DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Donnerstag, 01.09.2016

Suchformular
 
 
Feudenheim Friedrichsfeld Innenstadt / Jungbusch Innenstadt / Jungbusch Käfertal Lindenhof Neckarau Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt West Neuostheim / Neuhermsheim Neuostheim / Neuhermsheim Oststadt / Schwetzingerstadt Oststadt / Schwetzingerstadt Rheinau / Hochstätt Sandhofen Schönau Seckenheim Vogelstang Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Wallstadt

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Kunsthalle: Mitzlaff-Bau ab Montag für sieben Wochen geschlossen / Vorbereitungen für die letzte große Ausstellung vor dem Abriss

Tonnenschwere Skulpturen werden bewegt

Archiv-Artikel vom Samstag, den 26.01.2013

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Mit Kran und Hebebühne: Abtransport der Installation "Etroits sont les vaisseaux" ("Die Welle") von Anselm Kiefer.

© Kunsthalle/Yücetas

Einige Räume waren schon seit Tagen nicht mehr zugänglich, nun ist ganz Schluss: Die Kunsthalle schließt ab Montag für rund sieben Wochen komplett. Nur noch heute und morgen sind von 11 bis 18 Uhr die Zeichnungen von Felix Hartlaub, Sohn des früheren, von den Nationalsozialisten 1933 entlassenen Direktors Gustav F. Hartlaub, zu sehen. Dann beginnt die heiße Phase der Aufbau- und Umgestaltungsarbeiten für die letzte große Sonderschau vor dem Abriss des Mitzlaff-Baus.

Im April 2014 ist der Abriss des 1983 errichteten Gebäudetrakts und des Tiefbunkers und damit der Beginn der Arbeiten an dem Neubau geplant, für den das Ehepaar Hector 50 Millionen Euro gestiftet hat. "Vorher drehen wir noch mal ein richtig großes Ding", sagt Dr. Ulrike Lorenz, die Direktorin der Kunsthalle. Die Ausstellung "Nur Skulptur!", die vom 16. März bis 17. November geplant ist, sei "eine letzte, große Abschiedsgeste, eine Verbeugung für den Mitzlaff-Bau und seine Geschichte" gedacht, so Lorenz.

Diese letzte große Ausstellung soll allein den Skulpturen gewidmet sein, für die der - heutigen Anforderungen nicht mehr genügende - Mitzlaff-Bau einst errichtet worden war. Lorenz lässt ihn daher "in den ursprünglichen Zustand versetzen", wie sie sagt: "Wir öffnen ihn wieder für Tageslicht" - worauf man aus konservatorischen Gründen ja lange verzichten musste. Doch nun werden teils mit Trockenbauwänden zugestellte, teils zugeklebte Fensterflächen und Oberlichter geöffnet, sogar Wände durchbrochen und die bisherige Trennung zwischen Clubraum und Heinrich-Vetter-Forum aufgehoben. Doch in dieser Zeit des "gewaltigen Umbaus", so Lorenz, könne das Haus nicht für das Publikum geöffnet werden.

"Welle" am Kranhaken

Wieder zugänglich ist es ab Mitte März - und dann als reines Skulpturenmuseum. "Wir zeigen auf allen Flächen mehr als die Hälfte unseres sonst ja oft verborgenen Sammlungsbestandes", so Lorenz. Die qualitativ und quantitativ herausragende Mannheimer Spezialsammlung moderner Skulptur ist Ausgangspunkt für das durch die Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt von Künstlerkurator Bogomir Ecker und seinen drei Kollegen Kiki Smith, Roman Signer und John Bock. Sie wollen etwa 380 Werke von Auguste Rodin über Henry Moore bis Thomas Hirschhorn und damit die Hälfte der Mannheimer Skulpturensammlung in ungewöhnlicher Weise präsentieren - nicht nur auf Sockeln oder in Vitrinen.

