Mit betroffenen Gesichtern trugen die Mitglieder der Neckarstädter Narrengilde (NNG) in einer tränenreichen Prozession die Fasnacht zu Grabe. In einem öffentlichen Schauspiel wurde Prinz Jokus zuerst betrauert und dann auf der Wiese vor der Gaststätte des ESC Mannheim in seinem Sarg verbrannt.
"Lange Jahre gab es bei uns überhaupt kein Heringsessen", erklärte Karl-Heinz Huft. Diesmal jedoch trauere man zum ersten Mal wieder mit allem Drum und Dran", so der erste Vorsitzende, der sich diesmal als Pfarrer in die tiefe Trauer gestürzt sah. Dabei hatte sich Huft Monsignore Don Camillo (Günter Wittmann ) zur Unterstützung an die Seite geholt, der in Vertretung des Papstes dem scheidenden Fasnachtsprinzen seinen Segen gab.
Positives überwog dann aber doch in der Rückschau auf die vergangenen Wochen. "Mit Kimberly Köhnlein hatten wir ein tolles neues Tanzmariechen", lobte Huft. Die 14-Jährige habe ihre Sache souverän gemeistert. Die ausverkaufte Prunksitzung der Narrengilde sowie der Rosenmontagsball seien ein voller Erfolg gewesen.
Bereits schon jetzt laufen die Planungen für die kommende Kampagne auf vollen Touren. 2014 nimmt die Neckarstädter Narrengilde als Neuerung eine Herrenweinprobe in den Terminkalender auf, wie der erste Vorsitzende berichtete. 2016 darf der 100 Mitglieder zählende große Verein die Mannheimer Stadtprinzessin stellen. Vorerst werde aber dem Alkohol entsagt, wie die Trauergemeinde in einem feierlichen Gelöbnis dem Pfarrer versprach. Jetzt gelte es Kräfte zu sammeln für die kommende Narrensaison, wenn Prinz Jokus aufersteht und jeder Aktive in der Gilde wieder seine Narrenkappe trägt.
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