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Ehrungen: Physiotherapeut und Ex-Prinz Christian Ziegler erhält höchste bürgerschaftliche Auszeichnung / Bülent Ceylan als Laudator mit einer Büttenrede

„Chefeinrenker“ mit großem Herz

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Stolz und sympathisch: Christian Ziegler verbeugt sich mit dem Bloomaulorden - und beugt sich später nochmal so wie der Blumepeter auf dem bronzenen Orden. Oben Bülent Ceylan in seiner Rolle als Harald bei der Laudatio, unten (v. l.). Bert Siegelmann, Prof. Dr. Markus Haas und Prof. Dr. Achim Weizel vom Auswahlkomitee.

© Prosswitz

Er war immerhin Prinz - was würde da besser passen als der Ball am Hofe des Prinzen Orlofsky? Schwelgend in der herrlichen, keineswegs verstaubt wirkenden Operettenseligkeit, inmitten von witzig-spritzigen Dialogen und schwungvoll-leichter Musik wurde er vor prachtvollem Bühnenbild geehrt: Physiotherapeut Christian Ziegler erhielt in der "Fledermaus" im Nationaltheater den 44. Bloomaulorden (wir berichteten gestern kurz), und das Publikum dankte mit rhythmischem Applaus.

Als der Laudator die Bühne betritt, klingt das indes gar nicht nach Johann Strauss. Wenn Bülent Ceylan, der 2012 geehrt worden war, aus den Kulissen stürmt, da dröhnen rockige Bässe aus den Boxen. "Uffbasse Monnem!", schreit er - und das Publikum begrüßt ihn johlend. Für die Laudatio schlüpft der Comedian in seine Rolle als "Harald" und erklärt das so: "De Türk is noch Brunze" - was nicht der einzige sehr deftig-kraftvolle Ausdruck von ihm an diesem Abend bleibt.

Jubel für Comedy

Aber seine Fans lieben ihn genau dafür. Wohl deshalb schallt ihm gerade an solchen Stellen seiner Rede sehr lauter Jubel entgegen, an denen er vielleicht nicht gerade eine sehr intensive Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit seines neuen Ordensbruders erkennen lässt. Dafür bietet er eben Star-Comedy in Reinstform und freut sich mit seinen Fans: "Gott bin ich druff . . .!"

Ja, er ist "druff", er legt die Laudatio als teilweise gereimte Büttenrede an: "Isch hab noch nie e Büttered g'halte, aber Sch . . ., ich schaff des", macht er sich selbst Mut - und natürlich kann er das. Bülent Ceylan zieht Grimassen, hüpft, nimmt nebenbei den - nicht anwesenden - Oberbürgermeister auf die Schippe und gerät mächtig in Fahrt.

Von vielen Menschen beneidet

So charakterisiert er den im Schwarzwald geborenen neuen Ordensträger als "echten Monnemer", dem viele Menschen ihren "Sixpack" zu verdanken hätten, weshalb sie ihn nicht "beim Tankwart kaafe" müssten. Der "Chefeinrenker" von der "Knochenmühle" sei eine bekannte, erfolgreiche "Sportlerhilfsadresse" mit geschickten Händen und zugleich ganz großem Herz, so Ceylan.

"Wir zwei auf einer Bühne, auf den berühmten Brettern Mannheims, das freut mich ungemein und es ist nicht zu glauben, wie viel Menschen mich beneiden, von Dir die Laudatio zu erleben", entgegnet Ziegler. Aber er lässt gleich spüren, dass er - typisch Bloomaul - nicht zu viel übertriebenen Respekt vor dem Comedystar verspürt: "Du hast in Monnem in der SAP-Arena drei mal 10 000 Leute unterhalten, in Frankfurt waren es 40 000 - mir haben in Philadelphia 50 000 Menschen im Innenfeld des Stadions beim Behandeln zugesehen", so Ziegler, "dass die nur wegen Usain Bolt gekommen sind, verschweige ich".

Ziegler beweist dann in seiner Dankesrede, dass er - mit Mimik, Gestik und Worten - durchaus viel komödiantisches Talent hat, auf eine sehr sympathisch-bescheidene, ungezwungen-fröhliche Weise freilich. Zwar sei der Gedanke, Bloomaul zu werden, für ihn "unendliche Welten und Weiten entfernt" gewesen - aber eigentlich liege er nahe: "So viel größer als de Blumepeter bin ich net, was ist schon ein halwer Meter Unterschied?", verweist der ehemalige Fasnachtsprinz auf seine 1,70 Meter und bekennt: "A bissel gschdoddert hab ich früher auch".

Dank für sportliche Erfolge

Körperliche Nähe zu Bloomäulern sei immer gegeben gewesen, da er manchen Ordensträger habe "zurechtbiegen" dürfen und "auch die Haltung des Bloomauls in Form der Skulptur gehört zu meiner täglichen Praxis", führt der Mitgesellschafter der Sportomed Reha und Leitende Physiotherapeut des Deutschen Leichtathletikverbandes auf der Bühne ein gebeugtes Rückgrat vor. Die Bronzefigur mit dem gebückten Blumepeter überreicht ihm Prof. Dr. Markus Haass - und erinnert an den "unvergesslichen und von uns allen hochgeschätzten Begründer und Stifter des Bloomaulordens Rainer von Schilling. Der langjährige "MM"-Herausgeber hatte vor 44 Jahren diesen, so Haas, begehrten Bürgerpreis ins Leben gerufen. Mit Bert Siegelmann und Prof. Dr. Achim Weizel bildet Haas nun das Auswahlkomitee, das in einem amüsanten Sketch auf die Bühne kommt.

Ziegler habe in der Tat schon manchen Mannheimer "erfolgreich zurecht gebogen und dadurch neue Vitalität eingehaucht". Aber das Auswahlkomitee habe sich nicht aus Selbstsucht für den Mann mit seinen magischen Händen entschieden, weil es auch älter werde, fasste sich Haass demonstrativ an den Rücken. Vielmehr sei die Verleihung "Ausdruck für den Stolz, dass es ein Mannheimer ist, der unsere Sportler auf Vordermann bringt und dafür sorgt, dass unsere Leichtathleten auf den Medaillenrängen immer ganz oben landen. Als Kardiologe könne er zudem bestätigen: "Sein Herz schlägt einwandfrei für Mannheim und sitzt auf dem rechten Fleck".

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 13.02.2013

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