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Wallstadt: Heringsessen der KG „Gowe“

„Es hat wirklich alles gestimmt“

v.l.: Bernhard Kohl, Michael Breidenband und Otmar Lenhardt.

© Blüthner

An diesem Abend blickt man bei den "Gowe" in Wallstadt eigentlich fast nur in glückliche Gesichter. Denn auch, wenn man beim traditionellen Heringsessen im katholischen Gemeindezentrum die fröhliche Jahreszeit erst einmal wieder begraben musste, gab sich der erste Vorsitzende, Otmar Lenhardt, mehr als zufrieden. Im 55. Jahr des Vereins habe man eine "tolle Jubiläums-Kampagne" begehen dürfen, bei der "wirklich alles gestimmt" habe. Zwar sind die Mitgliederzahlen ein wenig eingebrochen - das ist aber auch schon das einzige Leid, über das man zu klagen hat.

Denn viel hat man lachen dürfen, über die bekannten Büttenredner Markus Weber (alias Fräulein Baumann) aus Weinheim und Schorsch Seitz aus Saarbrücken, die man sich als Kampagnen-Highlights ins Haus holte. Auch bei den Bürgern scheinen sich die "Gowe" konstanter Beliebtheit zu erfreuen. 35 Gardisten weiß man momentan in den eigenen Reihen, die sechs Veranstaltungen der Kampagne waren fast alle ausverkauft und auch Gäste aus Käfertal, Ilvesheim und Feudenheim durfte man immer wieder begrüßen.

Und wie es bei den "Gowe" Tradition ist, sollte der Geist des Karnevals auch bei dieser siebten und letzten Veranstaltung noch einmal ordentlich beschworen werden, ehe man ihn mit bitteren Tränen entschwinden lassen musste. Zuerst war es Gerhard Krell, der schnellste Rentner Wallstadts, der in der Bütt von seinem stressigen Leben nach dem Beruf erzählte, um am Ende frustriert feststellen zu müssen: "Rentner kommt eben doch von rennen."

Die "Gowe"-Singers sangen ein letztes Mal aus voller Seele: "Oh, Mannem is schä". Nachdem noch einige persönliche Geschenke ausgetauscht wurden, zogen die Narren mit einem Tränchen im Auge von dannen, in eifriger Erwartung des Novembers. "Wir hoffen einfach, dass wir im Herbst wieder an diesen Erfolg anknüpfen können", sagt Otmar Lenhardt im Gespräch mit dem "MM". Wenn die neue Kampagne anfängt, wie die alte aufgehört hat, besteht daran jedenfalls kein Zweifel. mer

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.02.2013

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