Bei der Diskussion um die Friedrich-Ebert-Schule kommt man aus dem Kopfschütteln kaum noch heraus. Schlimm genug, dass die Stadtverwaltung mit ihren Schließungsplänen für den Werkrealschulzweig vorgeprescht ist, nur um kurz darauf zurückzurudern. Allein mit den Folgen dieses Patzers hat die Schule schon hart genug zu kämpfen.
Doch die jahrelange Hängepartie mit dem Denkmalschutz macht es ihr noch viel schwerer, für Eltern und Schüler attraktiv zu wirken. Was genau die Behörde zu dem Schluss kommen lässt, bei dem sichtbar in die Jahre gekommenen Gebäude handele es sich um ein Kulturdenkmal, ist wenig schlüssig. Die Schule sei zu ihrer Entstehungszeit ein Modell für eine fortschrittliche Schule gewesen, heißt es. Schlauer ist man dadurch nicht, und das Kopfschütteln will auch nicht aufhören.
Es mag ja sein, dass der Bau, der zwischen 1962 und 1966 entstanden ist, damals das modernste Schulgebäude in ganz Mannheim war. Aber darf das jetzt noch eine Rolle spielen, wenn es doch darum geht, den Kindern vom Waldhof heute oder zumindest morgen vernünftige Bedingungen für modernen Unterricht zu bieten?
Wenn der Denkmalschutz sich nicht endlich äußert und Eltern und Schule weiter im Ungewissen lässt, verstärkt er nur das schlechte Image der Friedrich-Ebert-Schule, verschreckt die Eltern, setzt eine Negativspirale in Gang. Und das kann keiner wollen.
Leser-Kommentare
Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen