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Verkehr: Ab morgen platziert der Carsharing-Anbieter Stadtmobil 30 Fahrzeuge im Zentrum, die Nutzer spontan buchen können

Auto zum Mitnehmen am Straßenrand

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 09.07.2013

Von unserem Redaktionsmitglied Timo Schmidhuber

Mit der Karte das Auto öffnen und losfahren (v. r.): Claudia Braun (Stadtmobil), Christian Specht und Volkhard Malik (RNV) präsentieren "Joecar".

© Tröster

Man reserviert sich im Voraus ein Auto - eine Stunde, mehrere Tage oder gleich drei Wochen - und nimmt sich den Wagen später an einer der Abholstationen. Das klassische Carsharing gibt es in Mannheim seit 20 Jahren. Ab dem morgigen Mittwoch wartet mit "Joecar" allerdings eine spontanere Variante auf die Mannheimer: Sie können sich einen der 30 rot-weißen Opel Adam schnappen, die im Kernstadt-Bereich stehen, und losfahren. Den Wagen können sie je nach Wunsch nur wenige Minuten, aber auch bis zu drei Tage behalten.

Mit der neuen Flotte will der Mannheimer Carsharing-Anbieter Stadtmobil Rhein-Neckar sein Angebot noch flexibler machen, wie Chefin Claudia Braun gestern bei der Vorstellung des Projekts erklärte. Mannheim sei damit die einzige Stadt in Baden-Württemberg, die sowohl das klassische Carsharing als auch diese neue, freiere Variante biete. Mit letzterer seien gerade in Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg verschiedene Anbieter am Start.

Dreijähriger Modellversuch

Die Preise

  • Wer das "Joecar"-Angebot nutzen möchte, muss Carsharing-Kunde bei Stadtmobil Rhein-Neckar sein. Das kostet im klassischen Tarif fünf Euro pro Monat, dazu kommt eine einmalige Aufnahmegebühr von 60 Euro. Die Kunden müssen zudem eine Kaution von 400 Euro hinterlegen.
  • Die "Joecar"-Wagen kosten 7 Cent pro Minute, maximal 1,70 Euro pro Stunde und 22 Euro pro Tag - abgerechnet wird der für den Kunden günstigste Tarif. Dazu kommen noch einmal 23 Cent pro gefahrenem Kilometer. Benzin ist inklusive, im Wagen liegt eine Tankkarte.
  • Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch das Carsharing, wo sich der Kunde Fahrzeuge reservieren kann. Für die verschiedenen Wagen-Typen sind jeweils unterschiedliche Stunden-, Tages- oder Wochenpreise plus Kilometergeld zu zahlen.
  • Mehr unter www.stadtmobil.de und www.joecar.de. imo

Ganz spontan funktioniert aber auch "Joecar" nicht. Nutzer müssen sich erst bei Stadtmobil anmelden, ehe sie mit der Kundenkarte den Wagen am Straßenrand öffnen, eine Geheimnummer eingeben und losfahren können. Und noch eine zweite Beschränkung gibt es: Die Kunden brauchen zwar nicht vorab zu sagen, wie lange sie den Wagen behalten wollen. Spätestens nach drei Tagen aber müssen sie ihn - anders als beim Carsharing - zurückgeben.

Die 30 Opel stehen außer in der Innenstadt in den umliegenden Stadtteilen Neckarstadt, Oststadt, Schwetzingerstadt, Lindenhof und Jungbusch. In diesem Gebiet müssen sie wieder abgestellt werden. Unter www.joecar.de kann man sehen, wo sich die Wagen befinden.

Braun hat das neue Angebot gleich aus mehreren Gründen eingeführt. "Wir wollen mehr junge Leute ansprechen." Denen komme die spontane Nutzung offenbar mehr entgegen als das Reservieren. Gleichzeitig wollten vielen Carsharing-Kunden ein Auto ohne vorher festgelegtes Buchungsende nutzen können. "Das ist mit Joecar jetzt möglich." Genauso wie das Abholen an der einen und das Abstellen an einer anderen Stelle.

Die Autos haben Ausweise, die für alle Bewohnerparkplätze in den betreffenden Stadtteilen gelten. Eine Regelung, die die Straßenverkehrsordnung in ihrer jetzigen Fassung so eigentlich nicht hergebe, wie der zuständige Bürgermeister Christian Specht erklärte. Deshalb läuft das Projekt als gemeinsamer, dreijähriger Modellversuch des Stuttgarter Verkehrsministeriums und der Stadt. Die Bürger hätten in puncto Mobilität die unterschiedlichsten Bedürfnisse, stellte Specht fest. Dem trage ein Angebot wie "Joecar" Rechnung. Volkhard Malik, der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN), konnte da nur zustimmen. "Wir sehen das nicht als Konkurrenz zum Öffentlichen Personennahverkehr, sondern als Ergänzung." Bleibt der Name "Joecar": So manchem fiel bei der Projekt-Vorstellung sofort die buchstabenmäßige Nähe zu einem Pizzadienst auf, der ebenfalls mit roten Fahrzeugen unterwegs ist. Claudia Braun hatte bei der "Taufe" aber etwas anderes im Sinn. "Joecar hört sich an wie Joker", erklärte sie. "Der Joker bei der Mobilität."

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 09.07.2013

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