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Herzogenried: Theaterkurs der Integrierten Gesamtschule inszeniert „Uffchaka“

Von abtrünnigen Ameisen

Archiv-Artikel vom Freitag, den 22.07.2016

Von unserem Mitarbeiter Christian Hoffmann

Mehr als 40 Schüler, Musiker und Pädagogen wirken beim Theaterstück "Uffchaka - Wanze Muldoons neuer Fall" mit.

© Rittelmann

Wie funktioniert eine Gesellschaft? Was hält sie im Innersten zusammen? Um die Antworten auf diese Fragen zu verstehen, eignet es sich, einen Ameisenstaat unter die Lupe zu nehmen. In einem solch wuseligen Haufen kommt jeder Ameise eine Aufgabe zu, die in Standeskasten eingeteilten Arbeiter werkeln Hand in Hand. Wobei über diesem Mikrokosmos die große Ameisenkönigin wacht. Wie sich eine separatistische Ameisen-Truppe zusammenrottet und gegen die unterdrückende Königin aufbegehrt, davon erzählt das Theaterstück "Uffchaka - Wanze Muldoons neuer Fall". Das choreografische Theater "Halle 4" der Integrierten Gesamtschule im Herzogenried führte dieses Schauspiel, etwas umgeschrieben von Dramaturg Wolf Rüdiger Wilms, in seiner Aula auf.

Zentraler Schauplatz des Stücks ist "Dixies Bar", wo sich die Ameisen auf einen Drink treffen. Zu dieser Szene spielte die Musikwerkstatt der Integrierten Gesamtschule, bestehend aus Violinen, Querflöte, Klarinetten und Klavier, die berühmte jazzige Cantina-Melodie der außerirdischen Kneipen-Combo aus dem Science-Fiction-Klassiker "Krieg der Sterne".

Kein blinder Gehorsam

Gemeinsam mit einer Terrorgruppe aggressiver Wespen geht die abtrünnige Ameisen-Truppe eine kämpferische Verschwörung ein, um sich gegen den Ameisenstaat aufzulehnen. "Der hirnlose und blinde Gehorsam der Ameisen-Bataillone gefällt ihnen nicht, sie wollen das eigene Denken nicht ausschalten", steht dazu im Programmblatt des gesamtschulischen Theaterstücks "Uffchaka". Außerdem kommen Privatdetektiv Muldoon, ein feister Käfer, und die Reporterin Wilma, ein neugieriger Grashüpfer, ins versponnene Spiel, die diesem Kriminalfall nachspüren. Zwischen den grünen Halmen eines Privatgartens trägt sich die Handlung zu. Über diese kleinteilige Insektenwelt hinweg schreitet Gott Java, ein älterer Herr, dem der Garten gehört - in der Inszenierung dargestellt von Dramaturg Wolf Rüdiger Wilms. Und der am Schluss mit Gasmaske und Insektengift sprühend Völkermord an dem kriegerischen Ameisenstaat verübt.

"Unsere Schulleitung ist super, so etwas hat man selten, ich darf mich hier austoben wie auf einem Spielplatz", lobte Regisseur und Deutschlehrer Serdar Gür. Zurück geht das Stück auf eine Kinderbuch-Reihe von Paul Shipton. "Im Unterricht nahmen wir mit den Schülern der fünften und sechsten Klasse dazu vorher Themen durch wie Diktatur und Demokratie", schilderte Gür. Seit diesem Schuljahr arbeitet der 29-Jährige als fester Lehrer an der Integrierten Gesamtschule, realisiert jedoch bereits seit 2009 dort Theaterprojekte.

Von der fünften bis zur 13. Klasse beteiligten sich mehr als 40 Schüler an "Uffchaka". Es ist eine technisch aufwendige Inszenierung - eine Kooperation mit der Schnawwl-Jugendbühne des Nationaltheaters und dem Heidelberger Institut für Heilpädagogik und Erziehungshilfe. Wobei die Schüler sogar die Kostüme selbst geschneidert haben.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 22.07.2016

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