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Literatur: Neue Mannheimer Krimireihe startet mit „Wut im Quadrat“ / Kommissarin „zwitschert“ zwischen den Fällen online

Stadt liefert mörderische Kulisse

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 24.09.2013

Von unserem Redaktionsmitglied Timm Herre

Stoff für den Krimi "Wut im Quadrat": Bei Rhein-Hochwasser, wie hier im Sommer 2013, wird ein lebloser Körper am Strandbad angespült.

©  Prosswitz

Eine Berliner Göre mit Technik-Tick trifft auf einen Mannheimer Muffel, der mit dem neumodischen Kram nichts anfangen kann - und dennoch müssen die beiden Kriminalpolizisten zusammen Mordfälle aufklären. Dieses Ermittler-Duo schickt Autor Alexander Emmerich für eine neue Mannheim-Krimireihe in verschiedene Ecken der Quadratestadt - und passend dazu heißt der erste Teil, der ab sofort im Buchhandel erhältlich ist, auch "Wut im Quadrat".

Olivia von Sassen hat Emmerich seine Kommissarin genannt. Die Berlinerin wird - aus Gründen, die im ersten Band noch unklar bleiben - nach Mannheim versetzt und wird gleich bei ihrer Ankunft Zeugin eines Mordes. Am Rangierbahnhof beobachtet sie aus ihrem Zug heraus, wie in einer parallel fahrenden S-Bahn ein Mensch erwürgt wird. Ist das nicht geklaut, Herr Emmerich? "Es ist eine Hommage an Miss Marple und ,16.50 Uhr ab Paddington'", erklärt der Autor. Olivia von Sassen hat auch das gleiche Problem wie die schrullige Oma-Ermittlerin aus der Gedankenwelt von Agatha Christie: Eine Leiche ist nicht zu finden.

Ungleiches Ermittler-Duo

Alexander Emmerich

  • Alexander Emmerich (39, Bild) ist promovierter Historiker und schrieb bisher vor allem Sachbücher.
  • Seine Doktorarbeit war eine Biografie von John Jacob Astor, der als armer Jugendlicher Walldorf verließ, um in Amerika zum reichsten Mann seiner Zeit zu werden.
  • Emmerich pendelt zwischen Paris und der Metropolregion - die Zeit im Zug nutzt er meist, um an seinen Büchern zu schreiben.
  • Für die Marketing-Kampagne zu "Wut im Quadrat" (ISBN: 9783765088001) und die Online-Aktivitäten seiner Kommissarin-Figur Olivia von Sassen ist er für den "Virenschleuder-Preis" nominiert, der in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse vergeben wird.
  • Mehr zur Krimireihe unter www.mannheim-krimi.de. tir

Erst einen Tag später wird ein lebloser Körper am Mannheimer Strandbad angespült - übrigens während des Hochwassers, das im Sommer ja tatsächlich einige Tage lang für "Land unter" am Rhein gesorgt hat. Die misstrauischen Mannheimer Kollegen glauben der "Neuen aus Berlin" aber immer noch nicht, dass sie im Zug einen Mord beobachtet hat. Nur ihr Ermittler-Partner Moritz Martin hilft bei der Recherche. Stück für Stück kommen die beiden einem Rätsel auf die Spur - das an dieser Stelle natürlich nicht weiter entschlüsselt werden soll.

Worüber man aber noch einige Worte verlieren muss, ist die Online-Kampagne, von der das Buch begleitet wird. Denn Emmerich will Olivia von Sassen als Figur nicht nur alle halbe Jahre zwischen zwei Buchdeckeln erscheinen lassen. Vielmehr kann man der Ermittlerin auch online folgen - und zwar auf den Plattformen Twitter und Facebook. Dort kann man nachlesen, was Olivia so "zwitschert" und welche Einsätze sie absolviert. Emmerich verknüpft dabei stets reale Ereignisse mit seiner literarischen Kunstfigur. So sitzt zum Beispiel Olivia beim Großbrand in Ludwigshafen in einem Polizeihubschrauber und berichtet über die Aschewolke. "Die Bücher funktionieren natürlich auch ohne die Online-Welt", erklärt Emmerich. Aber Fans und Leser könnten über den zusätzlichen Kanal die Figur besser kennenlernen und sich so die Wartezeit bis zum nächsten Band verkürzen. Zudem könnten zwischen den Fällen auch Bezüge zu kommenden Büchern hergestellt werden. "Wenn Olivia einen Fall löst, schreibt sie Andeutungen im Web. Das Buch dazu kommt aber natürlich erst Wochen später heraus", verdeutlicht der Autor. Tatsächlich soll die Krimi-Reihe immer sehr aktuell Ereignisse aufgreifen - wie das Sommer-Hochwasser im ersten Band.

Und warum hat Emmerich Mannheim als Handlungsort ausgewählt? "Es ist eine spannende Großstadt, mit vielen unterschiedlichen Milieus und kein verschlafenes Nest", sagt der Autor, der selbst zwischen Paris und seiner Wohnung im Rhein-Neckar-Kreis pendelt, aktuell aber nach einer neuen Bleibe in Mannheim sucht. Der 39-Jährige findet, dass die Quadratestadt generell in den Medien zu wenig Präsenz hat. Daher lautet auch ein Spruch aus der Werbekampagne zu "Wut im Quadrat": "Wenn der SWR halt keinen Tatort Mannheim macht, dann machen wir eben unseren eigenen Mannheim-Krimi."

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.09.2013

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