Jungbusch:
Friedensfeier der Jungbuschschule für einen guten Zweck
„Dass Friede werde unter uns…“
Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues
Lebensmittel für arme Menschen in der Stadt: Jungbusch-Grundschüler stifteten Essbares und feierten ein Friedensfest.
© Rittelmann
180 Kinder aus 26 Nationen besuchen die Jungbuschschule. Am letzten Schultag im Jahr ist es an der Ganztagesgrundschule guter Brauch, dass alle Schüler und Lehrer - und in diesem Jahr auch ganz besonders viele Eltern - noch einmal zusammenkommen zu einer Friedensfeier und sich Zeit nehmen, an die wichtigen Dinge im Leben zu denken: etwa an die Menschen, denen es nicht so gut geht.
Jedes Mal steht bei dieser Feier eines der vier Elemente der Erde im Mittelpunkt. In diesem Jahr war es das Element Luft. "Ohne Luft können wir nicht leben", sagte Religionslehrer Kai Mungenast, der die Feier mit seinen Kolleginnen Katja Kordelle und Daniela Werle vorbereitet hatte. Die Luft sei mal kalt, mal warm und manchmal stinke sie auch durch Abgase und Müll. Deshalb sollten die Menschen auf kurzen Strecken statt mit dem Auto mit dem Fahrrad fahren und Müll möglichst vermeiden, rief Mungenast zu mehr Umweltbewusstsein auf.
Beim Ein- und Ausatmen spürten und sahen die Kinder die Luft, fühlten sie beim Wedeln mit ihren Händen oder im aufgeblasenen Luftballons. In einem Halbkreis aus Tannenzweigen, Ästen und Kerzen ließen Schüler der vierten Klassen bunte Tücher in der Luft tanzen. So wie die Luft zum Atmen, so brauchten die Menschen Freundschaften, Klassenkameraden und Liebe, erklärte Mungenast. Deshalb sei es so wichtig, sich mit den Menschen zu vertragen, ihnen Freude zu schenken und zu helfen, wenn sie Hilfe benötigen. Nicht nur in der Welt, sondern auch in Mannheim gebe es Menschen, die Hunger leiden.
Lebensmittel gesammelt
Im Vorfeld der Feier hatten die Schüler deshalb Lebensmittel gesammelt. In Kisten und Körben brachten die Buben und Mädel Reis, Nudeln, Suppen, die wärmen, Mehl zum Brot-Backen und Zucker, der das Leben versüßt, aber auch Kaffee und Tee mit. Die Lebensmittel wurden im Anschluss an die Feier im Bollerwagen zu den Schwestern der Mutter Teresa in der Draisstraße transportiert, die sich um notleidende Menschen kümmern.
Schulleiterin Ursula Kremer dankte Schülern und Lehrern für die "würdige Feier mit viel Engagement" sowie den Eltern für die großzügigen Spenden. "Wo Menschen sich verbinden, den Hass überwinden, da berühren sich Himmel und Erde, dass Friede werde unter uns", sangen die Kinder. Sie wurden musikalisch begleitet von Kirsten Hoffmann (Gitarre) und Referendarin Melanie Huy (Klavier).
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