Er wohnt in Viernheim, hat nun einen Ausbildungsplatz und wenn dann ein Verein vor der Haustür sagt 'komm zu uns', dann muss man das verstehen. Wir hatten mit dem Fußballverantwortlichen Volker Ergler vom TSV Amicitia ein gutes Gespräch, der Wechsel lief ohne Probleme ab", sagt Paschaloglou.

Anders scheint es bei Daniel Huckele gewesen zu sein. "Da passte es in verschiedenen Sachen einfach nicht. Ich hätte ihn gerne behalten, aber letztlich hat er sich entschieden, zum SV 98 Schwetzingen zu gehen", sagt der VfL-Teamchef.

Keine Neuzugänge

Neuzugänge kamen in der Pause nicht. "Wir haben uns entschieden, unsere Philosophie beizubehalten, A-Jugendspieler langsam an die Aktivenmannschaft heranzuführen. Ein, zwei Jungs hat Coach Richard Weber schon auf seinen Zettel für die Rückrunde", bemerkt Paschaloglou und fügt hinzu: "Die Langzeitverletzten wie Markus Engel, der wieder ins Traning eingestiegen ist, oder Efkan Gürleyen nach seinem Kreuzbandriss, kommen zurück. Wenn alle gesund sind, haben wir einen schlagkräftigen 22-Mann-Kader." Paschaloglou weiter: "Von Akteuren wie Steffen Krohne oder Timo Gebhardt, die in der Vorrunde immer wieder von Verletzungen geplagt wurden, versprechen wir uns in den nächsten Wochen einiges."

In den Vorbereitungsspielen hinterließ der VfL Kurpfalz einen guten Eindruck. Die Neckarauer gewannen alle bisherigen Testpartien, feierten gegen den 1. FC Bruchsal (4:1), FV 03 Ladenburg (4:0) und ASV Fußgönheim (3:0) souveräne Erfolge. "Die Mannschaft hat zeitweise schon wieder die Klasse der letzten Ligaspiele aufblitzen lassen. Natürlich sind wir in der Liga noch nicht über dem Berg, aber ich denke, wir können einen einstelligen Tabellenplatz angreifen. Wenn es am Ende wieder Rang sechs oder sogar vielleicht der fünfte Platz wird, dann bin ich zufrieden", sagt Paschaloglou. Am Freitagabend testet Neckarau zu Hause um 19 Uhr gegen den Oberligisten FC Astoria Walldorf. Unterdessen sollen in den nächsten Tagen die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Heute Abend trifft sich der geschäftsführende Vorstand, die Fußball-Abteilung und Coach Richard Weber. Der Grund: Der Trainer soll unbedingt gehalten werden. "In den Vorgesprächen wurde schon klar: Es sind positive Signale da", sagt Paschaloglou, der selbst künftig etwas entlastet werden will. "Die Aufgaben werden immer mehr, es gibt einige Bewerber. Das wird aber alles im Vorstand entschieden", sagt er.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 13.02.2013

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