Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben gestern Nachmittag gegen 16.15 Uhr im Rheinauhafen eine 500 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und gleich entschärft. "Das ging reibungslos, binnen fünf Minuten war alles vorbei", so Dr. Ralph Rudolph, der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr.
Der britische Blindgänger mit Heckaufschlagzünder war nach Luftaufnahmen an einem Verdachtspunkt dort vermutet und bei Sondierungsarbeiten, die dann routinemäßig erfolgen, auch entdeckt worden. Die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes schätzten ihn als unkritisch ein und entschlossen sich, den Sprengkörper sofort zu entschärfen. Er lag in Höhe der Holländer Straße, weit abgelegen im Hafengebiet. "Anwohner gibt es da nicht, daher war das nichts Großes", so Rudolph.
Allerdings lag die Bombe zwischen der Firma SCA Packaging (ehemals "Faltkistenwerk") und einem Tanklager für Ölprodukte, dessen Behälter aber gerade überwiegend nicht gefüllt waren. "Um die Tanks vor Splittern einer möglichen Explosion zu schützen, haben wir einen Erdwall aufgeschichtet", berichtet Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht, der zum Fundort fuhr. Dazu griffen die Einsatzkräfte auf den Bagger einer Firma zurück, die ohnehin dort arbeitete. "Zusätzlich haben wir einen Radius von rund 300 Metern um die Fundstelle evakuiert", so Specht. Ferner wurden der Straßenverkehr sowie die Schifffahrt auf dem Rhein für die Zeit der Entschärfung gesperrt. Dafür sorgten die Polizei und der Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt. Aber letztlich hatten dadurch nur rund 100 Mitarbeiter der zwei Firmen eine Pause. pwr
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