Die Führung des NTM ist Thema des "MM"-Bürgerforums.
© Rinderspacher
Seit Wochen wird darüber gestritten, jetzt biegt die Diskussion über die neue Führungsstruktur des Nationaltheaters auf die Zielgerade ein. Am Mittwoch, 5. Dezember, trifft der Kulturausschuss eine Vorentscheidung, ob die Schillerbühne künftig noch eine Generalintendanz haben oder eine Gruppe aus fünf Intendanten die Geschicke des Hauses lenken wird.
Heute Abend können die Mannheimer mitdiskutieren und hören, wie die Vorstellungen zur Zukunft des Nationaltheaters aussehen. Für das "MM"-Bürgerforum im Jüdischen Gemeindezentrum (F 3, 4) haben sich fünf Männer angekündigt, die das Haus am Goetheplatz sehr gut kennen. Beginn ist 19.30 Uhr, der Eintritt frei.
Oberbürgermeister Peter Kurz hat nach dem Ausscheiden von Generalintendantin Regula Gerber eine neue Struktur entwickeln lassen. Er favorisiert eine Variante des "Stuttgarter Modells", bei dem die vier Spartenintendanten von Oper, Schauspiel, Tanz und Schnawwl in einem Direktorium mit einem geschäftsführenden Intendanten die Leitung innehaben. Die Eigenbetriebsleitung liegt dann beim geschäftsführenden Intendanten und einem Direktoriumsmitglied. Klaus Zehelein, Präsident des Deutschen Bühnenvereins, kennt dieses Modell gut - er hat in Stuttgart überaus erfolgreich damit gearbeitet. Der ehemalige NTM-Intendant Ulrich Schwab sieht diese Lösung kritisch. Er fürchtet schlichtweg die Zerstörung des Nationaltheaters. Heidelbergs Intendant Holger Schultze befürchtet, dass nicht klar ist, wer letztendlich die Verantwortung trägt. Achim Weizel, Vorsitzender der Freunde und Förderer des Nationaltheaters, glaubt, dass das Stuttgarter Modell deutlich teurer wird. Die Moderation des Abends haben Stefan M. Dettlinger und Stephan Wolf vom "Mannheimer Morgen". stew
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