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Porträt: Deutsche Gründlichkeit und italienische Fantasie sowie vielfältiges Engagement für die Heimatstadt

Überall Botschafter Mannheims

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 26.02.2014

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Stets charmant-galant und vielfältig für seine Heimatstadt Mannheim engagiert: Dario Fontanella in seiner Eismanufaktur.

© Prosswitz

"100 Prozent Italia" steht auf seiner weißen Jacke. Und doch erhält Dario Fontanella die höchste Mannheimer Auszeichnung - den Bloomaulorden. Das ist für ihn kein Widerspruch. "Der Geist ist italienisch, aber ich fühle mich komplett als Mannheimer", betont der Eiskonditor. Sein Geschäft führt er nach dem Motto "deutsche Gründlichkeit gepaart mit italienischer Fantasie". Das hat ihn bundesweit bekannt und damit zum sympathischen Werbeträger für Mannheim gemacht.

Die Wochenzeitung "Die Zeit" widmete ihm als "einem der besten Eismacher Deutschlands" eine Seite und meinte: "Fontanella ist weit gekommen auf dem Weg der Qualität." Längst isst, ja genießt man sein Eis nicht nur auf den Mannheimer Planken, sondern in ganz Deutschland.

Das Café der Oper in München darf es zwar nicht auf die Karte schreiben, woher die kühle Köstlichkeit stammt, aber ein Schriftzug auf den kleinen Schokoladetäfelchen verrät es doch. Im Wiesbadener Kurhaus wurde schon Fontanella-Eis bei Veranstaltungen gereicht, ebenso in Kitzbühel und bei anderen Events, wo Gerd Käfer Spezialitäten auffährt. In Berlin stehen in Mannheim gefertigte (und auch so beschriftete!) Eispackungen bei Tengelmann in den Regalen, im Ruhrgebiet bei Edeka, bei Rewe Südwest. "Wir wussten ja, was auf uns zukommt, schon mit Blick auf die Baustellen in den Planken haben wir uns da ein zweites Standbein aufgebaut", berichtet Dario Fontanella.

Dario Fontanella

Dario Fontanella wurde am 7. Januar 1952 in Mannheim geboren. Sein 1910 geborener Vater Mario Fontanella starb 2000, die 1923 geborene Mutter Renate Lehmann-Fontanella lebt in Italien.

Die Familie stammt aus einer Eiskonditorenfamilie aus Conegliano (Treviso). Da in dem Tal Val di Zoldo in den südlichen Dolomiten viele Familien den Namen Fontanella tragen, heißt er korrekt "Fontanella-Gregori".

Er hat zwei Töchter aus erster Ehe, die in Italien leben. Dazu kommen die zwei Kinder seiner jetzigen Partnerin Desi Hoffmann, die einander wie Geschwister seien. pwr

Tourismus-Werbung

Aber während er die Belieferung des Lebensmittel-Fachhandels eher diskret vorantrieb, ist er anderswo viel deutlicher präsent. Auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) Anfang März wird er schon zum vierten Mal den Stand des Stadtmarketings bereichern. "Jede Stadt will da für sich werben", erzählt er, "aber die Mannheimer können ganz entspannt ihre Prospekte loswerden, wenn die Leute Schlange stehen, um ein Eis zu holen - unser kleiner Eiswagen ist da ein großer Magnet", hebt er stolz hervor.

Nicht nur dem Stadtmarketing half er schon, die Werbetrommel zu rühren. Ob Nationaltheater, Kinder- und Jugendtheater "Schnawwl" - Fontanella ist da, wenn man ihn ruft, stets charmant-galant und elegant gekleidet. Für das Wittelsbacherjahr kreierte er auf Initiative der Reiss-Engelhorn-Museen die quadratische (!) "Kurfürsteneiskugel" mit Zutaten, wie es sie im 18. Jahrhundert gab. Über das Stadtfest ärgerte er sich erst temperamentvoll, dann erkannte er die Chance und wertet es seither mit einer stilvoll-mediterran gestalteten "Piazza Centrale" auf.

Sein Herz schlägt eben doch für Mannheim. "Ich fühle mich oft als Botschafter Mannheims", sagt er, und wenn er unterwegs ist, fallen ihm auf der Autobahn die "MA"-Kennzeichen auf: "Da freue ich mich wie ein Kind!" Und er schwärmt in Gesprächen in den höchsten Tönen von seiner Heimatstadt.

Denn Fontanella ist - von wegen "100 Prozent Italia"! - nicht nur mit dem Herzen Mannheimer, sondern hier auch geboren, als Sohn einer Mannheimerin. Der Vater war 1931 aus den Dolomiten nach Hannover gegangen, aber 1933 in die Quadratestadt gezogen. "Man sagte ihm, dass in Deutschland Mannheim am meisten Italien ähnelt und es hier besonders schöne Frauen gibt", so Fontanella schmunzelnd.

Leben und Leidenschaft

Zwar ging Dario dann in Italien in die Schule, aber er kam 1969 zurück, machte eine Ausbildung im Augusta-Hotel, trat in den elterlichen Betrieb ein und übernahm ihn 1985. "Vom Papa habe ich das Leben gelernt - und die Leidenschaft für das Eis", sagt er. Elan, neue Ideen, neue Kreationen brachte er selbst ein -und er entschied sich bewusst, in Mannheim zu bleiben: "Ich wollte hier leben, hier ist mein Platz!"

Aber dass er dafür irgendwann einmal geehrt werden würde, auf diese Idee kam er nie. Viele Bloomäuler hätten ihn ein Leben lang begleitet. Horst Engelhardt war mit seinem Vater befreundet, den erwähnt er ebenso dankbar wie die Familie Grimminger, wie Bob Haag, Willi Menz, viele andere. "Dass ich da mal dazugehören soll, in diesen Freundeskreis aufgenommen werde, nein. . .". So richtig kann er es immer noch nicht fassen. Als ihm das Komitee die Ehre antrug, sei er sprachlos gewesen. "Wie ein Kurzschluss, ich wusste nicht, was mir passiert, wie schockgefrostet . . .", gesteht er.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 26.02.2014

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