Waldhof:
Lebendiger Aschermittwoch beim Heringsessen des Carneval Club Waldhof
Drei „Ahois“ und ein toter Prinz
Von unserer Mitarbeiterin Ann-Kathrin Blanke
In Trauerkleidung und unter lautem Wehklagen trugen die CCW-Mitglieder um Prinzessin Vanessa II. (rechts) und Präsident Rolf Remmele (Zweiter von rechts) die Fasnacht 2012/2013 zu Grabe.
© akb
Das Klagen war laut, die Tränen am Aschermittwoch groß. Nur drei dezente "Ahois" schwebten beim Heringsessen des Carneval Club Waldhof (CCW) immer wieder durch den Franziskussaal mit all seinen schwarz gekleideten Gästen. Ein Echo zu Ehren des toten "Prinz Carnival". "Gehen, wenn es am Schönsten ist" - dieses Motto galt auch für die beliebte CCW-Prinzessin. Als Vanessa II. vom rollenden Rad eroberte Vanessa Eder die Herzen ihres Elferrats auf der Überholspur und hielt die CCW-Männer auf Trab.
Fasnachtspfarrer und Vizepräsident Notker Heep und Neu-Elferrat Michael Kossmann ließen den Saal in ihren Trauer- und Büttenreden nach dem traditionellen Trauermarsch dennoch schmunzeln. Auch CCW-Präsident Rolf Remmele ließ die fünfte Jahreszeit nochmals greifbar nah erscheinen.
Großzügige Spende von Safferling
Der Erste Vorsitzende, Stefan Höß, berührte die Gäste vor allem mit seiner langen Dankesrede, die Stolz und Zufriedenheit über den mittlerweile 420-köpfigen Verein widerspiegelte. Er betonte, "dass nun die richtigen Leute auf den richtigen Positionen sind". Dies ist sicherlich auch seinem Engagement zuzuschreiben. Stadträtin Andrea Safferling förderte den CCW in diesem Jahr mit einer großzügigen Spende und überreichte der Prinzessin ein kleines Dankeschön.
Nach dem Heringsessen folgten die Gardetänze der Junioren- und Aktivengarde, die Teamarbeit, Talent und Motivation bewiesen. Trainiert werden beide Garden von Sabrina Laug und Andre Pascarella. Bei dem Show-Medley der "Classic Dancers" wippte der ganze Saal mit. Eine beeindruckende Choreographie, die Moderne und Klassik zu einem Wirbel aus Farben, Formen und Gefühlen verband.
Auch Angelika Remmele und Ex-Lieblichkeit Saskia Bauer ließen die Füße der Gäste nicht stillstehen, und "Oma und Opa in der Disco" durften nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen. Krönender Abschluss des Abends war aber die Verabschiedung der Prinzessin. Stefan Höß und Senatspräsidentin Elke Schmid bedankten sich herzlich bei ihr, der Elferrat zeichnete ihre Herzensdame mit der Kapitänsmütze aus. Die Regentin selbst beschenkte Garde, Senat und Co. reichlich und mit persönlichem Akzent: Der Elferrat bekam sogar ein eigenes Lied. Die Garde bedankte sich ihrerseits für die vielseitige Unterstützung des Vereins und der Prinzessin mit einem Gesangsauftritt.
Das närrische Lachen hat vorerst ein Ende, doch der Verein bleibt optimistisch. Spätestens zum 11.11. - also in knapp neun Monaten - stehen auch beim CCW wieder Jux und Tollerei auf der Tagesordnung.
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