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Bundesgartenschau: Workshop zu Grünzug-Plänen / OB will herausfinden, ob sinnvolle Fortsetzung des Projekts mehrheitsfähig ist

Stadträte gehen in Buga-Klausur

Archiv-Artikel vom Samstag, den 09.01.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid

Aussichten am Aubuckel: Die Straße - soviel steht derzeit fest - bleibt. Ob und wie die Buga kommt, will der Gemeinderat am nächsten Samstag ausloten.

© Rittelmann

Wird die Buga in Mannheim abgeblasen oder gibt es im Streit um den Grünzug Nordost und die Bundesgartenschau 2023 auf dem Spinelli-Gelände und in der Feudenheimer Au eine Lösung? Nach dem Ratsbeschluss von Ende November, dass die Straße am Aubuckel für das Grünprojekt nicht verlegt wird (wir berichteten), wollen Landschaftsplaner, Bundesgartenschau-Gesellschaft, Gemeinderat, Oberbürgermeister und Stadtverwaltung heute in einer Woche zur Klausurtagung im Saal der Jugendherberge am Stephanienufer zusammentreffen.

Wettbewerbsergebnis Makulatur?

Ziel dieses Workshops: "Herauszufinden, ob es noch genügend breite Zustimmung im Gemeinderat für eine fachlich überzeugende und sinnvolle Fortsetzung des Projekts gibt", wie Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) auf Anfrage mitteilte. Dahinter steht auch die Notwendigkeit, eine gemeinsame Linie dafür zu finden, welchen Auftrag der Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs für Grünzug und Buga, das Planungsbüro RMP Lenzen mit Sitz in Bonn und neuerdings auch einer Niederlassung in Mannheim, für die weitere Spinelli-Au-Planung nun genau bekommen soll.

Neue Buga-Broschüre

Mit einer neuen 24-seitigen Broschüre wirbt die Mannheimer Bundesgartenschau-Gesellschaft für die Buga 2023 und den Grünzug Nordost auf dem Areal der Spinelli-Kaserne und in der Feudenheimer Au.

Unter dem Titel "Mannheims grüne Zukunft" gibt das Heft einen Überblick über die bisherige Entwicklung, zeigt Ratsbeschlüsse, Planungsrunden und den Verlauf des Ideen- und Realisierungswettbewerbs zum Grünzug Nordost auf.

Die Broschüre ist erhältlich bei der Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH, K 7, 68159 Mannheim, oder auf der Seite www.buga2023.de. Direkt-Download als pdf-Datei unter bit.ly/1SEcQQo. lang

Denn der preisgekrönte Entwurf war unter der Voraussetzung zustande gekommen, dass es am Aubuckel keine viel befahrene Durchgangsstraße mehr geben wird. Ist das Wettbewerbsergebnis deswegen jetzt Makulatur? "Keineswegs", meint Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Mannheimer Bundesgartenschau 2023 gGmbH: "Es hat sich lediglich eine der Rahmenbedingungen geändert." Für die Landschaftsarchitekten heiße dies zwar, dass sie ihre Planungen anpassen müssen, bei Architektenwettbewerben sei dies aber "nicht ungewöhnlich". Schnellbach: "Der Siegerentwurf ist ja nicht in Stein gemeißelt." Man müsse ohnehin jetzt in die "Feinarbeit" einsteigen, mit Beteiligten und Betroffenen reden. Konkrete Ergebnisse erwartet Schnellbach in etwa einem Jahr.

"Ich halte den Entwurf des Wettbewerbssiegers für den Grünzug für ein überzeugendes, städtebauliches und landschaftsgestalterisches Konzept für die nächsten Jahrzehnte", unterstreicht OB Kurz seine Hoffnung auf eine "produktive Diskussion und Atmosphäre" bei dem Workshop, um dann "möglichst auf dieser Basis als Verwaltung einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen unterbreiten zu können", so Kurz.

Unterschiedliche Vorstellungen

Auf Detailfragen etwa nach der Verlagerung weiterer Kleingärten an der Feudenheimer Straße oder nach dem von RMP Lenzen vorgeschlagenen Buga-See wollte der Oberbürgermeister gegenüber dem "MM" nicht eingehen: Einzelfragen seien schließlich nicht durch den Wettbewerb entschieden: "Ich halte auch wenig davon, immer mehr Details von Planungen im Vorfeld politisch entscheiden zu wollen, anstatt sich mit den Fachplanern in einen Planungsprozess zu begeben, wie das üblich ist und allein für Qualität sorgen kann."

SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer erhofft sich von dem Workshop am kommenden Wochenende vor allem Klarheit darüber, ob die Gemeinderatsmehrheit die im sogenannten "10-Punkte-Beschluss" Anfang 2013 festgelegten Rahmenbedingungen auch weiterhin mitträgt. Sein Kollege Carsten Südmersen (CDU) ist dagegen gespannt, ob die Landschaftsarchitekten bereits eigene Vorstellungen zur Integration der Straße in ihre Pläne präsentieren. Der Oberbürgermeister hatte im November noch vorgeschlagen, den Grünzug so zu gestalten, dass man die Aubuckel-Straße zu einem späteren Zeitpunkt dort doch noch herausnehmen könne.

Ob man sich tatsächlich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen kann, hält Grünen-Fraktionschef Dirk Grunert allerdings für "relativ offen". Zu unterschiedlich seien die Vorstellungen von Befürwortern und Gegnern in machen Detailfragen - auch wenn nach Grunerts Meinung die "10 Punkte im Grundsatz eigentlich gelten sollten". Die Freien Wähler sehen "das Ganze nach wie vor skeptisch" und fordern eine "Buga ohne Au". Fraktionsgeschäftsführer Roland Weiß: "Die Gestaltung des Grünzuges muss aber so sein, dass die Frischluft dahin kommt, wo wir sie haben wollen."

© Mannheimer Morgen, Samstag, 09.01.2016

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