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Q 6/Q 7: Mode-Unternehmen künftig nicht mehr Center-Manager und Anker-Mieter im Stadtquartier / Aufstockung in O 5

Engelhorn und Scheidel gehen getrennte Wege

Von unserem Redaktionsmitglied Roger Scholl

Das neue Stadtquartier Q 6/Q 7, hier von P 6 aus gesehen: Engelhorn wird dort in Zukunft nun doch keine Filiale betreiben.

©  ZG

Diese Nachricht schlägt im Mannheimer Handel - und weit darüber hinaus - ein wie eine Bombe: Engelhorn und Diringer & Scheidel gehen nach Informationen des "Mannheimer Morgen" in Zukunft getrennte Wege. Der "Platzhirsch" des City-Handels schlechthin und seine Tochtergesellschaft ECM ist damit wohl raus aus dem einst gemeinsamen Projekt Q 6/Q 7, er soll künftig weder für die Mietersuche des neuen Stadtquartiers, noch für das Center-Management dort verantwortlich sein. Ja selbst als Ankermieter der Ladenflächen - eine Filiale des Bekleidungshauses sollte sich über zwei Etagen erstrecken - zieht sich Engelhorn, so war zu hören, zurück. Über die Gründe der Trennung ließen beide Seiten gestern in einer gemeinsamen Erklärung Folgendes verlauten: Engelhorn habe sich entschlossen, sich auf eigene Flächen zu konzentrieren und sein Haupthaus O 5 um zwei Etagen aufstocken: Diringer & Scheidel werde Bau und Entwicklung des 300-Millionen-Euro-Projekts nach den bekannten Konzepten und mit neuen Center-Management-Partnern weiter vorantreiben.

Von Beginn an Partner

Um die Tragweite dieser Entwicklung zu ermessen, muss man zurück in die Vergangenheit schauen: Schon Anfang der 90er Jahre hat sich Heinz Scheidel, das hat er vor dem Baubeginn des Großprojekts imSommer 2012 selbst gegenüber dem "MM" erklärt, mit dem "Filetstück" Q 6 beschäftigt. Spätestens als diese Gedanken konkreter wurden, etwa um das Jahr 2006, stand Richard Engelhorn, sein Freund und Nachbar, an seiner Seite. Die Vision damals: Diringer & Scheidel kauft der Stadt das Parkhaus-Grundstück  ab, man will hier, quasi in Verlängerung zum "goldenen Dreieck" auf den Planken, kein Einkaufszentrum entwickeln - es soll mehr sein, viel mehr: ein ganzes Stadtquartier, mit Läden und Wohnungen, Parkgaragen und Praxen, mit Lokalen, Fitness-Oasen und einem Innenstadt-Hotel.

Die Rollen dabei waren klar verteilt: Diringer & Scheidel trat als Investor und Bauherr auf, Engelhorn sollte über seine eigens dafür gegründete Tochter die Akquise der Mieter und das Center-Management übernehmen. Dass das Mannheimer Traditions-Unternehmen selbst als Ankermieter auf zwei Etagen im neuen Haus vertreten sein sollte, war die logische Konsequenz aus dieser Partnerschaft. Eine interessante Verbindung zweier "Lokal-Matadore" übrigens, die der Stadtspitze unter dem damaligen Oberbürgermeister Gerhard Widder ein "Ja" zum Verkauf des Grundstücks Q 6 deutlich erleichterte.

Jetzt also die Trennung. Was letztlich den Ausschlag dafür gab, auseinanderzugehen, darüber kann man nur mutmaßen. Wie dem auch sei: Bei Branchenkennern hieß es schon seit geraumer Zeit, die Konstellation, dass ein Handelsunternehmen als wichtigster Mieter und gleichzeitig als Center-Manager agiere, sei "etwas schwierig". Man müsse sich das so vorstellen, als wäre Mercedes in einem riesigen neuen Auto-Haus der größte Mieter und hätte gleichzeitig BMW, Audi und Ferrari davon zu überzeugen, in ein Objekt unter seiner Federführung einzuziehen.

Das Objekt "Stadtquartier Q 6/Q 7" sei, so hat der "MM" erfahren, auf dem Markt in der Center-Management-Branche, es wird konkret mit Branchen-Primus ECE in Verbindung gebracht. Auf eine diesbezügliche Anfrage des "MM" hieß es bei dem Hamburger Unternehmen gestern, man kommentiere "derartige Marktgerüchte" grundsätzlich nicht. Die ECE managt derzeit 185 Einkaufs-Center, darunter die Rhein-Galerie in Ludwigshafen oder das Viernheimer Rhein-Neckar-Zentrum. Man hat in 16 Ländern 17 500 Mieter zu betreuen, die zusammen über sechs Millionen Quadratmeter Fläche belegen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 08.02.2013

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