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Lindenhof: Bezirksbeirat kann sich immer noch nicht mit der Bebauung auf dem künftigen Hanns-Glückstein-Park anfreunden

„Die Kröte müssen wir wohl schlucken“

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

Rechts an dem ehemaligen Werkstattgebäude der Bahn soll künftig die "Glückstein-Allee" verlaufen. Dafür muss der seitliche Anbau deutlich gestutzt werden, was auf dem Lindenhof auf Kritik stößt.

©  Rittelmann

"Das ist wohl die Kröte, die wir schlucken müssen", meinte verbittert Bezirksbeirat Peter Karbstein (Grüne), nachdem er vom Ottmar Schmitt, dem Projektleiter des Glückstein-Quartiers, den Sachstand beim Fortschritt und die weitere Entwicklung des Vorhabens vernahm. Auf der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirates in der Lanz-Kapelle ließen sich die Stadtteilvertreter umfassend über die geplanten Bauten informieren. Karbstein, aber auch den übrigen Mitgliedern des Stadtteilgremiums ist die teilweise Bebauung des Glückstein-Parks ein Dorn im Auge. "Von einem Park kann man nicht mehr reden", setzte Wolf Engelen (FDP) nach.

Noch in diesem Frühjahr soll ein Wettbewerb zum Hanns-Glückstein-Platz ausgelobt werden. Dabei hat die Stadt bereits Vorgaben formuliert. So sollen die Gebäude - die Verwaltung spricht von "Stadtvillen" - so angeordnet werden, dass eine "freie Blickbeziehung" vom Park zu dem historischen Ensemble, bestehend aus dem denkmalgeschützten Lokschuppen und dem benachbarten Werkstattgebäude.

In den Wettbewerb wird auch die landschaftsplanerische Gestaltung des Parks einbezogen werden. Dabei legt die Stadtverwaltung wert auf einen "natürlichen Übergang zwischen dem öffentlichen Park und den privaten Grundstücken für die Stadtvillen." Die Diskussion um das künftige Aussehen des Parks dauert seit Monaten an. Nun meint Projektleiter Schmitt, dass "mit dem Wettbewerb die Stadtverwaltung ihr Versprechen gegenüber dem Bezirksbeirat und den örtlichen Gemeinderäten erfüllt, eine Lösung für die Anordnung der Stadtvillen zu suchen, die von der Mehrheit mitgetragen werden kann". Offenbar schweren Herzens, wie Karbsteins Bemerkung von der Kröte, die es zu schlucken gelte, deutlich machte. Beirätin Dr. Ingeborg Dörr schlug gar vor, eine der drei geplanten Stadtvillen gar nicht erst zu bauen.

Kein Kopfzerbrechen scheint die Bebauung der ehemaligen "Bahnhofsinsel" auf dem Lindenhof zu bereiten. Der erste Wettbewerb für ein Grundstück nördlich des Lokschuppens ist abgeschlossen (wir berichteten). Den 1. Preis heimste das Architekturbüro Sacker-Architekten aus Freiburg ein. Es schlägt ein mehrstufiges 36 bis 44 Meter hohes Gebäude mit Tiefgarage, Büroräumen und Wohnungen vor. Die Büros sollen zur Bahnseite platziert sein und so die Wohnungen zum Lindenhof hin vom Lärm der vorbeifahrenden Züge schützen.

Parallel dazu laufen die Arbeiten an der neuen Südtangente. Dabei vernahmen die Bezirksbeiräte, dass auch die künftigen "Glücksteinallee" bald Konturen annehmen soll. Sie wird etwa dort verlaufen, wo früher die Südtangente war. Breit genug wird sie angelegt, um später eine Bahnlinie aufnehmen zu können.

Eine Planung, die Bezirksbeirat Engelen missmutig verfolgt. Er kritisiert die "Verstümmelung des historischen Werkstattgebäudes", dessen seitlicher Anbau der Allee weitgehend zum Opfer fallen soll. Vor allem der künftigen Stadtbahn wegen, die um den Anbau einen kleinen Bogen fahren müsste.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.02.2013

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