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Verkehr: Stadt stellt erneuerte Bismarckstraße offiziell vor / Bislang kaum Probleme mit Verkehrsfluss / Einschränkung durch Bahnen

Freie Fahrt für Radfahrer

Von unserem Redaktionsmitglied Heiko Brohm

Probefahrt auf der neuen Bismarckstraße: Landesverkehrsminister Winfried Hermann (vorne, weißer Helm) und rechts daneben Oberbürgermeister Peter Kurz gestern Mittag, gefolgt von weiteren "Proberadlern".

© Tröster

Es war eine der umstrittensten Mannheimer Baumaßnahmen in den vergangenen Jahren: Gestern hat die Stadt zusammen mit Landesverkehrsminister Winfried Hermann die Fahrradspuren auf der Bismarckstraße offiziell vorgestellt. Fünf Millionen Euro hat der Umbau der Straße gekostet, dabei hat die 1,5 Kilometer lange Straße auf beiden Seiten eine Radspur bekommen.

"Das war ein nicht ganz so leichtgängiger Beschluss", sagte Oberbürgermeister Peter Kurz in seiner Rede bei einem kleinen Festakt vor dem Schloss. Der Gemeinderat hatte den Umbau der Straße mit einer Stimme Mehrheit entschieden, vorausgegangen waren jahrelange politische Debatten. Streitpunkt war stets die Frage, inwieweit der Autoverkehr unter den Radspuren leiden muss.

Das sei eine "berechtigte politische Diskussion" gewesen, sagte Kurz. Er verwies aber auch auf die damals erstellten Computersimulationen, die sich bislang als richtig erwiesen. Demnach werde der Autoverkehr durch den Umbau der Bismarckstraße nur leicht verzögert und an einigen Stellen durch die neue Verkehrsführung sogar beschleunigt. "Wir haben noch keine endgültigen Erfahrungen, aber die wesentlichen Prognosen sind eingetroffen", sagte Kurz.

Die neu gestaltete Bismarckstraße

  • Die neu gestaltete Bismarckstraße hat auf beiden Seiten eine Radspur. Teilweise ist sie zu einer drei Meter breiten "Umweltspur" erweitert, die auch Busse nutzen dürfen.
  • Autos können nach wie vor rechts von der Bismarckstraße abbiegen, sie müssen die Rad- oder Umweltspur dafür an den gekennzeichneten Stellen queren. Für Autofahrer ist durch den Umbau der Straße an mehreren Stellen eine Spur weggefallen.

Die Bauarbeiten sind seit Ende 2016 fertiggestellt, die endgültige Markierung der Fahrbahn folgte allerdings erst in den vergangenen Tagen. Auf dem Teilstück in Richtung Parkring ist sie immer noch nicht abgeschlossen, laut einem Stadtsprecher hat die Witterung die beauftragte Firma behindert.

"Grundsätzlich positiv"

Skeptisch bis ablehnend standen dem Umbau der Bismarckstraße in der Vergangenheit besonders auch Vertreter des Mannheimer Einzelhandels gegenüber. Gestern nun wollten alle Anwesenden bei der Feier vor dem Schloss dem Verkehrsprojekt eine Chance geben. "Das war eine demokratische Entscheidung, wir sehen das grundsätzlich positiv", sagte Manfred Schnabel, Präsident des Einzelhandelsverbands - "und wir hoffen natürlich, dass der Fluss des Autoverkehrs nicht beeinträchtigt wird", ergänzte er. Das habe die Stadt vorher zugesagt, und darauf setze man.

"Wir hoffen sehr, dass das alles funktioniert", sagte auch Lutz Pauels von der Webegemeinschaft Mannheim City. Wie Schnabel wies er darauf hin, dass man den Verkehrsfluss noch nicht wirklich beurteilen könne. Durch den Umbau der Planken fahren bis November mehr Straßenbahnen durch die Bismarckstraße. Wenn diese vor dem Schloss in die verlängerte Breite Straße abbiegen, behindern sie den Verkehr - mit den Radwegen hat das nichts zu tun.

Verkehrsminister Hermann lobte den Umbau der Straße, "das ist großartig, wie die Stadt Mannheim hier gesagt hat, wir wollen den Radverkehr nach vorne bringen". Auch die Markierung einer Fahrspur auf der Straße statt eines festen Radwegs verteidigte er. Autofahrer müssten lernen, Raum abzugeben. Wenn alle Radler ebenfalls Auto fahren würden, seien die Staus noch länger, so der Grünen-Politiker. Ein Geschenk für Mannheim hatte er auch dabei: Die Feiern zu 200 Jahre Fahrrad fördert das Land mit 119 000 Euro.

Für die Universität begrüßte der Prorektor Thomas Puhl den Umbau der Straße. "Das ist ein großer Zugewinn für die Universität", sagte Puhl. Schließlich seien viele Studenten mit dem Rad unterwegs und nutzen es auch, um zwischen den verschiedenen Uni-Gebäuden zu pendeln, die entlang der Bismarckstraße liegen.

Den Umbau hatte der Gemeinderat 2014 mit Stimmen von SPD, Grünen, Linken und der des Oberbürgermeisters beschlossen. Entstanden sind nicht nur die Rad- und Busspuren. Auch neue Ampelanlagen, Bushaltestellen und ein ebenerdiger Fußgängerübergang vor dem Hauptbahnhof wurden gebaut. Von den fünf Millionen Euro bezahlte die Stadt 3,5 Millionen, 1,5 Millionen kamen vom Land und vom Bund.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 21.03.2017

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