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Feudenheim: KG Lallehaag verabschiedet Jubiläumsprinzessin Jana und nimmt Stadtprinz Jörn mit offenen Armen auf

„Viele Momente mit Gänsehaut erlebt“

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Jansch

Abschied von einer "tollen" Jubiläumskampagne, v.l.: Lallehaag-Präsident Werner Barth, Jana Schüppel, Jörn Schmitt und Daniela Gruber.

© Prosswitz

Beim Heringsessen der KG Lallehaag gab es zum Abschluss einer kurzen aber heftigen Jubiläumskampagne reichlich Anlass, um Dankeschön zu sagen. Das schönste Kompliment machte dem Feudenheimer Traditionsverein aber Stadtprinz Jörn I.: "Ihr habt mir das Sahnehäubchen der Mannemer Fasnacht zur Seite gestellt - Eure Prinzessin." An der Seite ihres Prinzen nahm Jana I. Abschied von einer "einzigartigen, unvergesslichen Zeit", die wie im Flug vorübergegangen sei. "Ich habe viele Momente mit Gänsehaut erlebt", schwärmte sie, hätte sich aber eines sehnlichst gewünscht: "Einfach mal im Saal sitzen und das Programm anschauen."

Ihren Prinzen hat Jana als offenen, lustigen und humorvollen Begleiter erlebt: "Wir haben viel gelacht und Spaß gehabt." Jörn fühlte sich auf Anhieb wohl beim Lallehaag und zeigte sich "mehr als begeistert" vom Feudenheimer Fasnachtszug: "Dass da so eine Stimmung ist, das hat mich sehr beeindruckt. Vielleicht habt ihr nächstes Jahr noch einen Job für mich - und wenn ich nebenher laufe, ich kann auch Bulldog fahren." Senatspräsident Klaus-Peter Becker hatte auch gleich den Termin für den Ex-Prinzen parat, schon mal zum Vormerken: "Am 4. März 2014 ist der 62. Fasnachtszug."

Den Kontakt zur KG Lallehaag will Jörn auf jeden Fall weiter pflegen, unterzeichnete gleich einen Mitgliedsantrag. "Du weißt ja",feixte Präsident Werner Barth. "Bei uns müssen Mitglieder auch was schaffen." Barth berichtete von einer schönen, aber aufreibenden Kampagne. Besonders berührt habe ihn aber die Freude der krebskranken Kinder beim Adler-Event in der SAP-Arena. "Dafür ist Fasnacht auch da", sagte er, "um diesen Kindern ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern." In Reimform ließ Barth - immer wieder unterbrochen vom lautstarken Wehklagen der Oberheulboje Andy Christmann - die Jubiläumskampagne Revue passieren. "Fasnacht, ach Fasnacht, was hast Du uns für Spaß gemacht." Die kritischen Presse-Kommentare zum weihnachtlichen Auftakt bei der Prinzessinnensuche im Rhein-Neckar-Zentrum, als Vorsitzender Norbert Pauli die Stadtprinzessin im Santa Claus-Schlitten vorfuhr, konterte Barth mit dem Hinweis: "Brauchtum offen gegenüber zu stehen, heißt auch, neue Wege zu gehen."

Kritik übte Barth am Mannheimer Fasnachtszug, viel zu kurz sei er gewesen und dann das Nadelöhr beim Einbiegen in die Kunststraße: "Kurz, prägnant und auf den Punkt gebracht, do hot Monnem net richtig nachgedacht", fand er. Die Planken und die Breite Straße gehörten zum Fasnachtszug einfach dazu.

Die Heringe nach dem Original-Rezept von Ingrid Laarfeld mit Zwiebeln und Apfelstückchen schmeckten vorzüglich. Klaus-Peter Becker übernahm nicht nur in bewährter Manier die Moderation der Tombola - Glücksfee spielte Tanzmariechen Janina Jackstadt -, sondern als Vorstandsmitglied der Bürgergemeinschaft, gemeinsam mit Kassier Guido Ullrich, auch die Prämierung der tollsten Zugnummern beim Fasnachtszug. Seit 2009 ist diese Preisverleihung Programmpunkt beim Heringsessen der KG Lallehaag. Becker dankte allen Beteiligten, ohne die ein solcher Umzug nicht möglich wäre, und sagte mit Stolz: "Es ist schon beachtlich, was wir hier gemeinsam auf die Beine stellen."

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.02.2013

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