Sandhofen:
„Prinz Karneval“ zum Fasnachtsausklang von den „Stichlern“ betrauert / Danach launiges Programm und eine Ehrung für den ältesten Elferrat, Erich Ruf
Nach der Trauer kommt Spaß zurück
Von unserer Mitarbeiterin Angelika Engler
Erich Ruf (Mitte), der älteste Elferrat der "Stichler", erhielt unter anderen von Prinzessin Jenny I. für seine Verdienste eine Ehrenurkunde.
© eng
Mit viel Geheul und Gejammer hat die "Trauergemeinde" der 1. SKG "Die Stichler" beim traditionell am Aschermittwoch abgehaltenen Heringsessen im Gemeindesaal der Bartholomäusgemeinde Abschied von der närrischen Jahreszeit genommen.
Damit "Prinz Karneval" pünktlich zum 11.11. wieder zum Leben erweckt wird, rief seine "Eminenz", Horst Karcher beim Heringsessen der 1. SKG "Die Stichler" zum Ausklang der Fasnacht gleich eine ganze Reihe von Fasnachtsheiligen an: "Liebe Senatsgeschwister, verehrte Trauergemeinde und sonstige hintertriebenen Heringsbändiger." Der Dahingeschiedene "Prinz Karneval" wurde dieses Mal nicht als Leiche, sondern nur als Urne präsentiert.
Nach einigen verhaltenen Sa-Hois und dem Choral "Trinkfest und arbeitsscheu, aber den Stichlern treu" beendete die Gesellschaft schließlich ihre "Trauerfeier". Danach ging es wieder spaßig zu. Die "Matronas" und auch Horst Karcher als "Barbier von Sevilla" unterhielten die Gäste ebenso glänzend wie drei Tanzpaare.
Noch bevor das Präsidium und Senatspräsident Willi Weiser allen Beteiligten für ihre Unterstützung während der Kampagne dankten und Prinzessin Jenny I. ihre Geschenke erhielt, ernannten Vorstand Michael Schober und die stellvertretende Vorsitzende, Elke Sohns, Erich Ruf zum Ehrenmitglied.
Der mit 89 Jahren älteste Elferrat der "Stichler" nimmt zwar nicht mehr aktiv an den Veranstaltungen teil. Für seine Verdienste rund um die "Stichler" erhielt er nun aber eine Urkunde. Erich Ruf, der seit einigen Jahren bei seiner Lebensgefährtin im bayerischen Deggendorf wohnt, ist seit den Anfängen der "Stichler" Mitglied in dem Karnevalsverein.
Zwischen den einzelnen Programmpunkten und der Ehrung ließen sich die Gäste in dem voll besetzten Gemeindesaal natürlich auch die bereits vor Tagen eingelegten Heringe mit "Quellmännern" gut schmecken.
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