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Schwetzingerstadt: Baugenehmigung für 50-Millionen-Euro-Projekt auf Parkplatz erteilt / Ursprüngliche Pläne geändert

Zwei Hotels an einem Platz

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 11.01.2017

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Im Hintergrund, die gelbe Brücke, der Neckarauer Übergang: Dieses brachliegende Grundstück soll jetzt bebaut werden - mit zwei Hotels.

© prosswitz

Nach Osten das Novum-Hotel (l.), nach Westen das - teurere - NH Hotel: So soll die Bebauung aussehen.

© prasch buken partner architekten/GBI AG

Noch im Frühjahr soll Baubeginn sein - die Genehmigungen hat die Stadt jetzt erteilt: Auf dem großen Parkplatz an der Ecke Seckenheimer Straße/Schlachthofstraße neben der Aral-Tankstelle sind gleich zwei Hotels unterschiedlicher Kategorien mit zusammen über 380 Zimmern geplant. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 50 Millionen Euro.

Das schon lange brachliegende Grundstück gehörte bisher der Stadt. Sie hatte es zeitweise als Bauplatz für eine neue Hauptfeuerwache geprüft, die nun aber - da von dort die Hilfsfrist besser einzuhalten ist - auf dem ehemaligen Vögele-Gelände in Neckarau entstand und im März bezogen wird. Dann war immer mal wieder von einem Bürohaus oder Hotel die Rede.

Im Oktober 2015 gab sich dann der Immobilienentwickler GBI AG aus Erlangen, der unter anderem Nachkommen des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy gehört, als neuer Eigentümer zu erkennen. Noch im zweiten Quartal 2016, hieß es seinerzeit, wolle man hier bauen. Neben einem Vier-Sterne-Hotel war aber von einem Haus mit 183 Apartments für Studierende und Auszubildende die Rede, betrieben von einer gemeinnützigen Stiftung der Mendelssohn-Erben. Es sollte nach Paul Eppstein benannt werden, ab 1928 Leiter der Mannheimer Volkshochschule. Er wurde von den Nazis umgebracht. Diese Pläne haben die Investoren aber nun revidiert. "Das hat mehrere Ursachen. Das sind viele Entwicklungen zusammen gekommen, die zu der Änderung geführt haben", sagte ein Sprecher auf Anfrage nur und sprach davon, man habe eben "den Markt genau beobachtet".

Coffeebar und Laden

Später als zunächst geplant werden daher nun beide Projekte in Angriff genommen - weil man beide zusammen realisieren wollte, hieß es. Es entstehen, so erklären die Investoren, "zwei Gebäude, die aber verbunden sind". Eine Tiefgarage bekommen sie nicht - auf dem Areal wird es auch noch nach der Bebauung hinter den beiden Hotels etwa 100 Stellplätze geben.

Unverändert planen die NH Hotels, drittgrößte Business-Hotelgruppe in Europa mit Sitz in Spanien, ein Vier-Sterne-Haus. Die Gruppe ist bisher nur am Viernheimer Rhein-Neckar-Zentrum, in Weinheim, Hirschberg und Heidelberg vertreten. Das neue Mannheimer Hotel wird über mehr als 220 Zimmer mit einer durchschnittlichen Größe von 23 Quadratmetern pro Zimmer verfügen. Auch ein Restaurant und eine Bar, ein Konferenzbereich mit Räumen für bis zu 300 Personen sowie ein Fitnessbereich sind vorgesehen. Der Pachtvertrag läuft über 20 Jahre. Man wolle an verkehrsgünstiger Lage "Geschäfts-, aber auch Städtereisende ansprechen", so die NH-Gruppe.

In dem anderen Gebäudeteil soll nun, statt den Studenten, ein sogenanntes "Budgethotel" Platz finden - also ein Haus der eher günstigeren Kategorie. Betreiber ist die Novum-Group, eine in Hamburg ansässige, inhabergeführte Kette mit 122 Hotels an 35 Standorten europaweit.

Sie verspricht "ein trendiges Style Hotel mit 168 Zimmern im smarten Design" sowie einer "innovativen Living Lobby mit einer speziell konzipierten Coffeebar für Hotelgäste und Nachbarschaft, gemütlichen sowie komfortablen Sitzmöbeln und Arbeitsplätzen zum Coworking". Auch ein "Pop-up-Store", also ein Laden mit häufig wechselnden Nutzern, wird angekündigt. David Etmenan, geschäftsführender Gesellschafter von Novum, begründet das Engagement damit, Mannheim sei eine "brummende Metropole".

Die Investoren sehen kein Problem damit, zwei Hotels nebeneinander zu realisieren. "Wir sind überzeugt, dass beide Hotels dort sehr gut funktionieren werden. Die Gästegruppen ergänzen sich gut. Und in einer Metropolregion wie Mannheim, die wirtschaftlich boomt, ist die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten groß", ist sich Chris-Norman Sauer, Head of Hotel Development der GBI, sicher. Mehrere Hoteltypen nebeneinander habe man auch schon in Frankfurt, Nürnberg oder Düsseldorf so realisiert - mit Erfolg.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 11.01.2017

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