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Feudenheim: Wild wachsende Robinien müssen weichen

Fällarbeiten auf der „Bell“

Ab Mitte Februar entfernt der städtische Fachbereich Grünflächen und Umwelt wild gewachsene Robinien am Trockenbiotop "Bell" im Bürgerpark Feudenheim. Die wild wachsenden Robinien breiten sich in dem Trockenbiotop aus und gelten als Bedrohung, weil sie den natürlich nährstoffarmen Boden mit Stickstoff anreichern. Auf diese Weise wandern weitere Pflanzen in das Trockenbiotop ein und verdrängen die für das Biotop typischen, spezialisierten Gewächse. Durch das Entfernen der Robinien wird der darunter liegende Sand freigelegt, so dass sich die spezialisierten Pflanzen wieder ungehindert auf ihrem ursprünglichen Areal ausbreiten können.

Die als Naturdenkmal unter Schutz stehende "Bell" befindet sich auf einer rund 2000 Quadratmeter großen Sanddüne. Dort hat sich eine sogenannte Sandrasenvegetation entwickelt, die Rückzugsort für seltene Pflanzen- und Tierarten ist. Das Flugsandgelände zeichnet sich durch ökologische Extrembedingungen aus: Trockenheit, Nährstoffarmut und tägliche Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad Celsius. Die Bell zeichnet sich besonders durch eine große Artenvielfalt bei Insekten aus. Dort kommen neben Sand- und Seidenbienen noch neun weitere Arten geschützter und seltener Insekten vor. red

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.02.2013

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