DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 27.08.2016

Suchformular
 
 
Feudenheim Friedrichsfeld Innenstadt / Jungbusch Innenstadt / Jungbusch Käfertal Lindenhof Neckarau Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt West Neuostheim / Neuhermsheim Neuostheim / Neuhermsheim Oststadt / Schwetzingerstadt Oststadt / Schwetzingerstadt Rheinau / Hochstätt Sandhofen Schönau Seckenheim Vogelstang Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Wallstadt

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Gartensaal: Workshop und Vorführungen im Rahmen der Wittelsbacher-Schau

Historische Kampfkunst im barocken Schloss

Archiv-Artikel vom Montag, den 18.11.2013

Von unserer Mitarbeiterin Bettina Henkelmann

Sportlich ging's jetzt im Rahmen der Wittelsbacher Ausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen im Barockschloss beim Workshop "Historisches Fechten" zu.

©  Tröster

"Stellung! Fertig? Los!", gibt Christian Bott, Leiter der Fechtschule Krîfon in Edingen-Neckarhausen, das Gefecht frei. Zwei seiner Mitarbeiter haben sich - ausgerüstet mit Fechtmasken, Fechtjacken, Handschuhen und Schwertern - in Position begeben. Zahlreiche große und kleine Freunde historischer Fechtkunst kommen bei einem Workshop, der im Rahmen der Ausstellung "Die Wittelsbacher am Rhein" der Reiss-Engelhorn-Museen im Gartensaal des Schlosses stattfindet, voll auf ihre Kosten.

Während die 16 Teilnehmer zuvor aus Sicherheitsgründen mit Waffen aus Kunststoff geübt haben, benutzen die Profis Fechtfedern. Es sind Übungsschwerter mit biegsamen Stahlklingen und abgestumpften Spitzen. Sie werden bei Turnieren als Ersatz für die zweihändig geführten Langschwerter eingesetzt, die hauptsächlich in der Zeit vom 14. bis 16. Jahrhundert in Gebrauch waren. Beim Zweikampf kommt es nicht unbedingt auf Schnelligkeit an, sondern auf das Zusammenspiel von Abstand, Technik und Taktik und darum, im richtigen Moment den Treffer zu setzen.

"Der Linke hat den Rechten an der Schulter getroffen und der Rechte den Linken am Arm", ruft der achtjährige Nelson. Er hat eine erstaunliche Beobachtungsgabe und gehört wie sein zehnjähriger Bruder Henry zu den zahlreichen Zuschauern, die gespannt der Vorführung zusehen. Beide hätten zu gerne auch am Workshop teilgenommen, sind aber noch zu jung.

Europäischer Schwertkampf

Europäischen Schwertkampf nennt man die historische Kampfkunst, die dem mittelalterlichen und frühmodernen Fechten mit Schwertern in Europa zugrunde liegt. Die historische Schwert-Fechtkunst orientiert sich an den Quellen aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. Es war eine von feinen Techniken geprägte Kampfkunst, die in organisierten Fechtschulen und Fechtmeistern gelehrt wurde.

Im heutigen Sportfechten haben sich aus dieser Entwicklung drei Waffen erhalten: Das Florett, der Degen und der Säbel.

Schulen für Historische Fechtkunst unterrichten derzeit Interessierte von 16 Jahren an aufwärts im Gebrauch des Langen Schwertes, Rapiers, Langen Messers und Schildes.

Weitere Informationen unter "Krîfon - Schule für Historische Fechtkunst", www.krifon.de oder Telefon: 0700/574366 00. bh

Das Interesse von Menschen aller Altersgruppen am historischen Fechten sei riesengroß, bestätigt Fechtlehrer Christian Bott. "Es ist eine europäische Kampfkunst und Sportart, bei der der ganze Körper, aber auch die Konzentrationsfähigkeit trainiert wird."

Bott, der von Haus aus Historiker ist, weiß zudem viel über die Geschichte des Schwertfechtens zu berichten. Wer kennt sie nicht, die geflügelten Worte: "Einen Streit ausfechten" oder "einem anderen die Stange halten?" Sie stammen aus einer Zeit, in der bei Streitfällen vor Gericht, in denen die Schuldfrage nicht zu klären war, eine Entscheidung in Form eines sogenannten Gottesurteils ausgetragen wurde. Dabei konnten die Gegner bei einem Fechtmeister den Umgang mit dem Schwert erlernen, bevor sie zum Zweikampf antraten. Dieser musste dann nicht unbedingt mit dem Tod des anderen enden. Lag ein Kämpfer zu Boden, ergab sich und begehrte die Stange, so schob sein Sekundant eine Stange zwischen die Kämpfenden, um ihm beizustehen und die Hiebe des Gegners abzuwehren.

