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Entscheidung im Architektenwettbewerb: Neubauentwürfe werden prämiert

Kunsthalle: Gebannter Blick auf Donnerstag

Archiv-Artikel vom Samstag, den 14.07.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Der Mitzlaff-Bau der Kunsthalle in Mannheim

Mitzlaff-Bau der Kunsthalle in Mannheim wird durch einen Neubau ersetzt.

© Prosswitz

In der nächsten Woche fällt eine Entscheidung, die das Mannheimer Stadtbild wie auch das kulturelle Angebot entscheidend verändert: Am Donnerstag kürt das Preisgericht die Preisträger des Internationalen Architektenwettbewerbs für den Neubau der Kunsthalle - ein Tag, den nicht nur Kulturinteressierte mit großer Spannung erwarten.

Schon vor ihrem ersten Arbeitstag, dem 2. Januar 2009, hat Kunsthallendirektorin Dr. Ulrike Lorenz darauf hingearbeitet. Bereits in ihrem Vorstellungsgesprächen und gleich nach Amtsantritt plädierte sie für einen Neubau anstelle des 1983 nach Plänen des Architekten Mitzlaff errichteten Anbaus.

Bei mehreren Diskussionsabenden machte sie deutlich, dass sie ihn nicht nur "städtebaulich und ästhetisch wenig gelungen" findet. Entscheidend sei, dass die Kunsthalle in Energiekosten ersticke und für die nicht klimatisierten, sicherheitstechnisch und baulich völlig veralteten Räume nie mehr attraktive Leihgaben und damit keine große Ausstellungen bekomme. Wegen der vom Bunker eindringenden Feuchtigkeit helfe auch keine Sanierung.

Der Zeitplan zum Neubau

Am 18./19. Juli tagt das Preisgericht. Es gibt am 19. Juli um 17 Uhr seine Entscheidung bekannt.

Ab 21. Juli läuft in der Kunsthalle die Ausstellung, die dem Publikum die Entwurfsmodelle vorstellt.

Im Herbst soll im Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern entschieden werden, was genau gebaut wird. 2013 läuft die Detailplanung.

Im April 2014 ist der Abriss von Mitzlaff-Bau und Tiefbunker geplant, Anfang 2017 die Eröffnung des Neubaus. pwr

Das bestätigte eine Machbarkeitsstudie im Mai 2011, die "erhebliche bauliche Mängel" offenbarte. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz fand es daher "am sinnvollsten, ein nachhaltiges Projekt zu verfolgen" - sprich einen Neubau. Schon im Juli 2011 konnte er stolz verkünden, dass SAP-Mitgründer Dr. Hans-Werner Hector und seine Frau Josephine mit einer Spende von 50 Millionen Euro einen Neubau ermöglichen. Noch im gleichen Monat fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss.

Große Geheimhaltung

Im Februar diesen Jahres wurde der Architektenwettbewerb gestartet. 30 Büros sollten sich beteiligen - eines schied vor 14 Tagen aus, "aus Krankheitsgründen", wie es hieß. Drei Monate hatten die Planer Zeit, im Juni gingen ihre Einsendungen nach Düsseldorf, zu einem mit der Vorprüfung beauftragten Planungsbüro. Anfang nächster Woche werden die Pläne und Modelle im Maßstab 1 : 500 nach Mannheim in die Kunsthalle gebracht. Acht Fachpreisrichter (renommierte Architekten) und sieben Sachpreisrichter (darunter Kurz, Lorenz, der Stifter und Stadträte) gehen dann zwei Tage in Klausur, um sich mit den Entwürfen zu befassen. Das alles ist streng geheim; die Mitarbeiter der Kunsthalle mussten Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnen. Selbst Jurymitglieder wurden verdonnert, ihre Handys auszuschalten und über die Beratungen nichts nach außen dringen zu lassen - so streng sind die Regeln bei solchen Wettbewerben. Ohnehin weiß das Preisgericht nicht, über wessen Ideen es diskutiert - alle Pläne mussten anonym eingereicht werden; tragen nur Nummern, keine Namen.

Drei Preisträger wird es vermutlich geben. "Es heißt nicht automatisch, dass der erste Preis gebaut wird", stellt Lorenz klar. Doch anhand der genauen Begründungen der Jury, die Vor- und Nachteile der Modelle aufzeige, gehe man dann im Herbst in das sogenannte "Verhandlungsverfahren". Da werde man dann mit den Architekten "sehr tiefgehend prüfen, ob und wie sich das Raumprogramm realisieren lässt. Man mache eine "tiefe Kostengegenprüfung" hinsichtlich der vereinbarten Obergrenze von 68 Millionen Euro, schaue aber auch, "ob man menschlich über die lange Bauzeit miteinander klarkommt".

Die Entscheidung am Donnerstag gebe aber "in jedem Fall bereits die Richtung vor". Man erwarte eine "anspruchsvolle Form", die "magische Anziehungskraft" ausstrahle, aber dem für Mannheim extrem wichtigen Friedrichsplatz angemessen sein müsse, so Lorenz. Sie ist daher "total gespannt, welche Vorschläge kommen" - und nicht nur sie.

Dossier "Kunsthalle": HIntergründe, weiterführende Links und mehr

© Mannheimer Morgen, Samstag, 14.07.2012

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