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Rheinau: Närrischer „Rathaussturm“ auch ohne Rathaus möglich

„Seckenheimer Herrschaft? Nein!“

Von unserem Redaktionsmitglied Konstantin Groß

Fasnachter und Verwaltung im Einvernehmen: Bürgerdienstleiterin Patricia Popp und "Sandhase"-Präsident Holger Kubinski bei der Schlüsselübergabe.

©  Prosswitz

Wo einen "Rathaussturm" veranstalten, wenn das Rathaus (wegen Renovierung) nicht zur Verfügung steht? Eine Frage, der sich der Carnevalverein "Die Sandhase" gegenübersieht. Aber es gibt auch eine Antwort: In einem anderen Gebäude des Stadtteils, das ebenso repräsentativ ist, an exponierter Stelle steht. Und so wählen die Fasnachter des Stadtteils das letztes Jahr eingeweihte Seniorenzentrum Rheinauer Tor.

"In diesem Exil fühlen wir uns sehr wohl", bekennt "Sandhase"-Präsident Holger Kubinski und dankt Einrichtungsleiter Ralf Bastian, "dass wir heute hier sein dürfen." Das Ambiente sei wunderbar: "Und wir hoffen, dass unser Rathaus nach der Renovierung ebenso aussieht."

Es folgt das liebgewordene verbale Fingerhakeln über die Herrschaft im Rathaus und damit im Vorort. "Da das Rathaus derzeit keine Haustür hat, gibt es auch keine Rathaus-Kasse", versucht Hausherrin Patricia Popp ihre Herausgabe zu verhindern. "Jedes Jahr neue Ausreden!", schüttelt Kubinski nur den Kopf.

Schlüssel ohne Tür

Ohnehin entdeckt er die Kasse auf einem nahen Stehtisch, sogar mit einem Haufen Geldscheinen, die sich allerdings als Servietten erweisen. Am Ende übergibt Popp natürlich auch den obligatorischen Schlüssel für die derzeit fehlende Rathaustür.

Derart mit den Insignien der Macht ausgestattet, verkündet Holger Kubinski sein 11-Punkte-Regierungsprogramm. An seiner Spitze steht - wer hätte das bezweifelt - die Ablehnung des zum 1. Januar in Kraft getretenen Neuzuschnitts der Bürgerdienstgrenzen, auf Grund dessen künftig nicht mehr Patricia Popp für Rheinau zuständig ist, sondern ihr Seckenheimer Kollege Zimmermann: "Wir unterwerfen uns nicht der Seckenheimer Herrschaft, nachdem wir sie vor genau 100 Jahren abgeschüttelt haben", formuliert Kubinski unter Anspielung auf die Abtrennung Rheinaus von Seckenheim und die Eingemeindung nach Mannheim vor genau 100 Jahren.

11-Punkte-Programm

Weitere Forderungen folgen, so nach Beseitigung der Schlaglöcher in der Durlacher und der Wachenburgstraße. "Dies sind Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung", pariert Bürgermeister Lothar Quast - natürlich ohne großen Erfolg beim Publikum. Ebenso wie beim Bürgerdienst, wobei er Patricia Popp für ihre bisherige Arbeit ausdrücklich dankt.

Da Politiker "Karnevalisten sind, die das ganze Jahr über Fasnacht machen", freut es Kubinski, viele weitere Ehrengäste begrüßen zu können: die Abgeordneten Birgit Reinemund, Stefan Rebmann und Wolfgang Raufelder sowie die neue Mannheimer Umweltdezernentin Felicitas Kubala und den Brühler Bürgermeister Dr. Ralf Göck.

Auch Stadtprinzessin Jana I. kommt vorbei - dies umso lieber, als sie ja im benachbarten Neckarau geboren sei, wie sie erinnert. Doch bald muss sie weiter: "Wenn's am Schönsten ist, muss man gehen", räsoniert der Gastgeber, "nur wo es nicht schön ist, kann man bleiben."

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 09.01.2013

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