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City: Vor Baubeginn in Q 6/Q7 will sich die Stadt das Know-how von Experten sichern / Parkplätze als Herausforderung

Stadt verspricht besseres Baustellen-Management

Von unserem Redaktionsmitglied Roger Scholl

Blick in die Zukunft: So sollen sich die beiden neugestalteten Q-Quadrate einmal präsentieren.

© zg

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, er isst gern, was er kennt, er kauft dort ein, wo man ihn schon mal gut bedient hat, und er parkt dort, wo er immer parkt. Genau diese Routine bereitet Stadtplanern und Händlern derzeit Kopfzerbrechen: Wenn am Großprojekt Q6/Q7 im Sommer die Bagger vorfahren und dann auch noch R 5 abgerissen wird, dann fehlen fast auf einen Schlag rund 1600 der etwa 14 000 Parkplätze in der City. Doch wohin sollen die Autofahrer, die die Innenstadt ansteuern, ausweichen? Und vor allem: Nehmen die Gewohnheitsmenschen die möglichen Alternativangebote überhaupt an? Zwei von vielen Fragen, denen sich die Stadt jetzt stellen muss. Das Rathaus will sich jetzt eine Baulogistik-Firma einkaufen, die den An- und Abtransport von Material und Schutt minutengenau eintaktet. Doch das zuletzt heftig kritisierte Baustellen-Management der Verwaltung bleibt auch dann noch, was es stets war: eine Herkules-Aufgabe.

Fast 20 Baustellen innerhalb der Quadrate in den kommenden zwei, drei Jahren, dazu die engen Straßen, Zigtausende von Umlandkunden, die täglich in die City drängen, Nachbarn, die Staub und Lärm fürchten, und eine Händlerschaft, die um ihren Umsatz bangt. Das sensible Thema Baustellen und alle seine Teilaspekte hat höchste Priorität, ist sozusagen Chefsache bei der Stadt.

Fangen wir mit dem Problem Parken an: Rund 14 000 Plätze gibt es in der City, 10 000 davon in Parkhäusern, 4000 am Straßenrand. 1600 fallen weg, wenn es bei Q6/Q7 ernst wird. Längst sind die Szenarien bei der städtischen Tochter Mannheimer Parkhausbetriebe (MPB) durchgespielt. Markus Olschewski, der kaufmännische Prokurist des Unternehmens: "Dazu muss man wissen, dass Menschen gerne in ihren Stammparkhäusern parken, für Umlandkunden aus der Heidelberger Richtung, also von der A 656, ist das bisher Q6/Q7 und R 5." Genau die fallen freilich weg, man muss die Ströme also möglichst noch vor der Freßgasse umlenken: "Die Fina-Garage am Steigenberger, die Wasserturm-Tiefgarage, die Parkhäuser der Hotels wären Möglichkeiten."

Bevor im Sommer mit Q 6/Q 7 die größte Baustelle in der City eingerichtet wird, will sich die Stadt die Dienste einer Baulogistik-Firma sichern. Der taktet den An- und Abtransport von Baumaterial und Schutt auf Lkw minutengenau ein.

Insgesamt stehen derzeit und in den kommenden zwei bis drei Jahren 17 Baustellen in der Innenstadt an.

Der Handel hat bereits ein besseres Baustellen-Management der Stadt angemahnt. Ab Juni will man sich daher in regelmäßigen Runden mit allen Betroffenen zusammensetzen und die Abläufe koordinieren.

Wenn Q 6, Q 7 und R 5 abgerissen werden, fehlen in der Stadt 1600 Parkplätze. Experten gehen davon aus, dass die verbleibenden 12 000 Plätze reichen. In Spitzenzeiten sollen zusätzliche Angebote - etwa auf dem Gelände der Sickinger-Schule eingerichtet werden. scho

Bis auf die Spitzenzeiten - beispielsweise die Wochen vor Weihnachten - müssten die vorhandenen Kapazitäten ausreichen, rechnet auch Klaus Elliger, Mannheims oberster Stadtplaner, aus. Zusätzliche Angebote etwa auf dem Gelände der Sickinger-Schule sind in der Überlegung. Im Übrigen ist er sich mit Markus Olschewski einig: "Wichtig ist, den Leuten zu zeigen, dass Mannheim nicht abgesperrt ist, dass man hier auch weiter einen Parkplatz findet".

Der Handel wird diese Planungen mit Argus-Augen verfolgen - genauso wie die Arbeit der städtischen Baustellen-Manager. Dabei geht es den Händlern - wie den Anwohnern auch - zum einen um die übliche Problematik, um Lärm, Staub und zugestellte Fahrwege also. Zum anderen kochte zuletzt immer wieder auch die Frage der Optik - oder besser: der Ästhetik - hoch. Wie sollen Baustellen in einer Einkaufsstadt aussehen? Kann man Verblendungsplanen, die beispielsweise schon einmal einen Ausblick auf den fertigen Bau gewähren, städtischerseits verordnen? Im Hintergrund schwingt dabei stets die große Angst mit, die City könnte Kunden verlieren, nur weil die den Eindruck haben, die Stadt sei eine einzige Baustelle, man müsse im Slalom zwischen Containern, Zäunen und Lastkränen herumturnen, um die Läden zu erreichen.

Um diese und ähnliche Sorgen von den Schultern der Anwohner und Geschäftsleute zu nehmen, sollen regelmäßige Arbeitsgruppen mit den Betroffenen, aber auch mit Bauherren und eben den Baustellen-Managern der Stadt tagen. Hier bespricht man die Logistik, den per Internetsoftware minutengenau getakteten An- und Abtransport von Baumaterial und Schutt, die Verkehrsführung aber auch die Erreichbarkeit der Nachbarschaft. All das muss zusammenpassen und dem Wunsch nach einer möglichst reibungslosen Abwicklung der einzelnen Projekte Rechnung tragen. Klar ist freilich schon jetzt: Selbst der beste Baustellen-Manager der Welt wird eines nie schaffen: Es allen recht zu machen.

© Mannheimer Morgen, Montag, 11.06.2012

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