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Anschläge in Paris I: Machtvolle Kundgebung 1000 Aufrechter bei eisigem Wind / Misston und Wohlklang bei „Die Gedanken sind frei“

„Je suis Charlie“ eint Menschen auf dem Rosengartenplatz

Archiv-Artikel vom Montag, den 12.01.2015

Von unserem Redaktionsmitglied Susanne Räuchle

Ob jung, ob alt, ob links oder rechts - bei der Solidaritätskundgebung stehen alle 1000 Menschen für Freiheit, Frieden und Freundschaft mit Frankreich ein.

© Tröster

Der Wind bläst kalt, aber das enge Zusammenstehen auf dem Rosengartenplatz wärmt und stärkt: Nahezu 1000 Menschen aus der ganzen Region, aus allen politischen Richtungen versammeln sich gestern, um nach den barbarischen Terrorakten in Frankreich bei der Demonstration "Je suis Charlie" gemeinsam ein Zeichen zu setzen gegen Gewalt, Terror und Intoleranz - und Flagge zu zeigen für die universellen Grundwerte der Demokratie im Allgemeinen und für die Meinungsfreiheit im Besonderen. Auch um zu singen: Die Marseillaise, die französische Nationalhymne, erhebt die Gemüter und setzt Gefühle frei.

Freundschaft mit Frankreich

Die Deutsch-Französische Vereinigung Rhein-Neckar hatte zusammen mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis Heidelberg zu der "Je suis Charlie"-Demonstration gerufen - und alle kamen. Michel Maugé, Vorstand der Vereinigung, begrüßte die Oberbürgermeister von Mannheim und Ludwigshafen, Dr. Peter Kurz und Dr. Eva Lohse, Politiker aller Couleur, Vertreter von Kirchen und Interessenverbänden. Auch viele der 6000 Franzosen, die in der Metropolregion leben - das ganze Spektrum der demokratischen Gesellschaft zeigte Flagge und nahm lebendigen Anteil an der Trauer des Französischen Volkes um die Terroropfer, zeigte Solidarität und Freundschaft mit dem Nachbarland.

Solidaritätskundgebung auf breiter Basis

Die Deutsch-Französische Vereinigung Rhein-Neckar hatte zeitgleich zu der Demonstration in Paris zu der Solidaritätskundgebung vor dem Rosengarten aufgerufen. Nahezu 1000 Bürger aus der Metropolregion folgten dem Aufruf.

Der Verein wurde 2013 gegründet und hat inzwischen 70 Mitglieder. Initiiert hat die Gründung Michel Maugé, ehemaliger Chef des Rosengartens wie auch als Honorarkonsul der Republik Frankreich im Ruhestand.

Die Kundgebung wurde in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis Heidelberg (200 Mitglieder) organisiert.

CDU, Die Linke, der DGB, Die Grünen, Freie Wähler und SPD unterstützten die Demonstration "Je suis Charlie".

Rund 6000 Franzosen leben in der Metropolregion. räu.

"Liberté, egalité, fraternité" - diese entscheidenden Worte der Französischen Revolution hätten sich tief eingebrannt in die Seele der Nation, so Maugé. Dieser Dreiklang sei nun gestört, "was wir erleben, ist eine Verneinung und Verachtung des Menschseins". Er hoffe, dass dieser Tag, das Zusammenstehen im Gedenken an die Toten, alle aus der Gleichgültigkeit herausreißen möge.

Oberbürgermeister Kurz verlas die Namen aller Opfer, verurteilte die grausamen und feigen Terrorakte "der im Fanatismus Verirrten, die der aberwitzigen Vorstellung anhängen, dass Gott eine Kalaschnikow braucht!" Mit "Je suis Charlie" lege man nun ein Bekenntnis für eine offene und freiheitliche Gesellschaft ab, wehre gemeinsam Angriffe auf die Grundwerte ab.

Der französische Honorarkonsul in Mannheim, Folker R. Zöller, redete ebenso einer klaren Haltung das Wort wie Peter Simon (SPD), der als Mitglied des Europaparlamentes die Vielfalt der Religionen und Nationen pries und die Einheit in dieser Vielfalt. Der Zusammenhalt gegen alle, die Unfrieden in diese Einheit hineintragen wollten, sei eine große Aufforderung.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Gerhard Schick sah in den Hunderttausenden, die gestern zur gleichen Stunde in Paris demonstrierten, einen starken Aufmarsch. Alle seien gewillt, die Freiheit zu verteidigen. CDU-Kreisvorsitzender Nikolaus Löbel stellte sich ebenso an die Seite der französischen Freunde wie ML-Fraktionschef Prof. Dr. Achim Weizel und die Vorsitzende des Deutsch-Französischen Kulturkreises Heidelberg, Dr. Erika Mursa.

Einzig Stadtrat Thomas Trüper (Linke) fand nicht zu der angemessenen Tonlage, er versuchte die Bühne für parteipolitische Statements zu missbrauchen und wurde dafür kräftig ausgepfiffen. Gemeinsam stimmte man zum Abschluss "Die Gedanken sind frei an" und fühlte sich getragen von Melodie und Text.

© Mannheimer Morgen, Montag, 12.01.2015

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