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„MM“-Bürgerbarometer: Grüne rutschen weiter ab / Union legt auf 28 Prozent zu / Piraten jetzt bei 9 Prozent

CDU verringert Abstand zur SPD

Archiv-Artikel vom Samstag, den 21.04.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Stephan Wolf

Piratenpartei

Alle reden von der Piratenpartei. Foto: Jens Wolf

© DPA

Die Mannheimer CDU rückt in der Gunst der Wähler wieder näher an die SPD heran. Wenn am kommenden Sonntag Gemeinderatswahl wäre, könnte die Union mit 28 Prozent rechnen, zwei Punkte mehr als noch vor einem halben Jahr. Dies ist das Ergebnis des neuesten "MM"-Bürgerbarometers. Die SPD bleibt aber mit 33 Prozent (minus 1) weiterhin stärkste Partei in der Quadratestadt. Die Grünen verlieren nochmals vier Punkte und landen bei 21 Prozent. Innerhalb von einem Jahr hat die Partei um den Landtagsabgeordneten Wolfgang Raufelder zwölf Prozentpunkte abgegeben. Gleichzeitig können die Piraten deutlich zulegen. Sie verbessern sich um drei Punkte und können nun mit neun Prozent rechen.

Obwohl Rot-Grün gemeinsam noch immer über eine komfortable Mehrheit von 54 Prozent verfügt, ist der Vorsprung kleiner geworden. Das Problem des bürgerlichen Lagers: FDP und Mannheimer Liste sind mit zwei Prozent fast nicht mehr messbar und spielen bei der Umfrage praktisch keine Rolle mehr. Für das aktuelle "MM"-Bürgerbarometer, der repräsentativen Exklusivumfrage des "Mannheimer Morgen", hat die Forschungsgruppe Wahlen vom 12. bis 17. April 1018 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Bürger in der Quadratestadt befragt.

"Die Piratenpartei wird noch eine ganze Weile auf der Welle des Erfolgs schwimmen", glaubt Matthias Jung, "auch in Mannheim." Es gelinge der Truppe, den latenten Protest gegen die etablierten Parteien zu bündeln. "Sie mischen damit die Politik auf", sagt der Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen. Er wagt zwar keine Vorausschau, wie stark die Piraten bei der nächsten Kommunalwahl sein werden. "Aber die übrigen Parteien müssen sich wohl darauf einstellen, dass es eine neue Gruppierung im Gemeinderat geben wird." Die Umfragewerte, darauf legt Jung Wert, stellen keine Wahlprognose dar. Beim "MM"-Bürgerbarometer geben 76 Prozent an, dass sie zur Wahl gehen würden. Tatsächlich lag die Beteiligung bei der letzten Kommunalwahl bei 37,9 Prozent.

Der Aufschwung der Piraten geht zulasten der Grünen. Sie büßen deutlich an Zustimmung ein. "Damit liegen sie im Bundestrend", weiß Matthias Jung. Doch in Mannheim sind die Grünen weiterhin drittstärkste Partei, kämen auf 21 Prozent und sind damit noch immer deutlich besser als im ZDF-Politbarometer, das für sie 14 Prozent misst. "Sie profitieren von der städtischen Struktur", erklärt Jung. Ihr Zugpferd, der Landtagsabgeordnete Wolfgang Raufelder, muss bei der Sympathie ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen. Er rutscht vom zweiten auf den dritten Platz in der Beliebtheit ab. Auf der Skala von plus 5 bis minus 5 erhält der Grünenpolitiker, der auch als heißer Kandidat für das neue fünfte Dezernat gehandelt wird, jetzt eine 1,6. Am schlechtesten wird er von den CDU-Wählern bewertet (1,0).

Specht als Zugpferd der Union

Die Unionsanhänger sehen im Ersten Bürgermeister Christian Specht ihr Zugpferd. Kein anderer Unionsvertreter wird häufiger als wichtiger Politiker genannt, keiner ist beliebter. Der Finanzdezernent wird mit 1,9 benotet, nur leicht schlechter als Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Specht polarisiert auch nur wenig. Seine Beliebtheitswerte reichen von 2,6 bei den CDU-Anhängern über 2,1 bei den SPD-Wählern bis zu 1,3 bei den Piraten. "Als Verwaltungsmann muss er auch nicht so stark die umstrittenen Themen besetzen", erklärt Jung. Spechts Aufschwung geht einher mit einem Zuwachs bei der CDU. "Die Union kann sich allmählich wieder stabilisieren", erklärt Wahlforscher Jung. Er führt dies allerdings weniger auf das Auftreten der Partei hier vor Ort zurück als auf den bundespolitischen Trend.

Auch OB Kurz kann sich weiter über gute Sympathiewerte freuen. Seine Note von 2,2 wird allerdings vor allem von den SPD-Anhängern getragen. Sie bewerten ihren Oberbürgermeister mit 3,2. Zum Vergleich: Die Piraten sehen das Stadtoberhaupt deutlich kritischer: Sie geben ihm nur eine 0,7. "Dies ist aber ein typisches Verhalten für die Sympathisanten dieser Partei", sagt Wahlforscher Jung. Sie stünden der Regierung, also damit in Mannheim dem Oberbürgermeister, grundsätzlich kritisch gegenüber.

Die SPD bleibt die bestimmende Kraft in Mannheim. Sie muss zwar einen Punkt abgeben, kann aber noch mit 33 Prozent rechen. Sie ist seit knapp einem Jahr stabil in dieser Größenordnung und stellt drei der fünf beliebtesten Politiker.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 21.04.2012

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