Anschaulich erklärt Christian Bott die historischen Zusammenhänge, geht geduldig auf die Fragen der Fechtinteressierten ein und räumt mit einigen Irrtümern auf. Etwa dem, dass die historischen Schwerter so groß und schwer waren, wie sie in Hollywood-Filmen gezeigt würde. "Langschwerter wogen etwa 1,9 Kilogramm, Fechtfedern waren etwas leichter."

© Mannheimer Morgen, Montag, 18.11.2013

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • Drucken
    • Senden
     
     
    TICKER

    Das Wetter in Mannheim

    Mannheim - Prognose für 9 Uhr

    30°

    Das Wetter am 27.8.2016 in Mannheim: sonnig
    MIN. 17°
    MAX. 35°
     

     

    PDF-Download Niki Laudas Unfall 1976

    Niki Laudas Unfall im Jahr 1976

    Die Redaktion hat im Zeitungsarchiv gestöbert und in diesem PDF "MM"-Berichte zum Unfall und der Genesung von Niki Lauda nach seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring am 1. August 1976 zusammengestellt.

    (Berichte aus dem "MM"-Archiv, Zeitraum 2. bis 24. August 1976)

     
     

    Folge einer Fehlentwicklung

    Zum Leserbrief "Sehr einfache Gleichung" von Armin Latell vom 13.8.: Herr Latell hat in seinem Leserbrief die gegenwärtige Situation der Flüchtlingskrise beschrieben. Ich habe den Namen des Briefschreibers schon oft gelesen. Immer ist der Grundtenor, dass Frau Merkel an der Situation schuld sei… [mehr]

    Morgentour

    Unterwegs durchs romantische Rheintal

    Die strahlende Sonne lässt das Rheinwasser glitzern, als die "MS Königin Silvia" am Rheinufer in Koblenz anlegt, um 142 Morgentourler an Bord zu nehmen. Schon auf der morgendlichen Busfahrt in Richtung Rheinland war man sehr gespannt auf das neue Flaggschiff der "Weißen Flotte". Und die Erwartungen… [mehr]

    "MM"-Kantine

    Träumereien zwischen zwei Musikwelten

    Außergewöhnliche Musik an einem besonderen Ort: Das Kurpfälzische Kammerorchester spielte im Foyer des "Mannheimer Morgen" in der Dudenstraße klassische und zeitgenössische Werke. Scheinbar mühelos gelang den Musikern unter der Leitung von Dirigentin Cosette Justo Valdés der Wechsel zwischen den… [mehr]

    morgenweb und fnweb führen Online-Abos ein

    Eine Investition in die Qualität

    Mannheim. Die renommierte "New York Times" aus den USA hat es im März 2011 vorgemacht, seitdem folgen auch in Deutschland immer mehr Verlage mit unterschiedlichen Bezahlmodellen im Internet. So hat zum Beispiel die "Bild-Zeitung" erst im Juni diesen Jahres ihr neues Digital-Abo-Angebot "Bild… [mehr]

    Kontakt zur Lokalredaktion

    Die Lokalredaktion erreichen Sie unter folgenden Telefonnummern:

     
    Sekretariat  
    Frau Roy 0621/392 13 18
    Frau Syring 0621/392 13 19
    Fax 0621/392 16 67
    Redakteure Stadtteilseiten  
    Mitte: Frau Philipp 0621/392 16 30
    Süd: Herr Maisch-Straub 0621/392 13 40
    Ost: Herr Jansch 0621/392 13 47
    Nord: Frau Baumgartner/Herr Busch 0621/392 13 17 / -1316
     

    Schreiben Sie uns eine E-Mail!

    Spezial

    Bauprojekte in der Mannheimer City

    Q6/Q7, Prinz-Haus, Bankpalais, Plankenumbau: Die Mannheimer City befindet sich im Umbruch. Wir fassen die Berichterstattung zu den Projekten in einem eigenen Portal zusammen. [mehr]

    Hier geht's zum Spezial!

    Brücke viel zu schmal

    Zum Kommentar "Unsinnig und gefährlich" vom 13. August: Konstantin Groß hat mit seinem Kommentar zur Brückensanierung der A 656 bei Edingen absolut Recht: Eine Fahrbahnbreite von nur 3,15 Meter auf einer Brücke - und das auch noch für die Dauer von Jahren - ist für die Verkehrsteilnehmer vor allem… [mehr]

    Rund 10.000 Jobs, Praktika und Ausbildungsplätze in Mannheim und Umgebung finden Sie hier

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR