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Innenstadt/Jungbusch: Ausstellung der Internationalen Malschule der Arbeiterwohlfahrt in E 3,15 geht über Aschermittwoch hinaus

Venezianische Masken schmücken Café

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 01.03.2017

Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Jansch

Venezianische Masken im Café am Rathaus (v.l.): Can Prorozan, Linda Schwarz, Ebru Dogan, Christine Behrens sowie Hatice, Gülsen und Samuel Inan-Omloop.

© dir

Jeden Freitag zwischen 13 und 19 Uhr treffen sie sich in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Jungbuschstraße. Sie malen, tauschen sich über Kunst, Politik und gesellschaftliche Themen aus und sind, das betont die Leiterin, Christine Behrens, ausdrücklich, "eine ganz tolle Gruppe von außergewöhnlichen jungen Menschen." Zurzeit stellen die Schüler der Internationalen Malschule der AWO venezianische Masken im Café am Rathaus aus, ein Familienbetrieb von Hatice Inan-Omloop in E 3,15.

Für die Inhaberin war es überhaupt kein Thema, die Wände ihres Cafés während der Fasnachtstage - und darüber hinaus - für die kunstvoll gestalteten Masken zur Verfügung zu stellen. Christine Behrens hat sich vorgenommen, "dass wir durch solche Aktionen noch ein bisschen mehr auf uns aufmerksam machen." Immerhin hat sie gerade unter ihren älteren Schülern einige hochbegabte Talente ausgemacht. "Das ist nicht nur Schönmalerei", sagt sie, "sondern es sind wirklich ausdrucksstarke Bilder dabei."

Dass da durchaus Nachwuchskünstler am Werk sind, die mit Farben, Maltechniken und dem kreativen Einsatz von Accessoires umzugehen verstehen, sieht man auch den Venezianischen Masken an. Linda Schwarz (19) ist von Anfang an dabei. Sie liebt den Impressionismus und bewirbt sich gerade für ein Kunststudium. "Am liebsten würde ich einmal freie Künstlerin werden", verrät sie. Die Internationale Malschule sei in all den Jahren wie eine zweite Familie für sie geworden. Ihre Maske hat sie in kräftigem Dunkelblau bemalt und mit Gold und Edelsteinen ausdrucksvoll verziert.

Auch Ebru Dogan zählt mit ihren 20 Jahren schon zu den Älteren. Sie ist seit zehn Jahren dabei, entwirft gerne Landschaftsmalereien in Acryl und hatte in der Schule vier Stunden Kunst pro Woche. "Ich werde es hobbymäßig weitermachen", sagt sie. Im Gegensatz zu Linda hat Ebru ihre Maske ganz in Weiß gehalten und mit filigranen Linien versehen, die an ein verschnörkeltes Henna-Tattoo erinnern. Ebru mag an der Internationalen Malschule, dass keine klassische Lehrer-Schüler-Beziehung besteht. Mit Christine Behrens sind alle per Du. "Da geht man auch viel lieber hin" meint Ebru. Mit der Zeit seien richtige Freundschaften entstanden.

Christine Behrens unterrichtet als Kunst- und Deutschlehrerein an der Justus-von-Liebig-Schule. Sie hat vor 14 Jahren die Leitung der Internationalen Malschule übernommen. Neben der Kunst geht es ihr bei ihren Schützlingen vor allem um die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Mitmenschlichkeit, Freundschaft, aber auch gesellschaftliches Engagement und Zivilcourage. Mit ihrer Projektbewerbung für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" wollen die internationalen Malschüler ganz bewusst ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit setzen.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 01.03.2017

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