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Das Wetter des Monats: Der November zeigte ziemlich trüb mit nur wenigen Sonnenstunden seinen natürlichen Charakter / Trotzdem eine passable Bilanz

Herbst verweht im Mittelmaß

Von unserem Redaktionsmitglied Susanne Räuchle

Wie im Fluge vergeht draußen die trübe Herbststimmung: Mit dem Drachen an der Leine vergnügten sich Kinder schon im 18. Jahrhundert, ein zeitloser Zeitvertreib mit steigender Tendenz.

© dpa

Nicht zu warm, nicht zu kalt, auch nicht zu feucht und schon gar nicht zu sonnig - eigentlich ein Durchschnittskandidat, ein ganz normaler November ohne großes stürmisches Temperament und sehr zurückhaltend mit seiner positiven Ausstrahlung: Mit 49,8 Sonnenstunden lag dieser Monat unterm normalen Niveau, erreichte nur 90 Prozent und stimmte also ganz schön trüb auf den Novemberblues ein.

Bernd Fischer, meteorologischer Experte an der Wetterstation Mannheim, kann in der Rückschau auf die vergangenen vier Wochen keine Extreme bieten, Sandy hielt zwar die Welt in Atem, aber auf lokaler Ebene blieb das ganz große Gebläse vollkommen aus. Mit einer Windspitze von 50 Stundenkilometer kam lediglich eine frische bis starke Brise ins Land, gerade genug jedenfalls für ein vergnügliches Lenkungsmanöver auf freiem Feld mit bunten Drachen. Ein Manöver, wie es bereits seit Beginn des 18. Jahrhunderts in deutschen Landen steigt, schon damals lockte das Kinderspielzeug an der langen Leine die Stubenhocker nach draußen auf die Stoppelfelder.

Das Wetter an Sankt Kathrein

Informationen zum Luftdruck in der Quadratestadt und in der Region und zu historischen Daten geben die Experten von der für Mannheim zuständigen Regionalzentrale in Stuttgart unter der Telefonnummer 0711/9 55 20.

Die Wetter-Warte zog im Jahre 1975 von der Gartenstadt an den Rand des Ortsteils Vogelstang am Köthener Weg. Damals wurde auch das Aufgabengebiet erweitert und sie war rund um die Uhr besetzt.

1996 wurde die Warte in eine Wetterstation umgewandelt. Die Wetterberatung ging Ende vergangenen Jahres an die Regionalzentrale in Stuttgart über.

Der kalendarische Herbst begann in diesem Jahr am 22. September um 16.49 Uhr. Der Winter startet am 21. Dezember, 12.11 Uhr. Die Wetterexperten rechnen einfacher. Für sie dauert der meteorologische Herbst von September bis Ende November.

Die Temperatur lag mit 6, 6 Grad über dem langjährigen Mittel, das liegt bei doch sehr unterkühlten 5,2 Grad. Aber alles hält sich in Grenzen, schließlich erreichte man 1994 mit 8,9 Grad im Schnitt doch ein fast schon unnatürlich zu nennendes Temperaturhoch. Allerdings konnte man am 25. November 2012 dann doch noch mal fast kurzärmelig einen Spaziergang unternehmen, mit 16,3 Grad war ein überaus lauer November-Spitzenwert erreicht, es gab jedoch auch schon ein Herbstfinale mit beachtlichen 16,7 Grad - also auch in dieser Hinsicht kein Rekord.

"Wie das Wetter an Sankt Kathrein, wird es den ganzen Winter sein", diese Prophezeiung zum 25. November steht zwar als Bauernregel fest, doch darauf ist - dem Himmel sei dank - kein Verlass. Der Klimawandel hält sich an andere Spielregeln. Aber so gewisse Verschiebungen ins Plus ließen sich tendenzmäßig in den letzten Jahren durchaus beobachten, so Fischer. Und ein "zu warmes Jahr 2012" zeichnet sich schon jetzt ab.

Vor allem ein sehr trockenes. Obwohl es in den vergangenen vier Wochen schon mal kräftig gegossen hat. 64,5 Liter pro Quadratmeter, das ist für den November ganz schön wässerig. Aber irgendwie saßen übers Jahr die Stöpsel doch ziemlich fest: Einen Monat vor Jahresschluss liegt der Regen-Durchschnittswert noch weit im Minus. Es müsste jetzt im Dezember wie aus Kübeln schütten, um die Bilanz positiv zu durchfeuchten. 140 Liter pro Quadratmeter wären gefordert - und das schafft kein Dezember, so Fischer. Das Ergebnis von 1965 mit 113 Litern ist nicht zu toppen. Die Folgen solcher Sturzbäche sind bekannt. Nach Regenfällen vor Weihnachten steigen die Pegel der Flüsse an, was zu dem berühmten Adventswasser führen kann, eine meteorologische Erscheinung, die von Binnenschiffern nicht gerade als schöne Bescherung wahrgenommen wird.

Aber im Großen und Ganzen ein passabler Herbst, der meteorologisch gesehen von September bis November gerechnet wird: Mit immerhin 418,6 Sonnenstunden kämpfte er doch ganz erfolgreich gegen die Tristesse an, kein Vergleich zwar zum Jahr 1959, als 512 sagenhafte Sonnenstunden jede Trübsal wegbeamten. Aber wie notierte schon Karl Valentin: Früher war die Zukunft auch besser.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 04.12.2012

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