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Lindenhof: Das Junge Ensemble der Liedertafel gab ein Konzert in der St. Josef-Kirche

Berauschend schöne Musik ausdrucksvoll vorgetragen

Archiv-Artikel vom Freitag, den 30.10.2015

Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues

In die Welt des Madrigals mit seinem starken emotionalen Ausdruck entführte das Junge Ensemble der Liedertafel die begeisterten Zuhörer in der St. Josef-Kirche.

©  Prosswitz

"Madrigale" war der Titel des Konzerts des Jungen Ensembles der Mannheimer Liedertafel unter Leitung von Maria Rodriguez Luengo. Erfreulich viele Zuhörer wurden in der St. Josef-Kirche auf dem Lindenhof reich belohnt mit einem abwechslungsreichen und stimmungsvollen Programm.

"Das Madrigal war die bedeutendste weltliche Musikform seiner Zeit, dessen Blüte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war", erläuterten David Schumacher und Andreas Hartmann: Die Texte beinhalten zumeist weltliche Themen. Der durchkomponierte Komplex mit starkem emotionalem Ausdruck war seinerzeit wegweisend in Stil und Technik.

Das Konzertprogramm stellte Motetten und Madrigale verschiedener Epochen und Stile einander gegenüber. Jedes Stück war wie aus einem Guss, durchdacht und geformt: Das Konzert des Jungen Ensembles begeisterte unter dem inspirierten Dirigat von Maria Rodriguez Luengo durch eine Kombination von Konzentration und großer Gelassenheit. Die Qualität, die Homogenität, das gestalterische Vermögen des hochkarätigen Ensembles ließen Zuhörern den Atem stocken. Der Chor brachte die Werke in all ihrer Individualität zum Glänzen.

Liebe musikalisch dargestellt

Zu Beginn des Konzertes ging es um Abschied mit einer Motette zum Karfreitag des Spaniers Tomás Luis De Victoria (1546-1611) und einem Madrigal von Claudio Monteverdi (1567-1643), das vom Abschied zweier Liebender erzählte. Leidenschaftlich und mit feinen dynamischen Abstufungen sang der Chor, ebenso bei Guarinis "Che Se Tu Sei Ti Cor Mio", das eine innige Liebesbeziehung musikalisch darstellt.

Mit dem schon in die neue Musik gehenden Madrigal von Cristòfor Taltabull (1888-1964) war das zentrale Thema des Abends erreicht: Herz, Liebe, Natur und Unendlichkeit. In schönster musikalischer Übereinstimmung mit dem Dirigat Maria Rodriguez Luengos agierte der Chor. Berauschend schön auch das moderne Hohe Lied Salominis "Quam Pulchra Es Amica Mea" von Ludo Caesen (*1956) sowie das innige "Ego Dormio", mit dem Heinrich Schütz (1585-1672) die Liebe beschwört. Beide Chorstücke bewältigte der Chor mit Ausdruckskraft und Präzision.

Der gemischte Chor wurde abgelöst von den Frauen, die mit César Cuis (1835-1918) "L'onde Est Endormie" einen zarten Sommernachtstraum heraufbeschworen. Danach vereinte sich der Chor wieder zu einem klangvollen Naturgemälde "Cade La Sera" des Italieners Ildebrando Pizzetti (1883-1968), bevor es mit Sven-David Sandströms (*1954) schlichter, aber ausdrucksstarker Vertonung der Unendlichkeit zurück zum Ursprung ging. Nach lang anhaltendem, kräftigem Applaus gab es noch eine leichtfüßige Zugabe mit einem Nachtlied in flüssigem Legato.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 30.10.2015

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