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Nördliche Stadtteile: SPD-Landtagsabgeordneter Stefan Fulst-Blei spricht über Bildungschancen im Mannheimer Norden

„Kerschensteiner ist sehr weit“

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Zurheide

Vor allem über die Gemeinschaftsschule und die Folgen der weggefallenen Grundschulempfehlung gab Stefan Fulst-Blei (stehend) Auskunft.

© Rittelmann

Was tut sich bei den Schulen im Mannheimer Norden? Wie macht sich der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung bemerkbar und wie wirkt sich die Einführung der Gemeinschaftsschule an der Kerschensteiner Schule aus? Um all diese Fragen drehte sich ein Informationsabend, zu dem der SPD-Ortsverein aus Sandhofen in die Räumlichkeiten der AWO geladen hatte.

Mit dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Fulst-Blei, stand den wenigen interessierten Bürgern, die gekommen waren, ein qualifizierter Ansprechpartner zur Verfügung.

Werkrealschulen leiden

Fulst-Blei verteidigte zunächst den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung. Zuvor habe es bei den Empfehlungen auffallende Unterschiede zwischen Akademiker- und Arbeiterkindern gegeben. "Die Akademiker-Eltern standen im Zweifel so lange bei den Lehrern auf der Matte, bis sie die Empfehlung für ihr Kind hatten", sagte der Landtagsabgeordnete.

Zwar musste er zugeben, dass vor allem die Werkrealschulen unter dem Wegfall der verbindlichen Empfehlung leiden, doch diese seien schon vorher in die Knie gegangen. "Die Dreigliedrigkeit funktioniert nicht mehr", so Fulst-Blei, der gleichzeitig betonte, dass er die Schließung der Friedrich-Ebert-Werkrealschule auf dem Waldhof für äußerst schwierig halte. "Sowohl aus pädagogischen als auch aus stadtteilentwicklungstechnischen Gründen", so der SPD-Politiker.

Fulst-Blei zeigte sich zudem als Verfechter der Gemeinschaftsschule. Diese biete viele individuelle Arbeitsphasen und die Schüler könnten in jedem Fach in ihrer Geschwindigkeit arbeiten. Mit der Kerschensteiner Schule auf der Schönau wird es nun schon bald auch im Norden eine solche Schule geben. Fulst-Blei ist beeindruckt von den Bedingungen und dem Konzept der Schule. "Die Kerschensteiner ist da extrem weit. Frau Senger (Leiterin der Kerschensteiner Schule, Anm. d. Red.) arbeitet ja schon seit 1999 so." SPD-Bezirksbeirat Julian Marx warf ein, dass das Prinzip der Gemeinschaftsschule eigentlich dem der Waldorfschule gleiche. Ein Vergleich, dem Fulst-Blei zustimmte: "Ja, ich empfinde es als die öffentlich-rechtliche Antwort auf die Waldorfschulen."

Entlastung für IGMH

Bei den Bürgern waren hier und da noch Zweifel gegenüber dem Sinn der Gemeinschaftsschule spürbar. Das alte System habe doch funktioniert, war immer wieder zu hören. Doch Fulst-Blei hielt dagegen. "Ich kann die Ängste ja verstehen, aber es geht darum, dass wir ein vernünftiges Schulsystem für die Kinder bekommen." Die Gemeinschaftsschule könne da eine Chance sein, um schwierige Schüler aus der Frustration zu holen. Zudem sei sie eine Möglichkeit, um das Imageproblem der Werkrealschulen zu lösen.

Dass die Nachfrage nach innovativen Schulkonzepten durchaus vorhanden ist, zeigen die immer weiter steigenden Anmeldezahlen an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH). Auch um diese zu entlasten, sei die Gemeinschaftsschule auf der Schönau zu begrüßen, so Fulst-Blei.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.02.2013

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