Soziales:
Neues Angebot der Arbeitsagenturen für Frauen, die nach einer Familienpause wieder in den Beruf einsteigen möchten
Mütter erhalten Hilfe bei der Jobsuche
Von unserem Redaktionsmitglied Agnes Polewka
Mütter haben nach der Babypause oft Probleme beruflich Fuß zu fassen.
© DPA
Viele Mütter haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss. Sie sind jung oder im "besten Alter". Ihr Manko: "Diese Frauen sind seit mehreren Jahren aus dem Beruf raus, weil sie eine Familie gegründet haben oder sich um die Pflege Angehöriger kümmern mussten", erklärt Ulrich Manz, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Arbeitsagentur in Mannheim. Ein neues Projekt - "Perspektive Wiedereinstieg" - soll den betroffenen Frauen wieder berufliche Perspektiven eröffnen und den Weg zurück ins Arbeitsleben erleichtern.
Die Initiative wurde gemeinsam von den Agenturen für Arbeit in Mannheim und Ludwigshafen sowie dem Jobcenter Mannheim ins Leben gerufen. Ziel des länderübergreifenden Projekts ist es, qualifizierte Frauen Schritt für Schritt zu begleiten. "Unser Projekt ist als Dreiphasenmodell aufgebaut", erklärt Martina Görkan, Beauftragte für Chancengleichheit bei der Stadt.
Zunächst ginge es darum, Frauen zu finden, die gut in das Projekt passen und sich bewusst zur Teilnahme entschließen. "Ist der erste Schritt getan, geht es in die Eingliederungsphase", sagt Görkan. Die Frauen nehmen an zwei Tagen in der Woche an individuellen Coachings teil, "ganz nach ihrem Bedarf", verspricht Görkan. Manche Frauen hätten Nachholbedarf in Sachen Bewerbungen schreiben, andere bräuchten Hilfe dabei, sich wieder Computerkenntnisse anzueignen. Die Trainings sollen beim Verein zur Förderung der beruflichen Bildung in Ludwigshafen stattfinden. "Wir haben es hier mit der sogenannten stillen Reserve zu tun. Die Frauen sind Fachkräfte, die wir unbedingt brauchen", sagt Manz. Deshalb richte sich das Projekt vorrangig an Mütter, die über eine Berufsausbildung und Berufserfahrung verfügen.
Die Unterstützung soll über sechs Monate laufen. "Nach der hoffentlich erfolgreichen Arbeitssuche stehen wir den Teilnehmern in der Stabilisierungsphase aber immer noch als Ansprechpartner zur Verfügung", erklärt die Beauftragte für Chancengleichheit.
Kooperationspartner sind das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, die zunächst 85 Teilnahmen finanzieren.
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