Waldhof:
Hobbytheatergruppe „Was ä Theater“ probt eifrig für Premiere ihres neuen Stücks „Serwitzeclub Knaggisch & Scharmondt“ am 1. März
Schlüpfrig im verträglichen Maß
Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls
Voller Vorfreude sehen die Mitglieder von "Was ä Theater" um Regisseurin Jasmin Stahl (vorne links) der Premiere ihres neuen Stückes entgegen.
© jba
Wenn sich am 1. März zum 17. Mal der Vorhang für das neue Stück der Schauspielgruppe "Was ä Theater" öffnet, werden die Akteure 120 Probestunden hinter sich haben. Zu erwarten ist dann nichts weniger, als dass die Mitglieder der Hobbytheatertruppe vom Waldhof das Publikum im Franziskussaal in gewohnter Manier mitreißen.
Seit vergangenem Herbst wird eifrig für "Serwitzeclub Knaggisch & Scharmondt" geprobt. Die Geschichte verspricht muntere Unterhaltung und scheint mitten aus dem Leben gegriffen. Der Zuschauer darf Gags am Fließband erwarten - vor allem wenn Frank Kappler als Norbert Not und Klaus Stahl als Alfred Elend groß aufspielen.
Bühne bleibt jugendfrei
Die Premiere von "Serwitzeclub Knaggisch & Scharmondt" steigt am Freitag, 1. März, um 20 Uhr im Franziskussaal (Speckweg 6).
Weitere Termine im März: Samstag, 2. März, Freitag, 8. März, Samstag, 9. März, Freitag, 15. März, Samstag, 16. März, jeweils um 20 Uhr.
Außerdem am Sonntag, 17. März, um 18 Uhr sowie am Freitag, 22. März, um 20 Uhr weitere Vorstellungen.
Am Samstag, 23. März, gibt es zwei Vorstellungen um 16 und 20 Uhr.
Weitere Termine im April: Freitag, 5. April, Samstag, 6. April, Freitag, 12. April, Samstag, 13. April und Sonntag, 20. April, jeweils um 20 Uhr.
Karten können für 11,50 Euro unter Telefon 0176/85 28 82 70 reserviert werden. jba
Nach elf Monaten Arbeitslosigkeit gründen die beiden in ihrem Apartment auf gut Glück einen Escortservice. Mit den Einnahmen sollen zuerst die Schulden bei Vermieterin Hedwig Niedlich (Rosemarie Saber) beglichen werden, dann will Norbert mit seiner Verlobten Nadine Brahms (Bianca Pfeffer) zusammenziehen und endlich auch mal wieder in Urlaub fahren.
Die Frauenwelt gibt sich in Folge die Klinke in die Hand. Neben halbseidenen Damen wie Chantalle Kerkhoff (Jasmin Stahl) und Susi Sorglos (Manuela Ofenhäuser) mischt auch die bessere Gesellschaft mit. Denn als Ludmilla Hack-Bock (Tatjana Orth), die Frau des angesehenen Dr. Adolf Bock (Dieter Zuber), ins Geschehen eingreift, scheint die Situation aus dem Ruder zu laufen. Trotz der erotischen Thematik bleibt auf der Bühne alles jugendfrei. "Die Geschichte ist schlüpfrig, aber nie über das verträgliche Maß hinaus", betont Klaus Stahl. Natürlich werde in der Muddersproch gebabbelt.
Etliches im Plot habe sich erst während der Proben entwickelt. "Nachdem wir ein Skript ausgewählt haben, schreiben wir noch vieles auf das Mannheimer Umfeld um", erklärt Rosemarie Saber.
Große Veränderungen in der Darstellerriege gibt es dagegen kaum. "Das alte Team ist zusammengeblieben", sagen Jasmin und Klaus Stahl. Nur ihr Neffe Cedric Gantze hat sich eine kleine Rolle als Zeitungsjunge ergattert. "Ich habe im vergangenen Jahr schon zugeschaut und will es diesmal selbst probieren", so der 15-Jährige. Ein wenig Bühnenerfahrung habe er bereits beim Schultheater sammeln können. Doch vor 200 Zuschauern aufzutreten, sei eben schon etwas ganz anderes.
Die Regie haben sich diesmal Jasmin Stahl und Monika Mail geteilt. Beide setzen in den kommenden Wochen auf ihr treues Publikum. "Wir haben uns in den vergangenen Jahren viele Stammzuschauer erspielt", sagt Mail. Manche Besucher hatten bereits im Vorjahr nach Karten für die kommende Vorstellung gefragt.
Fast alle Vorstellungen seien auch diesmal ausverkauft. "Das motiviert natürlich zusätzlich", sagt Jasmin Stahl. Trotzdem lohne es sich immer, nach Restkarten nachzufragen, versichert sie. Die Einnahmen der Theatersaison kommen - wie schon in der Vergangenheit - einem sozialen Zweck zugute.
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