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Politischer Aschermittwoch: SPD kritisiert Konversions-Kritiker / ML keilt gegen Buga, Linkspartei spricht über eigene Relevanz

Heringe, Kabarett und Politik

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 14.02.2013

Von unserem Redaktionsmitglied Justin Pietsch

Schlagfertig auf Kurpfälzisch: Kabarettist Arnim Töpel begeisterte bei den Sozialdemokraten mit sprachlicher Eleganz.

© jup

De Günda sagt: "Politisches Kabarett ist nicht meine Welt." Trotzdem steht er hier auf der Bühne, im großen Saal im AWO-Haus, und soll unterhalten. Das tut der Kabarettist Arnim Töpel mit seinem kurpfälzischen alter ego, de Günda: Er steigt ein mit einem Aschermittwochs-Song, flachst über den Kurpfälzer Dialekt, und schließlich wird dann doch humorvoll das Politische durchschimmern.

Es ist politischer Aschermittwoch der Senioren-SPD, es gab gerade Heringe und Kartoffeln, und es ist gut, dass de Günda da ist. Sonst wäre es ziemlich leer auf der Bühne: Landtagsmitglied Helen Heberer und Bundestagsmitglied Stefan Rebmann mussten ihren Auftritt wegen Krankheit absagen. Also tut Arnim Töpel, was er kann: Menschen zum Lachen bringen: "Heute werden andere Anforderungen an Kinder gestellt", sagt er. Einschulungen seien mittlerweile wie Bundespressekonferenzen: "Pro Kind fünf Kameras."

Richtig politisch wird es mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Wolfgang Katzmarek, der für seine Kollegen in die Bütt steigt. Er zieht her über Betreuungsgeld ("Herdprämie"), Energiewende ("ohne Konzept"), Euro-Rettungspolitik oder Arbeitsmarkt. Sein Tenor: Die SPD sei die solidarische Partei, im Gegensatz zu CDU oder FDP. Und dann sind da noch die Rücktritte. Guttenberg, Wulff, Schavan - alle weg. Süffisant bemerkt Katzmarek: "Und wenn man jetzt überlegt, warum der Papst zurückgetreten ist, könnte man vermuten, Frau Merkel hätte ihm ihr Vertrauen ausgesprochen." Zur Debatte um Konversion und Bundesgartenschau mahnt Katzmarek Kritiker, sich konstruktiv zu beteiligen. Es gehe darum, positive Ideen einzubringen - statt nur "nein" zu sagen.

Die Bürger würden aber gar nicht beteiligt, verlautet es dagegen von der Mannheimer Liste (ML). So sei der Vorschlag der ML zur Bundesgartenschau abgeschmettert worden, ohne dass darüber diskutieren worden sei, sagt Holger Schmid nach seiner Begrüßungsrede im Betriebsrestaurant der Inter Versicherungsgruppe. "Das ist aus unserer Sicht eine einzige Farce." Viele Mannheimer Stadträdte müssten sich die Frage stellen, ob sie noch die Wünsche der Mannheimer verträten. Dann überlässt er Prof. Dr. Alfried Wieczorek das Wort. Der spricht zum Thema "Wem gehört das kulturelle Erbe der Menschheit?" Es ist ein ausführlicher Vortrag des Generaldirektors der Reiss-Engelhorn-Museen, in dem er unter anderem fordert, dass die Rückgabe von Kulturgütern auf nachweislich geraubtes oder illegales Kulturgut beschränkt werden müsse.

"Die einzige echte Opposition"

Der Mannheimer Stadtrat und Linken-Kreissprecher Thomas Trüper thematisiert im Bürgerhaus Neckarstadt-West die Situation der eigenen Partei. "Die Linke spielt in der deutschen Demokratie eine unentbehrliche Rolle", erklärt er. In vielen Fragen sei sie die einzige echte Oppositionspartei im Bundestag, etwa im Hinblick auf die Militärpolitik. "Da haben die Linken ein Alleinstellungsmerkmal." Michael Schlecht, Mitglied des Bundestages, legt in seiner Rede den Schwerpunkt auf die Finanzpolitik und bekräftigt unter anderem die Forderung nach einer Reichensteuer.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 14.02.2013

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