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Coleman-Kaserne: Wie viele der bereits aufgegebenen Anlagen im Mannheimer Norden will die US-Militärverwaltung reaktivieren?

Truppe bleibt – und lässt rätseln

Archiv-Artikel vom Freitag, den 06.02.2015

Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid

Kriegsgerät wie Lastwagen (Bild) und Panzer wollen die US-Streitkräfte demnächst in der Coleman-Kaserne stationieren. Das Material soll "mehrere Jahre" in Mannheim bleiben und dann nach Osteuropa verlegt werden.

©  dpa

Blick auf einen Teil des Coleman-Geländes (Richtung Westen). Im Vordergrund der Tower, jenseits des Rollfeldes befindet sich die Freifläche, die unter Naturschutz gestellt werden soll. Dahinter der Stadtteil Scharhof.

©  Prosswitz

Die Gleisverbindung zwischen dem Rangierbahnhof Waldhof und der Coleman-Kaserne (entlang der Braunschweiger Allee) soll wieder in Betrieb genommen werden. In der Landeseisenbahnaufsicht in Karlsruhe hat nach "MM"-Informationen dazu in dieser Woche eine Besprechung stattgefunden. Pressesprecher Moritz Huckebrink vom Eisenbahnbundesamt in Bonn bestätigte dies auf Nachfrage: "Dass da Überlegungen sind, ist uns grundsätzlich bekannt, es gab bereits Gespräche darüber mit der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)."

Die Nachricht, dass die US-Militärs die über 200 Hektar große Fläche zwischen Scharhof und Blumenau nicht wie geplant in diesen Tagen zurückgeben, platzte Ende Januar mitten in die Bürgerbeteiligung zur künftigen zivilen Nutzung des Areals. Die Streitkräfte bleiben demnach noch für "mehrere Jahre" in Mannheim (wir berichteten).

Bahngleis wieder im Gespräch

Ein förmlicher Antrag auf die technische und rechtliche Wiederinbetriebnahme der stillgelegten Gleisverbindung an der Braunschweiger Allee, so Huckebrink, liege allerdings beim Eisenbahnbundesamt noch nicht vor. Bei der BImA gab's zu dem Thema keine Auskünfte. In Absprache mit den Amerikanern wolle man sich über die Coleman-Reaktivierung vorerst nicht äußern, hieß es am Donnerstag bei der Behörde in Seckenheim.

Angaben des Vorsitzenden der Gemeinnützigen Bürgervereinigung Scharhof, Bernd Siegholt, dementierte auf "MM"-Nachfrage der Sprecher des Hauptquartiers der US-Streitkräfte in Europa, Bruce Anderson. Siegholt geht - wie in unserer Online-Ausgabe berichtet - von einer "bis zu 400 Mann starken Versorgungs- und Instandsetzungseinheit", sowie "bis zu 1600 Mann einer Eingreiftruppe" in Coleman aus. Dagegen Anderson: "Wir haben keine Pläne, eine erhebliche Anzahl von Soldaten" zu stationieren, und sogar "sicher nicht" in der von Siegholt genannten Größenordnung.

Weitere Einzelheiten wollte Anderson allerdings trotz in den letzten Tagen mehrfach erfolgter Ankündigung von Detail-Informationen nicht nennen. "Hubschrauber sollen nicht mehr nach Mannheim gebracht werden", will Siegholt derweil erfahren haben: "Die Heeresflieger, die früher hier waren, sind 'raus!" Auch scheint es keine Gefahr zu geben, dass es wieder zu Übungen im "Panzerwald" kommen.

Aus dem Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte gab es bisher überhaupt nur die knappe Auskunft, dass man eventuell in Mannheim Kriegsgerät zwischenlagern wolle, das als Teil des erweiterten sogenannten "European Activity Set" zu einem späteren Zeitpunkt nach Osteuropa verlegt wird. Dort müssten allerdings erst Standorte gefunden und aufgebaut werden. An dieser strategischen Ausrichtung arbeiten die US-Streitkräfte schon seit einiger Zeit, die zusätzliche Bereitstellung von Fahrzeugen und Panzern hat bereits 2014 begonnen.

Nach Angaben Bernd Siegholts soll in der Coleman-Kaserne auch die Fernwärmeversorgung zumindest eines Teils der Gebäude auf dem Gelände wieder in Betrieb genommen werden. Von "Wärmeenergie für 2000 Personeneinheiten", die vom Heizkraftwerk Nord auf der Friesenheimer Insel für die Truppe bezogen werden solle, sei dabei laut Siegholt die Rede.

Sprecher Roland Kress von der MVV Energie AG erklärte dazu auf Nachfrage, dass es einen nach wie vor aktiven Übergabe-Punkt für Fernwärme in dem Militärgebiet gebe. Die Amerikaner könnten dort ohne besondere Vorbereitungen jederzeit von sich aus Fernwärme beziehen, die MVV müsse vorab nicht konsultiert werden. Ob jenseits dieses Übergabe-Punktes derzeit Aktivitäten entfaltet würden, sei dem Versorgungsunternehmen nicht bekannt, so Kress. Es werde aber "natürlich grundsätzlich darüber nachgedacht, wie Coleman und andere Konversionsgebiete künftig mit Wärme versorgt werden können".

© Mannheimer Morgen, Freitag, 06.02.2015

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