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IGMH: Multimediales Schulprojekt „Music Stories“ zeigt Vielfalt und Miteinander in der Stadt

Musikgeschichten, die verbinden

Archiv-Artikel vom Montag, den 07.12.2015

Von unserem Redaktionsmitglied Anne Kathrin Doerr

Derya (links) und ihre Mitschüler von der IGMH beschäftigten sich intensiv mit den Themen Migration und Musik.

©  Proßwitz

"Wir kannten uns vorher gar nicht - jetzt sind wir gute Freunde", so resümiert die 17-jährige Derya die Arbeit an "Music Stories". Und besser könnte das Fazit zu einem Musikprojekt, das sich Begriffen wie Identität, Heimat, Kultur und Migration widmet, wohl kaum ausfallen. Zusammen mit 15 weiteren Schülern der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) stellte Derya einen Film, eine Fotoausstellung und eine Premierenveranstaltung auf die Beine, die zahlreiche Interessierte in die IGMH lockte.

Klassik bis Hip Hop

Über ein Jahr lang arbeiteten sich die heute 15- bis 18-Jährigen in Foto- und Videotechnik ein, erlernen den Auftritt vor der Kamera, das Schreiben journalistischer Texte und die Regiearbeit. Mit diesen Fertigkeiten produzierten sie abschließend einen einstündigen Film. Darin zeigen sie die musikalische Tradition der Stadt - von klassischer Musik angelehnt an die Mannheimer Schule bis Hip Hop - und gehen auf persönliche Geschichten der Musiker und ihren Einfluss auf die Musik ein. Eine Fotoausstellung dokumentiert das Making-of des Films.

„Music Stories“

In einem Dokumentarfilm greifen Schüler der IGMH Musikgeschichten von Mannheimer Musikern und Tänzern auf und beleuchten sie unter dem Aspekt Migration.

Das Projekt ist eine Kooperation der IGMH mit dem Kulturverein A.M.I.C.I. und den Reiss-Engelhorn-Museen. Außerdem wird es im Programm "MeinLand - Zeit für Zukunft" der türkischen Gemeinde in Deutschland und durch das Bundesbildungsministerium gefördert.

Die Fotoausstellung zum Making-of des Films ist noch bis Freitag, 18. Dezember, in der IGMH (Herzogenriedstr. 50) zu sehen.

Der Film "Music Stories" läuft heute um 20 Uhr sowie am Freitag, 11. Dezember, um 17 Uhr im OK Ludwigshafen. akd

Lernen konnten die Schüler von Filmemacher, Regisseur und Medienpädagoge Mario Di Carlo, der das Projekt der IGMH, die er "vor vielen Jahren" selbst besuchte, vorschlug und leitete. "Im Projekt ging es in erster Linie um die Vielfalt der Musik. Es ist wichtig, dass man die Geschichten der anderen kennenlernt", sagt Di Carlo. Die Geschichten der Mannheimer, die Musik präsentieren, seien zudem meist auch Migrationsgeschichten. Die Hälfte der beteiligten Schüler kann ebenfalls eine Migrationsgeschichte erzählen. Im Projekt ging es ihnen aber vor allem darum "etwas Neues zu lernen", sagten sie. Eine "tolle Gruppe", wie es die 15-Jährige Imani nennt, sind sie dabei fast von selbst geworden.

Zur Ausstellungseröffnung und Filmpremiere sind auch die portraitierten Künstler gekommen. Sängerin Alba Krass, die selbst 2013 an der IGMH ihr Abitur machte, ist noch immer begeistert "von den sehr kompetenten Schülern". Auch die Bandmitglieder der Straßenpoeten erinnerten sich an "gute Interviewfragen".

"Richtig stolz" zeigte sich Schulleiter Rainer Bader, der in seiner Eröffnungsrede das "überragende Engagement der beteiligten Schüler" hervorhob. Großes Lob gab es auch von Lehrer Alexander Katz, der das Projekt mit einer Kollegin betreute. "Wir haben uns Schritt für Schritt in den Themenkomplex Migration, Musik und Mannheim eingearbeitet. Es war eine schöne Erfahrung, die Schüler außerhalb des Unterrichts zu erleben und Talente zu entdecken, die man so vielleicht nicht erwartet hätte", sagte Katz.

Beitrag fürs Zusammenleben

Auch von Claus Preisler, dem Beauftragten für Migration und Integration der Stadtverwaltung, gab es Anerkennung. Mannheim habe sich in den letzten Jahren verändert. "Über 50 Prozent der Jugendlichen haben eine Migrationsgeschichte aus insgesamt über 170 Nationen", sagte Preisler in seiner Rede. Die zentrale Frage sei deshalb, wie man gemeinsam gegen Diskriminierung vorgehen könne. "Die Schüler haben einen tollen Beitrag für das Zusammenleben geleistet", sagte er, "denn das Projekt zeigt Gemeinsamkeit in der Vielfalt".

© Mannheimer Morgen, Montag, 07.12.2015

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