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Hochschule: Die Studierenden vom Team Delta Racing präsentieren gleich zwei neue Rennwagen

Für die neue Rennsaison gerüstet

Archiv-Artikel vom Freitag, den 17.07.2015

Von unserem Mitarbeiter Bernhard Haas

Noch bis zur letzten Sekunde hat der Projektleiter des Elektroautos, Sascha Gaberdiel, elektronische Teile eingebaut.

© has

Das Logo des Hauptsponsors wird von Robin Finzer zurechtgeschnitten und auf den Heckflügel aufgeklebt.

© Has

Noch bis zwei Stunden vor dem offiziellen Rollout wird geschraubt, getüftelt und geklebt. Das Team Delta Racing, alles Studenten der Hochschule Mannheim, präsentiert auch in dieser Saison zwei neue Rennwagen, um zum sechsten Mal an der Formula Student teilzunehmen.

"Wir wollen mit den neuen Autos wieder an die Erfolge anknüpfen, die wir in den letzten Jahren bei Wettbewerben in Italien und Tschechien hatten", erklärt Marcel Erné. Mit dem Fahrzeug mit der nüchternen Bezeichnung DR15-C stellen die Studierenden ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor vor. "Wir haben die Aerodynamik nach Versuchen in unserem Windkanal deutlich verbessert", erzählt Erné. Auch der Antrieb sei verbessert worden, um der Konkurrenz einmal mehr davonzufahren. "Dabei konnten wir auf den Vorgängerfahrzeugen aus den vergangenen Jahren aufbauen und einige Verbesserungen vornehmen", weiß der Student zu berichten. Gerade schneidet Robin Finzer das Logo des Hauptsponsors KTM aus, um es auf den Heckflügel aufzukleben.

Mit Herzblut dabei

"Im letzten Jahr war ich noch Projektleiter. In diesem Jahr helfe ich den Jungs, wo ich kann. Ein solches Projekt lässt einem doch keine Ruhe. Da will man immer mitmachen", so Finzer. Und auch Erné meinte ein wenig traurig: "Auch für mich heißt es in diesem Jahr, Abschied zu nehmen. Das ist meine letzte Saison." In der Freizeit haben die Studenten die Autos konstruiert. Die Teile sind oft Einzelanfertigungen. Der Heckflügel des Autos mit Verbrennungsmotor besteht aus Pappelholz, weil das etwas leichter ist als Karbon.

Dieses Karbon haben die Konstrukteure in ihr Elektroauto mit der amtlichen Bezeichnung "DR 15-E" eingebaut. Der Rahmen besteht allerdings aus zusammengeschweißten Rohren. "Das ist günstiger als Karbon", berichtet Projektleiter Sascha Gaberdiel. Auch bei diesem Fahrzeug wurde die Aerodynamik völlig neu gestaltet. Die Batterie und die Steuerung wurden ebenfalls neu konstruiert. Die anderen Baugruppen wurden gegenüber den Vorgängerfahrzeugen optimiert.

Das gesamte Projekt sei eine Herausforderung gewesen, weil alle Studenten interdisziplinär zusammenarbeiten mussten. Gaberdiel sagte: "Alle Fakultäten der Hochschule waren beteiligt, vom Techniker bis zum Elektroniker." Das sei wie in einem richtigen Wirtschaftsunternehmen gewesen. Jeder hätte seine Ideen einbringen können. Schließlich sei alles optimiert worden - und am Ende kamen zwei neue Autos heraus. Innerhalb eines Jahres haben die Studierenden die beiden Prototypen entworfen, konstruiert und aufgebaut. Das gesamte Team musste sich selbstständig um alle Bereiche kümmern. Dazu gehörten Organisation, Finanzierung und Vermarktung. Vor allem das Zeitmanagement sei eine Herausforderung, sagt Gaberdiel. Bis manches Teil gefertigt war, habe es eben immer wieder länger gedauert als geplant. Das war wahrscheinlich der Grund, warum an den Boliden noch bis zuletzt geschraubt wurde.

Internationale Wettbewerbe

"In den Autos steckt unheimlich viel Herzblut. Jetzt sind wir auf die anstehenden Rennen sehr gespannt", so Gaberdiel. Zwischen 50 und 60 Studierende hätten sich an dem Projekt beteiligt. "Das ist wenig im Vergleich zu anderen Universitäten", meinte Erné. In Deutschland gäbe es mittlerweile zahlreiche Teams, die solche Rennboliden entwickeln.

Am 16. August gibt es übrigens ganztags im Benjamin-Franklin-Village öffentliche Testfahrten mit einem bunten Rahmenprogramm auf dem Platz der Freiheit. "Da darf jeder kommen und zuschauen", macht Erné ein wenig Reklame um Zuschauer aus der gesamten Region.

Vom 3. bis 9 September findet die Formula Student Czech Republik on Polyon Most für Autos mit Elektroantrieb und vom 11. bis 14 September die Formula Student Italy für Verbrennungsmotoren auf dem Ricardo Pallett Circuit in Varano de Melegarie statt.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 17.07.2015

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