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Umweltzone: Im kommenden Jahr dürfen nur noch Autos mit grüner Plakette in die City / Jedes zehnte Mannheimer Kfz betroffen

Fahrverbot für „gelb“ ab 1. Januar 2013

Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid

Die Umweltzone (Bilder oben) seit März 2008 (l.) und seit 1. Januar 2012 (r.). Unten ein Beispiel für die Zonenbeschilderung ab 1. Januar 2013.

©  Tröster
© Troester
© Troester

Gerade noch vier Wochen, dann dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette in die Umweltzone in der Innenstadt hineinfahren. Neben dem Dieselruß sollen durch die zusätzlichen Fahrverbote jetzt auch Stickoxide in der Luft spürbar verringert werden. Die Verbote gelten in allen Umweltzonen des Landes Baden-Württemberg und bundesweit. Allein in Mannheim sind etwa 11 000 zugelassene Alt-Fahrzeuge mit gelber Plakette von der Regelung betroffen (davon 2370 innerhalb der Umweltzone angemeldet).

Bereits seit 1. Januar dieses Jahres müssen Autos mit roter Plakette "draußen bleiben" - dies sind in Mannheim etwa 4000 Kfz. Bei rund 150 000 zugelassenen Kraftfahrzeugen in Mannheim fallen damit insgesamt rund zehn Prozent des Kfz-Bestandes unter die Fahrverbots-Verordnung. "Wir stehen vor dem bisher gravierendsten Eingriff", sagt Josef Krah vom Rathaus-Fachbereich Baurecht und Umweltschutz über den bevorstehenden Schnitt für alle Autos mit gelber Plakette.

Umweltzonen "ein Erfolg"

Anders als bei den Kraftfahrzeugen ohne oder mit roter Plakette sind diesmal zum Jahreswechsel eine ganze Reihe von Fahrzeugen betroffen, die zwar nicht mehr neuwertig sind, aber doch gut dastehen und vom wirtschaftlichen Standpunkt her noch eine ganze Weile weiterbetrieben werden könnten. Ausnahmegenehmigungen werden nur selten erteilt - in derzeit etwa 100 Fällen. Denn: "Die bisherigen Fahrverbote haben einiges gebracht", so Krah. Bei den Autos, die gar keine Plakette zugeteilt bekommen haben, sind die Zulassungszahlen stark zurückgegangen, Gleiches gilt für die Kfz mit roter Plakette. "Ein Erfolg", wertet Krah diese Entwicklung. Landesweite Untersuchungen hätten demnach gezeigt, dass seit Einführung der Umweltzonen die Belastung durch Feinstaub um etwa 15 Prozent zurückgegangen sei. Dies entspricht in Stuttgart etwa zwölf Tonnen der krebserregenden Kleinst-Teilchen PM 10, die hauptsächlich bei Selbstzündern anfallen, in Mannheim sind es schätzungsweise sieben Tonnen Dieselruß weniger im Jahr.

Der ADAC hält allerdings nach wie vor dagegen: Die Wirkung der Umweltzonen sei gering, der bürokratische und finanzielle Aufwand für die Zonenbeschilderung und die Kennzeichnung der Fahrzeuge mit Plaketten stehe in keinem Verhältnis zum Ertrag. Ein Vergleich der Luftqualität in Städten mit und ohne Umweltzone habe zudem keine relevanten Unterschiede ergeben. Andreas Hölzel, Pressesprecher des Automobilclubs in München: "Wir glauben nicht, dass sich durch die neuen Verbote in Mannheim irgendetwas Wesentliches ändert." Phasen mit höherer und niedrigerer Schadstoffbelastung würden seit der Einführung der Fahrverbote genauso wie in der Zeit vorher registriert, so der ADAC.

Seit 2005 gelten EU-weit strenge Grenzwerte für Feinstaub und seit Anfang 2010 auch für die nicht minder gefährlichen Stickoxide. Die Feinstaub-Grenzwerte wurden in Mannheim allerdings seit einiger Zeit nicht mehr überschritten, ebenso die Obergrenze des Ein-Stunden-Mittelwerts für Stickoxide. Deutlich zu hoch, so Josef Krah, sei indes der Stickoxid-Jahresmittelwert in der Quadratestadt. Umweltschützer wie der Geschäftsführer des Umweltforums, Oliver Decken, appellieren daher: "Wer Rad fährt oder die Bahn nimmt, verursacht erst gar keine Belastung!"

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 05.12.2012

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