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Schönau: Oberbürgermeister Peter Kurz überzeugt sich bei Rundgang von der Entwicklung des einstigen Problemviertels

Ein Stadtteil wandelt sich

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Zurheide

Oberbürgermeister Peter Kurz (links) lässt sich von GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier (Zweiter von links) die Projekte auf der Schönau zeigen. Stadträtin Andrea Safferling (Vierte von links) wies auch auf Probleme hin.

© Troester

Baracken, Schmutz, Kriminalität - das fällt vielen Nicht-Schönauern wohl als Erstes ein, wenn sie an den Stadtteil im Norden Mannheims denken. Das Image der Schönau könnte - vorsichtig formuliert - besser sein. Doch die Schönau hat sich gemacht. Seit 2005 wurden viele Gebäude von der GBG Wohnungsbaugenossenschaft saniert oder neu gebaut.

Von den Fortschritten in dem einstigen Problemviertel hat sich nun auch Oberbürgermeister Peter Kurz bei einem Rundgang überzeugt. "Die Schönau ist ein sehr unterschätzter Stadtteil. Hier wurde schon einiges bewegt, und die Lebensqualität wird von außerhalb oft noch nicht so gesehen", sagte Kurz. Begleitet von der Schönauer SPD, dem Quartierbüro, Vertretern der GBG und zahlreichen interessierten Bürgern ließ sich der OB einige Bauprojekte zeigen.

Kindern die Natur nahebringen

So sah sich der Tross unter anderem Häuser in der Memeler Straße, dem Insterburger Weg oder dem Tarnowitzer Weg an, die teilweise höchst umfangreich modernisiert wurden. Die Mieten sollen trotz der Renovierungs- oder Neubaumaßnahmen aber verhältnismäßig niedrig bleiben, verspricht GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier.

Inmitten des Parks am Karlsberger Weg begutachteten der OB und sein Gefolge außerdem einen Lerngarten, den Mitarbeiter des Quartierbüros und Grundschüler von der Schönau angelegt hatten. "Ziel ist es, den Kindern die Natur nahezubringen", sagt Christian Endres vom Quartierbüro. Eines fällt dabei auf: Die Grünanlage rund um den Garten ist bemerkenswert gepflegt und sauber.

Prestigeobjekt wird 2013 fertig

Auch in den Straßen ist von Vermüllung kaum etwas zu sehen. Einen Eindruck davon, wie es noch vor sieben Jahren - also vor Beginn der Sanierungsarbeiten - auf der Schönau ausgesehen hat, erhielten die Teilnehmer des Rundgangs im Insterburger Weg. Während die Häuser auf der einen Straßenseite schon komplett saniert sind und in neuem Glanze strahlen, laufen die Arbeiten auf der anderen Seite noch, und unter den Bauplanen sind die Spuren der Zeit deutlich zu sehen.

Das Prestigeobjekt der Sanierungsmaßnahmen wartete dann in der Lilienthalstraße 232. Das fünfgeschossige Haus wird derzeit energetisch saniert. Soll heißen: Mit Unterstützung der Technischen Universität Darmstadt erhält es eine klimaaktive Hülle. Diese soll die sonnenerwärmte Luft rund um das Gebäude verteilen und über einen Wärmespeicher puffern. "Das ist quasi das Highlight unserer Maßnahmen", sagt GBG-Geschäftsführer Bielmeier stolz. Im kommenden Frühjahr oder Sommer soll das Haus einzugsbereit sein.

Dass die zehn Wohnungen in der Lilienthalstraße dann bewohnt sein werden, steht für die GBG außer Frage. Probleme damit, Mieter für die sanierten Gebäude zu finden, hat die Genossenschaft nicht. Zu den alteingesessenen Schönauern kommen auch immer mehr Menschen von außerhalb hinzu. Langfristig versprechen sich die Verantwortlichen von den Sanierungen daher auch eine Durchmischung der Bewohner. "Die findet aber bereits statt", versichert Endres.

Als problematisch gilt nach wie vor die Endhaltestelle, an der sich Kurz von Stadträtin Andrea Safferling ins Bild setzen lässt: "Ein Problem ist, dass hier Alkohol verkauft wird, und Aussteigende dann bepöbelt werden." Zwar habe sich die Lage schon gebessert, aber eine endgültige Lösung für das Problem sei noch nicht in Sicht, sagte Safferling.

Um die Attraktivität des Stadtteils zu steigern, wird auch weiterhin investiert. 2017 sollen die Maßnahmen für Schönau-Mitte abgeschlossen sein - danach soll der Schönauer Norden folgen. "Es hat sich bereits viel getan, aber es ist auch noch viel zu tun", fasst Bielmeier zusammen. Neben Sanierungen von Wohngebäuden soll auch die Aufwertung des Lena-Maurer-Platzes zum Schönauer Zentrum vorangetrieben werden.

Neue Skateranlage geplant

Ein besonderes Projekt ist zudem der Bau einer großen Skateranlage, der im kommenden Jahr erfolgen soll. "Diese Anlage wird eine Strahlkraft haben, die auch Jugendliche aus Mannheim oder Heidelberg hierher bringen wird", sagt Endres. Da konnte auch der OB aus eigener Erfahrung berichten. "Ich musste meinen Sohn zum Skaten immer nach Haßloch fahren." In Zukunft dürfte er seinen Sprössling wohl eher auf der Schönau absetzen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 20.07.2012

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