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Reise: Das schönste Hochzeitsgeschenk – Mannheimer unterbrechen Mammut-Radtour für die Heirat von Tochter Gina

Zwischenstopp auf dem Weg um die Welt

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 10.07.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub

Reiseimpressionen: Evelyn Petersen und Uwe Mattern vor der Hagia Sophia in Istanbul (oben). - Am "Eisernen Tor" in Rumänien (li.). - In Georgien (Mitte). - Uwe mit seinem "Pedersen" auf einem serbischen Dammweg (re.).

©  privat

Zunächst war die Enttäuschung groß, gesellte sich zu der frohen Nachricht auch ein wenig Trauer: Als Tochter Gina zu Hause verkündete, dass sie am 7. 7. heiraten will, war zunächst klar, dass die Mama nicht dabei sein kann. Schließlich hatten sich Evelyn Petersen und ihr Mann Uwe Mattern gerade einen 20 Jahre lang gehegten Traum erfüllt. Anfang April startete das Ehepaar zu einer Weltreise auf dem Fahrrad (wir berichteten). Dafür hatten sie sich nicht nur vor zwei Jahren aufs Standesamt getraut. Vielmehr wagten der 49-jährige Sozialarbeiter und die Krankenschwester aus der Uniklinik Heidelberg, ihre Arbeitsplätze für zwei Jahre auf Eis zu legen. Von den bereits ausgestellten und zeitlich begrenzten Visa ganz zu schweigen. "Schweren Herzens mussten wir Gina sagen, dass sie bei der Feier nicht mit uns rechnen soll."

Herzliche Gastfreundschaft

Aber natürlich überlegte das Paar immer wieder hin und her, wartete nur auf eine Chance, doch noch schnell nach Mannheim zu fliegen. Und wie es der Zufall will: An der türkischen Grenze begegnen Evelyn und Uwe zwei belgischen Radlern. Und die haben die familienzusammenführende Nachricht in den Satteltaschen: Die Fähre von Kasachstan nach Usbekistan fährt ab sofort nicht mehr nur, wenn sie gerade voll ist, sondern ziemlich exakt alle 50 Stunden. "Ich hab nur zu Evelyn gesagt, wenn wir uns jetzt ganz doll beeilen und in Baku zwei Flüge buchen, dann klappt es." Doch Gina mailten sie natürlich erst an, als sie die Flugbestätigungen in Händen hielten. Die Reaktion der Braut: "Sie war aus dem Häuschen vor Freude."

Uwe Matterns Pedersen ist ein 1890 von dem Dänen Mikael Pedersen (1855-1929) entwickeltes Rad mit einem wie eine Hängematte aufgehängten geflochtenen Sattel. Der Rahmen ist nur aus Dreiecken gebaut. Mit Minimalgewicht erreicht er so eine extrem hohe Stabilität.

Die Globetrotter starteten Anfang April von der Kurpfalz zu ihrer Tour "Mit Rad und Zelt ein Mal um die Welt". In zwei Jahren wollen sie Europa, Asien, Australien, Süd- und Nordamerika bereisen. mai

Gastfreundschaft, die zu Herzen geht, berührende Begegnungen, aber auch ein gestohlener Geldbeutel und Attacken von streunenden Hunden und wilden Bienenschwärmen: Natürlich haben die Abenteurer jede Menge Geschichten im Gepäck. In Georgien mussten sie in Ermangelung eines anderen Weges über die Autobahn brausen - bergab mit 74,5 Stundenkilometern. "Glückshormone pur", schwärmt Uwe. "Das ist wohl eher was für Jungs", räumt Evelyn ein: "Ich hatte die ganze Zeit Angst vor Schlaglöchern." Inzwischen ist ihr Tagespensum von 60 auf 100 Kilometer angewachsen: "Der Trainingseffekt stellt sich doch rasch ein." Das Fest war jedenfalls wunderschön und die Weltenbummler juckt es schon in den Beinen. Heute geht es wieder los.

Apropos Hochzeit: Auch die Radler sind sich auf der Mammut-Tour noch näher gekommen. "Im Alltag mit zwei Kindern und zwei Berufen kriegt man ja manchmal nicht mal eine gemeinsame Mahlzeit hin", erzählt Evelyn. Und mit einem Blick aus strahlend blauen Augen in Uwes Richtung: "Jetzt haben wir viel Zeit füreinander. Wir fühlen uns wie in den Flitterwochen." Ob sie ihren Entschluss schon mal bereut haben? "Noch keine Sekunde", versichert Uwe: "Wir können es jedem nur empfehlen." Na dann: von ganzem Herzen gute Reise.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 10.07.2012

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