Heute wird eine weitere Etappe auf dem Weg zu einem Neubau der Kunsthalle genommen. Der Gemeinderat soll beschließen, dass sich die Stadt mit zehn Millionen Euro an dem Projekt beteiligt - was aber als reine Formsache ohne Diskussion über die Bühne gehen dürfte. Im Prinzip ist das Vorhaben ja schon längst in großer Einigkeit zwischen den Fraktionen begrüßt und bewilligt worden.
Bauherr des Neubaus, für den gerade der Architektenwettbewerb zu Ende ging, ist offiziell nicht die Stadt. Vielmehr wird das Gebäude von einer eigens ins Leben gerufenen "Stiftung Kunsthalle Mannheim" errichtet und nach der Fertigstellung 2017 der Stadt geschenkt, die das Haus dann betreibt. Diese Stiftung haben bereits im Februar SAP-Mitgründer Dr. Hans-Werner Hector und die Stadt gemeinsam gegründet. Bei dem heute anstehenden Beschluss geht es darum, sie mit Geld auszustatten. Hector bringt jene 50 Millionen Euro ein, die er für den Neubau zusagte. Zehn Millionen Euro hat die Stadt versprochen. Zudem erwartet man ja Zuschüsse von Bund und Land - insgesamt genug, um den auf rund 70 Millionen Euro geschätzten Neubau zu finanzieren.
Erlös vom Aktienverkauf
Heute soll der Gemeinderat den Oberbürgermeister ermächtigen, diese zehn Millionen Euro rechtsverbindlich zuzusagen. Dieser Beschluss ist nötig, da dies im Haushaltsplan und in der mittelfristigen Finanzplanung noch nicht vorgesehen war. 8,917 Millionen Euro stehen zur Verfügung aus einem "Reservetopf". Der wurde 2007 beim Verkauf eines Aktienpakets der MVV Energie AG gefüllt und sollte für irgendein besonderes Projekt verwendet werden. Im vergangenen Jahr fiel dann die Entscheidung, dass man diesen "Sparstrumpf" für den Kunsthallenneubau leert. Ursprünglich hatte man genau zehn Millionen Euro eingenommen, doch es gehen ja noch Steuern ab. 1,083 Millionen Euro müssen also aus dem regulären städtischen Haushalt aufgewendet werden. Die werden im Etat 2014/15 veranschlagt. pwr
Leser-Kommentare
Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen