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Ausstellung: Adler und Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren Ausstellung zu „75 Jahre Eishockeystadt Mannheim“ / Eröffnung am Sonntag

„Besucher sollen Eishockey erleben“

Archiv-Artikel vom Freitag, den 23.11.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Die Historie der Adler hat viele Facetten. Die Schau möchte den Besuchern einen Überblick verschaffen. Der Siegerring von Dennis Seidenberg und jede Menge Trikots gehören dazu.

© Prosswitz (3), Binder (1).

Daniel Hopp, Matthias Fries, Susanne Wichert und Alfried Wieczorek, der Generaldirektor der rem (v. l.), präsentieren die Schau über die Eishockeystadt.

© Markus Prosswitz / masterpress
© Markus Prosswitz / masterpress
© AS Sportfoto/ Binder

Einmal erfahren, wie es sich anfühlt, wenn die Adler Mannheim aus den Katakomben der SAP Arena aufs Eis stürmen, um sich mit dem nächsten Gegner zu messen - diesen Moment können die Besucher der Ausstellung "75 Jahre Eishockeystadt Mannheim" zumindest ansatzweise erleben. Am Sonntag wird die Schau in den Reiss-Engelhorn-Museen (rem) eröffnet. Bis zum 31. März 2013 dürfen sich die Besucher auf Spurensuche begeben, wie eng die Beziehungen zwischen der schnellsten Mannschaftssportart der Welt und der Quadratestadt sind.

"Unser Ziel war es, eine Ausstellung für die Fans zu machen", erklärt Matthias Fries, einer der Kuratoren und im Hauptberuf Marketingchef sowie Pressesprecher der Adler. "Die Besucher sollen nicht bloß eine Schau sehen, sondern Eishockey erleben, ein Gefühl dafür bekommen, was dieser Verein für viele Adler-Anhänger bedeutet", erklärt Fries.

Um Emotionen zu wecken, wurde beispielsweise ein Teil der Spielerkabine aus dem Friedrichspark aufgebaut - gerade so, als kämen Mike Rosati, Dave Tomlinson oder Pavel Gross im nächsten Moment herein, um sich umzuziehen. Zu diesem "Allerheiligsten" hatten nur wenige Personen Zutritt. Wenn die alten Bänke und Spinde erzählen könnten, sie würden so manches Drama, so einige Anekdoten zum Besten geben. Das werden stattdessen an jedem vierten Sonntag ausgewählte Altstars im Rahmen einer Führung tun.

René Corbet, Jeff Shantz und Pascal Trepanier könnten beispielsweise endgültig klären, wer von ihnen es war, der am 16. März 2007 eine Sekunde vor Schluss im Viertelfinalauftakt gegen den Erzrivalen Frankfurt Lions das so wichtige 3:3 erzielt hat. Diese Szene bildet den Anfang der Schau. "Alle drei Spieler wollen das Tor erzielt haben", berichtet Fries schmunzelnd.

Susanne Wichert lobt die Zusammenarbeit zwischen den rem und den Adlern: "Hier wird erstmals Eishockey in einer Bandbreite gezeigt, die einzigartig ist", freut sich die Direktorin des Curt-Engelhorn-Zentrums Kunst- und Kulturgeschichte. "Viele werden kommen, um sich - zum Beispiel auf Fotos - zu suchen, und sie werden sich finden", haben auch viele Anhänger Exponate für die Ausstellung beigesteuert. "Wir haben zwar einen reichhaltigen Fundus, aber es sind auch unglaublich viele Sachen von den Fans gekommen", bestätigt Fries. Auch Daniel Hopp, Gesellschafter der Blau-Weiß-Roten, hat ein bisschen im Keller und auf dem Dachboden gestöbert: "Die Meistertrikots von 1997 habe ich bei uns gefunden", verrät der 32-Jährige.

Andere Exponate haben ehemalige oder aktuelle Spieler zur Verfügung gestellt: historische Torhüterausrüstungen genauso wie aktuelle Helme oder die Medaille, mit der Dennis Endras als "bester Torhüter der Weltmeisterschaft 2010" ausgezeichnet wurde. Ein absoluter Hingucker dürfte der Siegerring von Dennis Seidenberg werden. Der Verteidiger hatte 2010 den Stanley Cup in der nordamerikanischen Profiliga NHL gewonnen. "Wir mussten Dennis nicht lange überreden. Er kann sich sicher sein, dass die Vitrine gut gesichert ist", erklärt Hopp.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 23.11.2012

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