Die internen Vorbereitungen dafür laufen schon seit zwei Jahren, seit zwei Monaten wird schon umgeräumt. "Wir müssen tonnenschwere Skulpturen verschieben, werden sie bei der Gelegenheit auch reinigen", erklärt Lorenz. So ist "Der große Fisch" von Constantin Brancusi, Teil der Sammlung seit 1969 und so etwas wie ein goldglänzendes Wahrzeichen der Kunsthalle, mit seiner Plexiglasabdeckung bereits vom Eingang verschwunden, um zum Abschied besser präsentiert zu werden. Nur Anselm Kiefers Werk "Die Welle" ist ganz aus der Kunsthalle verschwunden. Die rund drei Tonnen schwere Betonskulptur kam bereits per Kran zurück zum Leihgeber - "denn sie jetzt umzuheben und nächstes Jahr dann wieder, das wäre zu teuer gewesen", erklärt Lorenz.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 26.01.2013

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • Drucken
    • Senden
     
     
    TICKER

    Das Wetter in Mannheim

    Mannheim - Prognose für 9 Uhr

    24°

    Das Wetter am 1.9.2016 in Mannheim: wolkig
    MIN. 19°
    MAX. 29°
     

     

    PDF-Download Niki Laudas Unfall 1976

    Niki Laudas Unfall im Jahr 1976

    Die Redaktion hat im Zeitungsarchiv gestöbert und in diesem PDF "MM"-Berichte zum Unfall und der Genesung von Niki Lauda nach seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring am 1. August 1976 zusammengestellt.

    (Berichte aus dem "MM"-Archiv, Zeitraum 2. bis 24. August 1976)

     
     

    Wie Leser die Ausgabe „Ein Jahr Flüchtlingskrise“ bewerten

    Zur Ausgabe vom 27. August: Mir reicht, was ich in diesem Jahr der Flüchtlingskrise selbst erlebt habe. Es reicht mir total! Euren übertriebenen Einjahresbericht über Flüchtlinge benötigen wir Deutsche nicht. Wir sind keine Wiederkäuer. Inzwischen ist in Deutschland so vieles in Unordnung, über das… [mehr]

    „MM“-Morgentour

    Edle Rosen und edle Rösser – Sommer-Ausflug in die Pfalz

    Bei einer Morgentour nach Zweibrücken nutzten 44 Leser die Gelegenheit, die Blütenpracht des Rosengartens zu bewundern und edle Pferde im Landgestüt zu erleben. Los ging es mit einer Führung durch die Gartenanlage im Herzen der Stadt: Peter Buchholz und Fabian Lenz begleiteten ihre jeweilige Gruppe… [mehr]

    "MM"-Kantine

    Träumereien zwischen zwei Musikwelten

    Außergewöhnliche Musik an einem besonderen Ort: Das Kurpfälzische Kammerorchester spielte im Foyer des "Mannheimer Morgen" in der Dudenstraße klassische und zeitgenössische Werke. Scheinbar mühelos gelang den Musikern unter der Leitung von Dirigentin Cosette Justo Valdés der Wechsel zwischen den… [mehr]

    morgenweb und fnweb führen Online-Abos ein

    Eine Investition in die Qualität

    Mannheim. Die renommierte "New York Times" aus den USA hat es im März 2011 vorgemacht, seitdem folgen auch in Deutschland immer mehr Verlage mit unterschiedlichen Bezahlmodellen im Internet. So hat zum Beispiel die "Bild-Zeitung" erst im Juni diesen Jahres ihr neues Digital-Abo-Angebot "Bild… [mehr]

    Kontakt zur Lokalredaktion

    Die Lokalredaktion erreichen Sie unter folgenden Telefonnummern:

     
    Sekretariat  
    Frau Roy 0621/392 13 18
    Frau Syring 0621/392 13 19
    Fax 0621/392 16 67
    Redakteure Stadtteilseiten  
    Mitte: Frau Philipp 0621/392 16 30
    Süd: Herr Maisch-Straub 0621/392 13 40
    Ost: Herr Jansch 0621/392 13 47
    Nord: Frau Baumgartner/Herr Busch 0621/392 13 17 / -1316
     

    Schreiben Sie uns eine E-Mail!

    Spezial

    Bauprojekte in der Mannheimer City

    Q6/Q7, Prinz-Haus, Bankpalais, Plankenumbau: Die Mannheimer City befindet sich im Umbruch. Wir fassen die Berichterstattung zu den Projekten in einem eigenen Portal zusammen. [mehr]

    Hier geht's zum Spezial!

    Folge einer Fehlentwicklung

    Zum Leserbrief "Sehr einfache Gleichung" von Armin Latell vom 13.8.: Herr Latell hat in seinem Leserbrief die gegenwärtige Situation der Flüchtlingskrise beschrieben. Ich habe den Namen des Briefschreibers schon oft gelesen. Immer ist der Grundtenor, dass Frau Merkel an der Situation schuld sei… [mehr]

    Rund 10.000 Jobs, Praktika und Ausbildungsplätze in Mannheim und Umgebung finden Sie hier

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR