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„MM“-Morgentour: Teilnehmer lassen sich in Limburg die Architektur der vielen Fachwerkbauten erklären / „Ein wunderschönes Städtchen“

Begeistert von Altstadt und Dom

Archiv-Artikel vom Freitag, den 26.08.2016

Von unserer Mitarbeiter Sylvia Osthues

Strahlender Sonnenschein und strahlende Augen bei Gisela Zilke aus Ilvesheim. Sie stand auf der Warteliste und hatte am Ende zu ihrem Glück doch noch einen der begehrten Plätze bei der "MM"-Morgentour ergattert. Es ging ins Hessische, nach Limburg an der Lahn - an Bord des Reisebusses 48 gut gelaunte Kurpfälzer.

1986 sei sie schon einmal in Limburg gewesen. "Ein wunderschönes Städtchen", erzählte die mehrfache Morgentour-Teilnehmerin. Nun sei sie gespannt, ob und was sich dort verändert habe. Stadtführer Josef Weingarten begrüßte die Besucher aus Mannheim und Umgebung. Ihr erster Eindruck: eine gepflegte Altstadt mit schönen Fachwerkhäusern.

"Durch ihre Lage mit ICE- und Autobahnanschluss ist die Kreisstadt auch ein Wirtschaftszentrum, um das sie die umliegenden Städte beneiden", sagte Weingarten. Als Beispiel nannte er das Unternehmen Tetrapak. Limburg war lange auch eine sehr wohlhabende Stadt, da sie an einer der wichtigsten Handelsstraßen lag.

Limburg

Limburg an der Lahn ist die Kreisstadt des Landkreises Limburg-Weilburg in Hessen und mit 34 000 Einwohnern (mit Eingemeindungen) zugleich die einwohnerstärkste Stadt des Kreises.

Sie ist vor allem bekannt für ihren Dom und die Fachwerkaltstadt.

Der Limburger Dom, auch Georgsdom genannt, liegt oberhalb der Altstadt neben der Burg Limburg.

Sehenswert ist auch die eindrucksvolle Altstadt mit einem der ältesten Häuser Deutschlands: Das Fachwerkhaus Römer 2-4-6 wurde unmittelbar nach einem schlimmen Stadtbrand im Jahr 1289 gebaut. ost

Geschichten und Anekdoten

Grund für den Wohlstand war die Tuchmacherei im 13. Jahrhundert. Damals ratterten Kutschen über das Kopfsteinpflaster durch die engen Gassen. Das 1289 erbaute Haus Kleine Rütsche 4 steht an der engsten Stelle der Stadtdurchfahrt auf dem alten Handelsweg Köln-Frankfurt.

Statt vieler Zahlen und Namen öffnete Weingarten bei seiner Führung, gespickt mit Geschichten und Anekdoten, den Besuchern aus der Kurpfalz die Augen für die Schönheit und die Architektur der Fachwerkhäuser. Ab dem 14. Jahrhundert wich man zur Stabilität der Häuser von der früheren Ständerbauweise ab: Statt die Front vorzubauen und später hochzuziehen, baute man nun Stockwerk für Stockwerk.

In der Milchgasse wuchsen die Häuser so oben gleichsam zusammen. Das aber bedeutete wenig Licht in den Räumen. Viele Kinder litten früher an Rachitis und ältere Menschen an Gicht. "So viel Fachwerk, das erschlägt einen ja fast", staunten Lydia und Erich Gottwald. Das sei alles sehr schön anzuschauen, aber drin wohnen wollte das Waldhöfer Ehepaar nicht: "Wegen der kleinen Fenster, der niedrigen Decken und krummen Wände."

Renate und Arthur Heidelberger (Gartenstadt) gefiel vor allem das Haus von Bäcker Friedel Hensler, wegen der von ihm gestalteten Figuren vor dem Haus und an der Außenfassade. Angelika und Werner Höllenschmitt vom Lindenhof schwärmten vom "geschlossenen Ensemble der Altstadt, dem Auf und Ab der Gassen und dem harmonischen Umfeld". Auch das Wetter spiele mit. Für sie und alle anderen Teilnehmer war es "wieder mal eine rundum gelungene Morgentour".

Nach einer dreistündigen Pause, in der die Teilnehmer Mittag essen oder bummeln konnten, ging es hinauf zum Dom. "Hier waren wir vor 48 Jahren auf unserer Hochzeitsreise, doch damals sah der Dom noch ganz anders aus", erzählte Ingrid Gruner aus Ladenburg.

Der Dom mit seinen sieben Türmen ist das Wahrzeichen der Stadt. "Erst vor 40 Jahren nahm er wieder Farbe an, vorher gab es nur die nackten Steine, doch glücklich war, wer ihn damals in Händen hielt - nämlich in Form eines 1000-Mark-Scheines", erzählte Schwester Christiane Fritsch bei ihrer Führung mit viel Witz und Leidenschaft für "ihren" Dom. So wie jetzt habe der Dom auch im Mittelalter ausgesehen, erklärte sie. Damals sei das lichtdurchflutete Gotteshaus für die Menschen gleichsam ein Symbol für die Lichtgestalt Gottes gewesen.

Das Innere der dreischiffigen Basilika beeindruckt mit mittelalterlichen Malereien, bunten Fenstern und der schönen Orgel. "Großer Gott wir loben dich", stimmte die Ordensschwester auf der Empore den altbekannten Choral an. Und die Besucher sangen begeistert mit.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 26.08.2016

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