Vier Männer erlitten bei einem Unfall mit einem Rettungswagen am Dienstagabend am Friedrichsring ein Schleudertrauma oder Verletzungen durch Glassplitter. Schuld ist nach Angaben der Polizei ein blauer Fiat Punto, dessen Fahrer Unfallflucht beging. Nach ihm wird gefahndet. Die Verkehrspolizei (Tel. 0621/174-0) sucht zudem Zeugen.
Der Rettungswagen kam vom Rosengarten - dort hatte sich der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eigens wegen der Straßenfasnacht mit vier Fahrzeugen und 20 Helfern postiert. Gegen 20.30 Uhr kam ein Alarm.
"Wir fuhren mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf dem Friedrichsplatz in Richtung Stadtmitte", so Chris Rihm, stellvertretender Vorsitzender des ASB-Regionalverbandes, der selbst zur Besatzung gehörte. Vom Linksabbiegestreifen wollten die Retter in den Ring schwenken. "Plötzlich kam vom Geradeaus-Fahrstreifen der Puntofahrer, zog nach links 'rüber, hat uns damit den Weg abschnitten", schildert Rihm den Unfallhergang.
Ins Schleudern gekommen
Der Fahrer des Rettungsfahrzeugs habe noch versucht, auszuweichen - geriet aber dadurch ins Schleudern. "Beim Gegenlenken sind wir gekippt, prallten auf nur zwei Rädern in den stehenden Bus, wurden so wieder aufgestellt, schlitterten weiter in ein vor der Ampel wartendes Auto", schildert Rihm die dramatischen Sekunden. Dieser Pkw wurde daraufhin gegen einen Reklameständer gedrückt, plötzlich war alles voller Scherben. Ein 28 Jahre alter Beifahrer des Rettungswagens, der 29-jährige Busfahrer, der 30 Jahre Fahrer des Pkw sowie dessen gleichaltriger Beifahrer wurden verletzt.
"Das hätte auch anders ausgehen können", so Rihm erleichtert - denn der Bus der Linie 63 war gerade leer, alle Fahrgäste ausgestiegen. Am Linienbus und am Pkw entstand Sachschaden in Höhe von 15 000 Euro. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Der fünfeinhalb Tonnen schwere Rettungswagen war gerade mal seit zwei Wochen im Einsatz. Wie stark er beschädigt ist, müssen noch Sachverständige klären. pwr
Leser-Kommentare
Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen