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Jubiläumskongress: Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie tagt zum 30. Mal

Laser und Linse im Blick

Archiv-Artikel vom Freitag, den 12.02.2016

Von unserer Mitarbeiterin Waltraud Kirsch-Mayer

Korrektur der Kurzsichtigkeit: Die Hornhaut wird mit dem Laser präpariert und ein Gewebescheibchen wird entfernt.

© FreeVISLasik

"Perfektes Sehen durch Laser und Linse" - dieses Schwerpunktthema hat sich die "Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie" für ihren 30. Kongress gegeben. An der Jubiläumstagung im Mannheimer Rosengarten nehmen um die 600 Fachärzte aus Kliniken, spezialisierten Zentren und Praxen teil.

Wie stürmisch sich die Augenheilkunde in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, offenbart ein Rückblick auf den Premierenkongress: 1986 sei höchst kontrovers diskutiert worden, erinnert sich Tagungspräsident Michael Knorz, ob es bei einer "Grauen Star"-Operation vertretbar sei, die getrübte Linse mit Ultraschall zu "zertrümmern". Damals hätten viele Kollegen dafür plädiert, den etwa zwölf Millimeter langen Schnitt beizubehalten. "Ultraschall wurde richtig verteufelt." Bekanntlich hat sich die "Zertrümmerung" per Ultraschall durchgesetzt.

Präzises Durchtrennen

Perfektes Sehen – Thema im Rosengarten

  • Noch bis zum morgigen Samstag tagt im Rosengarten die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie.
  • Tagungspräsident ist Michael C. Knorz, Ärztlicher Leiter des FreeVis-Lasik Zentrums am Mannheimer Universitätsklinikum. Er hat auch den Kongress vorbereitet.
  • Als Präsident der Fachgesellschaft fungiert Gerd U. Auffarth von der Universitätsmedizin Heidelberg. Er betonte bei der gestrigen Pressekonferenz die enge wissenschaftliche Kooperation mit seinem Mannheimer Professorenkollege Knorz.
  • "Perfektes Sehen durch Laser und Linse" lautet das Kongressmotto. Entsprechend gehört der "Graue Star" zu den Schwerpunktthemen.
  • Katarakt-Operationen, bei denen die trübe Linse herausgenommen und gegen eine Kunstlinse getauscht wird, gelten weltweit als der häufigste chirurgische Eingriff.
  • 1949 wurde in London die erste Kunstlinse eingesetzt. Damals noch aus Plexiglas. wam

Außerdem ist die Laser-Technik dazu gekommen. Spezialgeräte wie der Femtosekundenlaser ermöglichen beim Austausch einer Augenlinse eine äußerst präzise Durchtrennung unterschiedlicher Gewerbeschichten im Auge und machen so Teilschritte überflüssig, die sonst der Arzt manuell ausführt.

Welche eingesetzten Kunstlinsen völlige Brillenfreiheit gewähren, erläuterte bei einer Pressekonferenz Gerd Auffahrt von der Uni-Augenklinik Heidelberg und Präsident der Fachgesellschaft. Linsen mit mehreren Brennpunkten ermöglichen zwar Sehen in die Weite und in die Nähe, so Auffarth, aber sie haben den Nachteil, dass sie sich das Licht aufteilen müssen. Seit etwa drei Jahren sind zugelassene Implantate auf dem Markt, die mittels verbreitertem Brennpunkt die Tiefenschärfe verbessern. "Diese Linsen arbeiten wie eine optische Blende der Kamera." Nun gelte es herauszufinden, welcher Typ Kunstlinse für welche Patienten geeignet sei. Auffarth: "Personalisierte Medizin ist auch hier gefragt."

Bei dem Begriff Stent denkt man an jene Drahtgeflechte, die bei erkrankten Adern als stabilisierende Platzhalter dienen. Mikro-Stents sind neuerdings auch in der Augenheilkunde ein großes Thema: Sie werden bei Patienten eingesetzt, die unter hohem Augendruck leiden, was zu Schädigungen des Sehnervs führt. Unbehandelt kann der "Grüne Star", wie das Glaukom im Volksmund heißt, zur Blindheit führen. Als Alternative oder auch Ergänzung zu der Behandlung mit speziellen Augentropfen, so Christopher Wirbelauer von der Augenklinik Berlin-Marzahn, bieten sich beispielsweise winzig kleine Titan-Röhrchen an, die den Abfluss von Kammerwasser fördern und so den Druck senken. Das Besondere: Der minimal-invasive Eingriff kann mit einem Linsenwechsel bei einer Katarakt-OP ("Grauer Star") kombiniert werden. Die bisherigen Ergebnisse, so Wirbelauer, sind vielversprechend.

Elegante Weiterentwicklung

"SMILE" steht für "Small Incision Lenticule Extraction" und meint ein Verfahren zur Korrektur von Kurzsichtigkeit mittels Laser. Bei dieser Technik wird mit einem Femtosekundenlaser im Inneren der Hornhaut ein Gewebescheibchen (Lentikel) erzeugt, das über einen kleinen Laserschnitt entfernt wird - wodurch sich die Brechkraft der Hornhaut ändert, was die Kurzsichtigkeit korrigiert. Michael Knorz ist überzeugt, dass "SMILE" schon bald "LASIK" ablösen wird - weil bei dieser Methode nur ein Laser im Einsatz ist und sich eine geringere Neigung zu "trockenen Augen" abzeichnet. "Ich vergleiche die elegante Weiterentwicklung gern mit dem Entfernen der Gallenblase. Die kann man aus dem geöffneten Bauch herausholen - oder viel schonender per Schlüsselloch-Chirurgie."

© Mannheimer Morgen, Freitag, 12.02.2016

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