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Forschung: Suche nach Ursache bei Nierenschädigung

Folgen von Diabetes auf der Spur

Schon in ihrer Doktorarbeit hat sich die angehende Nephrologin Sibylle Hauske (Bild) mit Nierenschädigungen beschäftigt, die von der Zuckerkrankheit herrühren. Dem Thema diabetische Nephropathie und ihre Ursachen hat die Assistenzärztin an der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim auch ihre Habilitation gewidmet. Ihr Forschungsprojekt fördert die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung - eine der größten Stiftungen in Deutschland - mit mehr als 140 000 Euro.

Schützende Effekte

Der Diabetes mellitus gilt als weltweit häufigste Stoffwechselstörung. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann auch folgenschwere Auswirkungen auf die Nierenfunktion entwickeln - bis hin zum kompletten Versagen des wichtigen Filterorgans. Bei der diabetesbedingten Nierenschädigung gibt es bislang keine ursächliche Behandlung, nur die Linderung der Symptome. Die junge Medizinerin erforscht die Rolle eines kleinen, in der Nahrung vorkommenden Proteins, das aus nur zwei Aminosäuren besteht und im Organismus schützende Effekte entwickeln kann - nämlich das sogenannte L-Carnosin, das auch in der Anti-Aging-Medizin von sich reden macht. Mittels Mausmodell soll herausgefunden werden, über welche molekularen Mechanismen L-Carnosin in der Lage ist, Nierenzellen zu schützen - und ob sich daraus womöglich neue therapeutische Ansätze ableiten lassen. wam

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 14.02.2013

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