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Herzogenried: Hochhausbemalung durch Künstler Bahaiden – ein interkulturelles Beteiligungsprojekt mit Schülern zum Thema Frieden

Mit Freude und Farbe gegen das Betongrau

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 14.08.2013

Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues

Künstler Bahaiden (rechts von seinen drei Entwürfen mit Kappe) und die Jury vor der noch leeren Hochhausfassade im Herzogenried.

© ost

In diesen Tagen startete die Hochhausbemalung am Herrenried 3 durch Künstler Bahaiden - ein interkulturelles Beteiligungsprojekt mit Schülern unter der Überschrift: "Kulturen in Farbe - Nationen in Frieden". Kunst im offenen Raum hat im Herzogenried Tradition. Drei Hochhäuser wurden bereits mit unterschiedlichen Motiven bemalt.

Große Akzeptanz

Ebenso wurden kleine Elektrokästen, Häuser- und Spielplatzwände farbenfroh von professionellen Künstlern zusammen mit Kindern und Jugendlichen gestaltet. Die Bemalung stoße auf "große Akzeptanz" in der Bevölkerung, berichtete Quartiermanager Michael Lapp. Doch es gebe noch viele große, freie Flächen. Das Hochhaus Herrenried 3, das einer Eigentümergemeinschaft gehört, blicke mit der Fassade auf den Schulhof der Käthe-Kollwitz-Schule und den Hof des Kinderhauses und sei überall im Stadtteil weithin sichtbar, so Lapp. Er ist sicher, dass das farbenfrohe Bild, das auf der 38,5 Meter hohen und 13,25 Meter breiten Fassade in die Höhe wächst, "ein ansprechendes Kunstwerk mit Strahlkraft wird".

Der Quartiermanager stellte den Künstler vor: Bahaiden, ein Kurde aus Nordirak, kam 1999 nach Deutschland. Er hat sein Atelier in der Schwetzingerstadt und ist weltweit unterwegs mit seinen Künsten. Kennengelernt haben sich Lapp und Bahaiden durch die Kunsttour, bei der der Künstler einen Wunschbaum aufstellte. Sein Wunsch, so Lapp, sei es gewesen, im multikulturellen Stadtteil, mit einem Migrationsanteil von 47 Prozent und Menschen aus 127 verschiedenen Nationen, ein interkulturelles Beteiligungsprojekt mit Schülern zum Thema Frieden zu machen. "Kulturen in Farbe - Nationen in Frieden" habe er als Arbeitsauftrag gewählt. "Das ist nicht selbstverständlich, dass die Menschen hier so friedlich und harmonisch zusammenleben", glaubte Lapp. In den neun Jahren seines Hierseins habe er noch keine Auseinandersetzung erlebt.

Die Ausschreibung erfolgte mit der Integrierten Gesamtschule Herzogenried und der Internationale Waldorfschule, mit Schülern aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturen. Die Schüler haben seit Beginn des Schuljahres einige hundert Zeichnungen im Kunstunterricht erstellt. Bahaiden hatte die Zeichnungen überarbeitet, indem er die Motive der Schüler zu einem farbenfrohen Mosaik zusammenführte, und drei Entwürfe mitgebracht. Über das endgültige Motiv entschied eine Jury, zu der neben Quartiermanager Lapp auch Stefanie Rihm vom Kulturamt Mannheim, Prof. Dr. Henry Keazor von der Universität Heidelberg, Vorsitzender Thomas Trüper und Axel Stamm von der Interessengemeinschaft Herzogenried, Vorsitzender Reimar Schröter sowie Klaus Klinger und Roland Nuss vom Verwaltungsbeirat Herrenried 3 und Hausverwalter Richard Bergold gehörten.

Reimar Schröter bot Bahaiden an, seine Materialien im Keller des Hochhauses unterzustellen, und die Leiterin des Kinderhauses, Ute Heidenreich, lud den Künstler während des Gestaltungsprozesses zum Mittagessen ins Kinderhaus ein. Das Projekt sei nur zustande gekommen dank vieler Sponsoren, sagte Lapp. 25 000 Euro kosteten Gerüst, Material, Künstlerhonorar, ein Katalog mit den Zeichnungen der Schüler und eine Infotafel am Kunstobjekt.

Etwa vier bis sechs Wochen werde die Bemalung des Hochhauses dauern, rechnet Lapp. Ende September soll dann die Einweihungsfeier sein.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 14.08.2013

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