DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Freitag, 24.10.2014

Suchformular
 
 

Feudenheim Friedrichsfeld Innenstadt / Jungbusch Innenstadt / Jungbusch Käfertal Lindenhof Neckarau Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt Ost / Wohlgelegen / Herzogenried Neckarstadt West Neuostheim / Neuhermsheim Neuostheim / Neuhermsheim Oststadt / Schwetzingerstadt Oststadt / Schwetzingerstadt Rheinau / Hochstätt Sandhofen Schönau Seckenheim Vogelstang Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Waldhof / Gartenstadt / Luzenberg Wallstadt

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Käfertal: Im Vereinshaus der Löwenjäger wurde die Fasnacht in diesem Jahr gleich zweimal zu Grabe getragen

Fasnachtspartylöwen müssen Abbitte leisten

Im Sarg wurde die geliebte Fasnacht zu Grabe getragen. Im eigenen Vereinsheim verzichteten die Löwenjäger diesmal auf die symbolische Vebrennung.

© Blüthner

Zu einer eindrucksvollen Begräbnisfeier gehört vor allem Eines: Eine riesengroße Trauergesellschaft. Und wenn diese nicht in einem Raum Platz findet, dann hat die Verstorbene eben die Konsequenzen zu tragen. Sie muss es sich im Zweifelsfall gefallen lassen, dass sie nicht nur mehrfach betrauert, sondern ihr Sarg auch mehrfach vernagelt und wieder geöffnet wird. So geschehen mit der diesjährigen Fasnacht im Vereinshaus der Löwenjäger.

Kein Männerballett, keine Tanzmariechen, keine Offiziersgarden fanden hier noch Platz , um der nur 84 Tage jungen Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen. Alle, die mit ihr gefeiert und ihre stolzen Triumphe erlebt hatten (1. Platz bei Prämierung der Zugnummern, Offiziers-Tanzmariechen Jule Schweter in Karlsruhe zur Badischen Meisterin gekürt), waren gekommen, Abschied zu nehmen. Die Betroffenheit stand ihnen ins Gesicht geschrieben, als sie von dem tragischen und urplötzlichen Tod der Fasnacht hörten. Just hatte der Blitz die Gute getroffen, als sie zur Mitternacht eine Polonaise tanzte.

Dass dies kein himmlisches Gericht und keine Fügung der Parzen sei, sondern allein den Ausschweifungen ihrer Gefolgschaft geschuldet war, daran ließ Michael Plep als "tugendhafter" Elferratspräsident keinen Zweifel: "Seht hin, ihr Pharisäer, ihr habt sie zu Tode gefeiert! Dafür sollt Ihr bei stillem Wasser und saurem Hering darben." Und schon wurden sie gespeist, die lustigen Narren, denen in diesem Jahr tatsächlich ein kleines Stück Küchenrolle zum Beweinen der Fasnacht genügte. Ein guter Vater kennt seine Kinder, ein Präsident offensichtlich auch. Seiner Mahnpredigt mit Aufforderung zur Läuterung der Gemüter folgte eine Bütte von Jungelferrat Alexander Fleck, die den Blick des gestrengen Präsidenten-Vaters auf seine Karnevals-Kinder etwas relativierte. Er zumindest habe für die fünfte Jahreszeit sogar Kurpfälzisch gelernt, denn nur in dieser Sprache könnten Wein, Weib und Heiterkeit richtig hochleben. Mit einem viertel-stündigen Videoclip gedachte die Karneval-Gesellschaft, die im nächsten Jahr ihr 55-jähriges Bestehen feiert, der zurückliegenden Kampagne.

1. Vorsitzender Walter Dörr wies auf ein freudiges Ereignis von nahezu historischer Tragweite hin: Zum ersten Mal seit etwa fünfzig Jahren hätten die Löwenjäger mit den Spargelstechern zusammen gefeiert. Ein Streit zwischen den Gründungsvätern der Löwenjäger, der zur Neugründung der Spargelstecher geführt hatte, gerate damit nach zwei Generationen in Vergessenheit. Damit sei ein Auftakt für eine neue Ära gesetzt. am

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.02.2013

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich einloggen, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • via Facebook teilen
    • Drucken
    • Senden
     
     
    TICKER

    Das Wetter in der Metropolregion

    Mannheim - Prognose für 18 Uhr

    Das Wetter am 24.10.2014 in Mannheim: leicht bewölkt
    MIN. 4°
    MAX. 15°
     
     
     

    Kontakt zur Lokalredaktion

    Die Lokalredaktion erreichen Sie unter folgenden Telefonnummern:

     
    Sekretariat  
    Frau Roy 0621/392 13 18
    Frau Syring 0621/392 13 19
    Fax 0621/392 16 67
    Redakteure Stadtteilseiten  
    Mitte: Frau Philipp 0621/392 16 30
    Süd: Herr Cerny 0621/392 13 98
    Ost: Herr Jansch 0621/392 13 47
    Nord: Herr Zurheide 0621/392 13 16
     

    Schreiben Sie uns eine E-Mail!

    Newsletter

    Die "Morgenweb"-Redaktion hält Sie auf dem Laufenden - am Arbeitsplatz, zu Hause oder im Urlaub. Geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

    Weitere Newsletter

    Zum Thema

    Abschied mit trauriger Erkenntnis

    Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte", lautet ein bekannter Ausspruch des Malers Max Liebermann zu einem Aufmarsch der Nazis 1933. So ähnlich geht es mir, wenn ich das Wahlergebnis der NPD in Sandhofen sehe. Zwei Prozent in unserem Vorort für eine rassistische, die Demokratie… [mehr]

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR