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Neonazi-Vorwürfe: Stadt Mannheim und fristlos entlassener Mitarbeiter ohne Erfolg beim Gütetermin

Erzieher: Bin kein Neonazi

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 17.06.2014

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Lübke

Das Kinderhaus Friedrich-Ebert auf dem Waldhof. Hier arbeitete der Erzieher, der ein Neonazi und Hooligan sein soll, bis zu seiner fristlosen Kündigung.

© Prosswitz

20 Minuten waren angesetzt, 40 Minuten hat der Termin gedauert, dann war klar: Die Stadt Mannheim und ein fristlos entlassener Erzieher einigen sich nicht vor dem Arbeitsgericht in Mannheim. Nun folgt dem Gütetermin von gestern ein Kammertermin, voraussichtlich im September.

Der 25-jährige Erzieher soll ein Neonazi und gewaltbereiter Hooligan sein. Er war nach Bekanntwerden der Vorwürfe Anfang Mai etwa drei Wochen später fristlos aus seiner Beschäftigung als Erzieher im Kinderhaus Friedrich-Ebert auf dem Waldhof entlassen worden.

"Ich bin kein Neonazi. Mir ist das alles rätselhaft. Ich habe mir nie während der Arbeit etwas zuschulden kommen lassen", sagte der 25-Jährige gestern beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht. Er erläuterte, dass er seit September 2010 als Erzieher für die Stadt gearbeitet und davor sein Praktikumsjahr dort absolviert habe. Der junge Mann war gestern vor Gericht ohne seinen Anwalt erschienen. Dieser war von 2006 bis 2008 Vorsitzender des Mietervereins Mannheim. Er hat sich im sächsischen Thum niedergelassen und kämpft zurzeit um seine Zulassung als Anwalt vor dem Bundesgerichtshof (wir berichteten).

Anwalt sieht Beweise im Internet

Wegen des laufenden Zulassungs-Verfahrens seines Anwalts, der auch sein Vater ist, hat der Erzieher noch einmal selbst Klage beim Gericht gegen die Kündigung eingereicht.

Der Rechtsanwalt der Stadt Mannheim verwies auf mehrere Fundstellen im Internet, die einen Neonazi-Hintergrund erhärten würden. Auch brachte der Anwalt einige Beispiele aus dem direkten Umgang mit den Kindern im Kinderhaus auf dem Waldhof. So hätte der Erzieher mit Hortkindern eine Straßenkampf-Szene mit Lego nachbauen lassen und dabei eine Blutspur gelegt, was er als "entlarvend" bezeichnete.

Weiter nannte der Anwalt der Stadt die Teilnahme des Erziehers an einer NPD-Kundgebung in Pirmasens mit anschließendem Grillfest; laut Anwalt wurden bei der Kundgebung rassistische und rechtsextreme Verlautbarungen verkündet, darunter solche Formulierungen wie "Ausländer als Sozialschmarotzer". Der Erzieher sei dabei an vorderster Front zu sehen gewesen und habe ein entsprechendes Transparent hochgehalten. "Arbeitskollegen haben ihn auf dem Video identifiziert", sagte der Anwalt weiter.

Außerdem habe der Erzieher beim SV Waldhof Stadionverbot bekommen, nachdem die rechtsextreme Gesinnung bekanntgeworden sei. Dies habe laut Anwalt der SV Waldhof bestätigt. Er führte zudem Facebook-Profile des Erziehers an. Darin seien Verlinkungen, also Weiterleitungen, auf Internetseiten zu finden, die "einen klaren neonazistischen Hintergrund" hätten. Der Anwalt: "Er ist der rechtsradikalen Neonazi-Szene zugehörig und das rechtfertigt die Kündigung."

Voraussichtlich im September wird es zu einem erneuten Termin vor Gericht kommen. Bis dahin müssen der Anwalt der Stadt und der entlassene Erzieher ihre Beweise nochmals zusammenstellen und dem Gericht vorlegen.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 17.06.2014

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